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Neue Ideen für den Klimaschutz durch Erlöse des GLS-Klimafonds gefördert

Mi, 09 Sep 2020 | Von NNA Mitarbeiter

Der Klimafonds der GLS Bank will 50.000 EUR in Projekte investieren, die als Vorbilder dienen sollen. Auch am weltweiten Klimastreik von Fridays for Future am 25. September will sich die Bank beteiligen.


Das Projekt MoorFutures soll innerhalb von 50 Jahren Treibhausgasemissionen im Umfang von 39.520 Tonnen CO2-Äquivalenten einsparen.

Und in Kenia soll eine Biogasanlage Feuerholz einsparen und die Rodung von Wäldern verhindern.
Fotos: GLS Bank

BOCHUM (NNA) – 110 Mio. EUR umfasst mittlerweile der Klimafonds der GLS Bank. In den letzten drei Jahren seien ca. 110.000 EUR dafür gespendet worden, heißt es in einer Pressemitteilung der Bank.

Die Bank teilte außerdem mit, dass sie sich auch am weltweiten Klimastreik von Fridays for Future am 25. September beteiligen will, sie ruft auch andere Unternehmen auf, sich dem anzuschließen.

Der Klimafonds der GLS Bank investiert in besonders klimafreundliche Unternehmen und Projekte. Aus seinen Erlösen konnten jetzt 50.000 EUR an fünf Projekte in Deutschland und im globalen Süden vergeben werden, die als Vorbilder dienen sollen: „Der Klimaschutz erfordert weltweite Kooperation, neue Ideen für Bildung und Aufmerksamkeit für komplexe Zusammenhänge“, erläutert dazu Karsten Kührlings, Leiter der Abteilung Investmentfonds & Research der GLS Bank.

Zu den geförderten Projekten gehört das Projekt MoorFutures in Schleswig-Holstein. Es setzt sich für die Renaturierung des Königsmoores dort ein, innerhalb von 50 Jahren sollen damit Treibhausgasemissionen im Umfang von 39.520 Tonnen CO2-Äquivalenten eingespart werden. Moorböden leisteten einen wichtigen, aber bisher eher unbeachteten Beitrag zum Klimaschutz, schreibt die GLS Bank dazu. Sie binden genauso viel CO2 wie Wälder, aber auf deutlich geringerer Fläche.

International

Mit den Erlösen aus dem Klimafonds wurde außerdem der Verein ACELPA im Nordosten Perus gefördert, er bewirtschaftet das Gemeingut Amazonien und schützt so den Regenwald dauerhaft vor Abholzung. Die biodynamische Bewirtschaftung des Waldes schafft zudem Einkommensperspektiven für die Bevölkerung vor Ort.

Zu den Nutznießern der Fondserlöse gehört auch die kenianische Organisation SACDEP. Sie erwirbt kleine Biogasanlagen, durch die aus organischen Abfällen wie Kuhdung Energie erzeugt werden kann. So wird in der Region Feuerholz eingespart und die Rodung von Wäldern verhindert.

Das Projekt Villageboom im Osten Ghanas, das ebenfalls gefördert wird, baut Solarkioske in ländlichen Gegenden ohne Stromversorgung auf. Die Bewohner dort können ihre Akkus, Handys und Lampen an den Kiosken aufladen. Dadurch werden die üblichen, mit Kerosin betriebene Generatoren ersetzt.

Bildungsprojekt

Mit den Fondserlösen wird außerdem ein Bildungsprojekt unterstützt: Die Geoscopia Bildungstage sollen Hintergründe und Zusammenhänge zur Klimakrise aufzeigen. Durch Livebilder von Satelliten, die mit Aufnahmen aus früheren Zeiten verglichen werden, können die ökologischen Veränderungen unmittelbar sichtbar gemacht werden. Veranstalter ist Geoscopia Umweltbildung in Bochum.

END/nna/ung

Bericht-Nr.: 200909-03DE Datum: 9. September 2020

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