NNA News for civil society

Fünf Jahre Fonds „Auf Augenhöhe“: unkomplizierte Hilfe für Geflüchtete

Sa, 23 Okt 2021 | Von NNA Mitarbeiter

Der Fonds „Auf Augenhöhe“ der Software AG-Stiftung und Partnern für die Integration von Geflüchteten ist bis 2023 verlängert worden. Bisher sind über 180 Projekte seit 2019 gefördert worden.


DARMSTADT (NNA) – Über 180 Projekte mit jeweils bis zu 5.000 Euro zugunsten der Integration von Geflüchteten konnten durch den Fonds „Auf Augenhöhe“ seit 2019 gefördert werden. Der Fonds ist deswegen jetzt bis 2023 verlängert worden, teilte die Software AG- Stiftung (SAGST) in Darmstadt mit

Gestartet wurde der Fonds, dessen Kennzeichen die unbürokratische Abwicklung ohne enge Fristen und strenge Förderkriterien ist, im Sommer 2016 mit einer Einlage in Höhe von 500.000 Euro als gemeinsame Initiative von SAGST, GLS Treuhand und dem Bündnis der Bürgerstiftungen Deutschlands. 2019 kamen Spenden von weiteren Unterstützern und eine Aufstockung des Fonds durch die SAGST mit 300.000 EUR hinzu.

„Auf diese Weise sind ganz unterschiedliche Zufluchtsräume entstanden, in denen gesellschaftlicher Zusammenhalt wachsen und Begegnungen auf Augenhöhe stattfinden konnten“, so SAGST-Projektleiter Andreas Rebmann. 150 Partner hätten sich beteiligt. Eine Schlüsselrolle für die verschiedenen Formate gelingenden Miteinanders, die von kulinarischen oder sportlichen Erlebnissen über Theaterprojekte und Mentoring-Programme bis hin zu Ausbildungskonzepten reichen, spielten die Bürgerstiftungen mit Gütesiegel bzw. Gütesiegeltauglichkeit sowie seit 2020 auch die Houses of Resources (HoR). Sie können als Experten für die Bedarfe vor Ort Anträge für eigene Projekte stellen oder eine Bewerbung stellvertretend für lokale Initiativen einreichen, deren Idee und Vorhaben sie unterstützen möchten.

Unkomplizierte Hilfeleistung

Auch fünf Jahre nach dem Hoch der Flüchtlingskrise habe der Fonds keinesfalls an Relevanz eingebüßt. Besonders auch mit Blick auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Hilfsangebote für Geflüchtte habe der Fonds durch seine unkomplizierte Struktur „einen unverzichtbaren Wert für die Realisierung von Mikroprojekten sowie zur Bewältigung einer der größten sozialen Herausforderungen unserer Zeit geleistet“, betont Rebmann.

Vor diesem Hintergrund hat die SAGST entschieden, den Fonds „Auf Augenhöhe“ bis 2023 fortzusetzen und ihn – verteilt über die kommenden Jahre – noch einmal mit insgesamt einer halben Million Euro auszustatten. „Dieser Beschluss“, erläutert Vorstandsmitglied Peter Augustin, „erfolgte lange bevor die dramatische Lage am Hindukusch das Thema wieder auf die Medienagenda brachte“. Der SAGST gehe es nicht nur darum, Hilfsangebote in Ausnahmesituationen zu ermöglichen. Anzukommen sei ein langfristiger Prozess, „in dem es immer wieder Momente der wertschätzenden Begegnung braucht.“

Aus diesem Grund möchte die Stiftung auch weiterhin grundsätzlich Folgeanträge durch bisherige Antragsteller zulassen, bearbeitet aber die Anfragen zu neuen Projekten mit Priorität.

END/nna/ung

Bericht-Nr.: 211023-01DE Datum: 23. Oktober 2021

© 2021 Nexus News Agency. Alle Rechte vorbehalten.