Strafanzeige gegen Rudolf Steiner Verlag abgewiesen
BALINGEN/DORNACH (NNA). Die
Staatsanwaltschaft Hechingen / Deutschland hat eine Anzeige des Autors Michael Grandt gegen den Rudolf Steiner Verlag wegen Volksverhetzung und Rassendiskriminierung abgewiesen.
Laut Goetheanum-Pressestelle habe die Staatanwaltschaft nicht die fragliche Stelle über das Judentum aus dem Jahr 1888 beurteilt sondern befunden, dass die Freiheit der Veröffentlichung
von Schriften, die der Wissenschaft, Forschung, Lehre oder ähnlichen Zwecken dienen, Vorrang habe. Zuvor hatte die Rudolf Steiner Nachlassverwaltung sich dezidiert gegen alle Versuche
gewandt, Rudolf Steiner mit Rassismus oder Antisemitismus in Verbindung zu bringen. Steiner habe sich gesellschaftspolitisch “radikal für die Freiheit und Gleichwertigkeit der menschlichen
Individuen eingesetzt”. mehr >
Bund der Waldorfschulen klagt gegen NPD-Funktionär
STUTTGART (NNA). Der NPD-Parteifunktionär und ehemalige Waldorf-Lehrer Andreas Molau ist jetzt vom Bund der Waldorfschulen verklagt worden mit dem Ziel, ihm die Bezeichnung
“Waldorf” für ein von ihm geplantes Landschulheim zu untersagen. Im Zentrum der Waldorfpädagogik stehe die “Entwicklung freier, sich selbst bestimmender Individuen”. Damit
sei eine “nationale Gesinnung” oder die Ausgrenzung von Menschen aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit oder auch autoritäre Gesellschaftsstrukturen, wie sie von Molau propagiert werden,
nicht vereinbar, begründete der Bund die Unterlassungsklage. mehr >
Rückschlag für kalifornische Schulbehörden im PLANS-Verfahren
SAN FRANCISCO (NNA). Im Gerichtsverfahren, das von der Organisation PLANS (Menschen für legale und sektenfreie Schulen) gegen zwei Schulbehörden in
Kalifornien wegen der Anwendung von Methoden der Waldorfpädagogik in öffentlichen Schulen geführt wird, haben die Schulbehörden jetzt einen Rückschlag erlitten. Das Berufungsgericht auf
Bundesebene folgte der Rechtsauffassung von PLANS und verwies den Fall zurück an das zuständige Gericht in Kalifornien. In seinem Urteil argumentierte das Berufungsgericht, das
Bundesgericht für Ostkalifornien habe einen Fehler gemacht, indem es Zeugenaussagen nicht zugelassen habe. mehr >
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