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Friedenslicht aus Bethlehem trotzt Corona

Do, 24 Dez 2020 | Von NNA Mitarbeiter

Auch dieses Jahr ist das Friedenslicht trotz Corona-Pandemie wieder unterwegs. Die Aussendungsfeier fand diesmal als Livestream aus dem Salzburger Dom statt. NNA wünscht damit auch seinen Leser*innen eine friedvolle Festzeit.


Foto: Cornelie Unger-Leistner

SALZBURG/BERLIN (NNA) – Das Friedenslicht aus Bethlehem war auch in diesem Jahr am Wochenende des dritten Advent unterwegs in rund 20 Länder – trotz Corona-Pandemie. „Keine Pandemie der Welt kann das Weihnachtslicht zum Erlöschen bringen“ zitierte Günther Madlberger vom österreichischen Rundfunk ORF bei der Ankunft des Friedenslichts im Salzburger Dom dazu Papst Franziskus.

Trotz Abstandsregeln führe das Friedenslicht die Menschen zusammen, verbreite Hoffnung und Zuversicht, es tröste und ermutige. Die Feier im Dom in Salzburg konnte im Livestream im Internet mitverfolgt werden.

Die Aktion Friedenslicht stand in diesem Jahr unter dem Motto „Frieden überwindet Grenzen“. Seit 35 Jahren existiert die Initiative Friedenslicht von Bethlehem, die der Österreichische Rundfunk ORF ins Leben gerufen hat. Das Licht wird von einem Kind in der Grabeskirche in Bethlehem entzündet, mit dem Flugzeug nach Österreich gebracht und von Wien aus von den internationalen Pfadfinderorganisationen weiterverteilt.

In diesem Jahr wurde das Friedenslicht nur von Pfadfinder-Delegationen aus Österreich im Dom in Salzburg in Empfang genommen. Für die beteiligten rund 20 Länder wurden Kerzen angezündet. An den Landesgrenzen gaben die österreichischen Pfadfinder das Friedenslicht dann weiter.

„Lichtschimmer des Trostes, der Hoffnung und der Liebe“

Gerade in diesen schweren Zeiten der Pandemie „brauchen wir einen Lichtschimmer des Trostes, der Hoffnung und der Liebe“, betonte der Erzbischof von Salzburg, Dr. Franz Lackner, in seiner Ansprache und dankte den Pfadfindern für ihr Engagement bei der Weitergabe des Friedenslichts. Die Liste der teilnehmenden Ländern reichte diesmal von Österreich, Deutschland über die Ukraine bis hin zu Argentinien und den USA. Die teilnehmenden Pfadfinderorganisationen waren über das Internet zugeschaltet und konnten so das erste Mal überall wahrgenommen werden.

Nach der Feier in Salzburg wurde das Friedenslicht dann von den österreichischen Pfadfinderorganisationen bis zur Grenze gebracht, wo es – mit Abstand – von den Pfadfinderverbänden der Nachbarländer übernommen wurde.

Am dritten Advent wurde es dann auch in Deutschland in zahlreichen Städten von den dortigen Pfadfinderorganisationen ohne öffentliche Veranstaltungen verteilt. Das Coronavirus habe gezeigt, „wie zerbrechlich unser gesellschaftliches Zusammenleben ist, aber auch wie wichtig Kreativität, besonnenes Handeln und Zuversicht“ seien, heißt in einer Erklärung der Organisatoren dazu. Beteiligt waren u.a. der Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP), der Bund Moslemischer Pfadfinder und Pfadfinderinnen Deutschlands (BMPPD), die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG und der Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP).

END/nna/ung

Bericht-Nr.: 201224-05DE Datum: 24. Dezember 2020

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