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NNA
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Fri, 16 May 2008

Demeter-Anerkennung für zweite Farm in Südafrika

DARMSTADT (NNA). Die Bloublommetjieskloof-Farm in Wellington hat das weltweit gültige Demeter-Zertifizierungsverfahren absolviert und ist damit der zweite Demeter-Betrieb in Südafrika. Dies teilte Demeter e.V. in Darmstadt mit. Die 27 Hektar große Farm baut Kräuter, Obst, Oliven Getreide und Futterpflanzen in bio-dynamischer Qualität an und produziert flüssige Seifen.

Bereits seit 1965 wirtschaftet die Farm auf der Basis der bio-dynamischen Landwirtschaft. Ihre Besitzerin, Wendy Lilje, ist Mitglied der „Antroposophical Society“ und der „Biodynamic Association“ Südafrikas. Sie arbeitete 15 Jahre für Weleda und Wala Südafrika. Als Produktmanagerin für Weleda Südafrika war sie verantwortlich für bio-dynamischen Pflanzenbau, Verarbeitung und die Herstellung anthroposophischer Heilmittel.

Auf der Bloublommetjieskloof-Farm können interessierte Studenten nach Angaben von Demeter e.V. auch Kurse zum bio-dynamischen Anbau besuchen. Außerdem gibt es jährlich stattfindende „School Camps“ für Waldorf-Schüler aus Kapstadt, die in die täglichen landwirtschaftlichen Arbeiten integriert werden.

End/nna/ung

Bericht-Nr.: 080516-01DE Datum: 16. Mai 2008

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Thu, 15 May 2008

Walter Kugler zum Professor für Soziale Plastik berufen

OXFORD/DORNACH (NNA). Der Direktor des Rudolf Steiner Archivs, Walter Kugler, hat die von der Iona Stichting gestiftete Professur für Social Sculpture an der Oxford Brookes University erhalten.

Wie der Rudolf Steiner Newsletter mitteilte, wird Kugler dadurch seine Arbeit im Bereich Soziale Plastik weiterentwickeln können und eine aktivere Rolle in der Forschung zu diesem Thema an der Oxford Brookes University spielen.

„Zusätzlich zu seinen Forschungsaktivitäten im Bereich Soziale Plastik wird Walter Kugler als Hochschullehrer jetzt zusammen mit Shelley Sacks die Doktoranden mit diesem Thema betreuen und auch im Master-Studiengang Soziale Plastik mitwirken“, heißt es auf der Website der Universität.

Nach seinem Studium der Musikwissenschaft, Geschichte, Philosophie, Pädagogik und Politikwissenschaft unterrichtete Walter Kugler an der Universität Köln, an der Waldorfschule Kassel und in verschiedenen anderen Einrichtungen. In seiner Funktion als Direktor des Rudolf Steiner Archivs ist er an der Herausgabe der Rudolf Steiner Gesamtausgabe beteiligt. Außerdem war Kugler Kurator größerer Ausstellungen in vielen Ländern der Welt.

Der Begriff der Sozialen Plastik bezieht sich auf die Gedanken von Joseph Beuys. Beuys hatte die Kunst in die gesellschaftliche Gestaltung eingeführt und auch umgekehrt die Gesellschaft als das zu gestaltende Material des Künstlers erkannt. Die Kunst erscheint als „große Erzieherin“. Beuys (1921- 1986) wird von der Kunstgeschichte als der bedeutendste deutsche Künstler der zweiten Hälfte des 20.Jahrhunderts angesehen.

End/nna/cva/ung

Bericht-Nr.: 080515-02DE Datum: 15. Mai 2008

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Wirtschaftswissenschaften der UWH bei Ranking vorne

WITTEN/HERDECKE (NNA).Die Universität Witten/Herdecke belegt einen Spitzenplatz beim aktuellen Hochschulranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE). Im Fach BWL/Wirtschaftswissenschaften schneidet Witten/Herdecke in vier von fünf Kriteriengruppen sehr gut ab, bei Studiensituation, Betreuung, Bibliotheksausstattung und Forschungsgelder. In Bezug auf die Forschungsreputation liege Witten/Herdecke gut im Mittelfeld, betont die Hochschule in ihrer Veröffentlichung.

Das CHE-Ranking, das Abiturienten und Studienanfängern Orientierung ermöglichen soll, ist seinen eigenen Angaben zufolge das derzeit umfassendste und detaillierteste Ranking im deutschsprachigen Raum. Es wurde im Studienführer und in der letzten Ausgabe der Wochenzeitung DIE ZEIT veröffentlicht. Die Universität Witten/Herdecke hatte schon bei den Rankings des Nachrichtenmagazins „Focus“ und des Job- und Wirtschaftsmagazins „Karriere“ Top-Positionen belegt.

Die erste Privatuniversität Deutschlands teilte weiter mit, dass sie ihr Präsidium erweitert. Maxim Nohroudi ist als drittes Präsidiumsmitglied in das oberste Organ der Universität berufen worden. Er übernimmt die Bereiche Strategische Planung und Entwicklung, Kommunikation sowie Internationalisierung.

Nohroudi studierte Wirtschaftswissenschaften in Bayreuth und Witten/Herdecke. Auslandsaufenthalte führten ihn an die Harvard University und das Massachusetts Institute of Technology (MIT). Er arbeitete für Royal Dutch/Shell im Bereich Scenarios/Strategic Planning in London und für das Instituto del Pensamiento Liberal, einem Think Tank in Kolumbien. Ab 2005 baute er an der Universität Witten/Herdecke das Institut für Corporate Governance (ICG) auf, dessen Geschäftsführender Direktor er seit 2007 ist.

Als erstes universitäres Institut seiner Art widmet es sich in seiner Forschung der Frage, wie Führung und Aufsicht von Wirtschaftsunternehmen zu verbessern sind und bezieht dabei auch Fragen von Effizienz, Kultur und Ethik mit ein.

Die UWH befindet sich derzeit auf Expansionskurs, bis Ende nächsten Jahres sollen 18 neue Lehrstühle eingerichtet werden, zwei davon im ICG. (NNA berichtete)

End/nna/ung

Bericht-Nr.: 080515-01DE Datum: 15. Mai 2008

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Thu, 08 May 2008

Razzia auf Biohof: Anwalt relativiert Medienberichte

Demeter-Verband betont Interesse an lückenloser Aufklärung der Vorwürfe - Autoritäre Strukturen nicht mit bio-dynamischer Wirtschaftsweise vereinbar

MÜNCHEN (NNA). Unter den Überschriften „Waffen auf dem Biohof“ und „Allgäuer Biohof-Sekte unter Betrugsverdacht“ machte ein Biohof mit Demeter-Anerkennung im Allgäu im April in den Medien Schlagzeilen. Der Biobauer Günter M.  sei verhaftet worden hieß es unter dem Verdacht, Steuern im Millionenhöhe hinterzogen zu haben. Außerdem seien auf dem Hof bei einer Polizeirazzia Waffen und Drogen in größeren Mengen sichergestellt worden. Diese Berichte sind jetzt vom Anwalt von Günter M. , Steffen Ufer, relativiert worden.

Es sei nicht richtig, schreibt Ufer an NNA auf Anfrage, dass auf dem Hof unerlaubte Waffen sichergestellt worden seien. Es seien nur „einige wenige Waffen“ entdeckt worden, für die ein Hofbewohner auch einen Waffenschein habe. Bei den Drogen handele es sich um „relativ geringe Mengen Marihuana“, die dem Eigenkonsum gedient hätten und mit denen „keinerlei Handel getrieben“ wurde.

Zu den Vorwürfen gegenüber Günter M.  schreibt der Rechtsanwalt weiter, aus einem Streit mit einem ehemaligen Mitglied des Michælshofs sei der Vorwurf entstanden, Günter M.  habe einem von diesem Mitglied betriebenen Unternehmen Geld vorenthalten und dieses Geld sei auch an den Steuerbehörden vorbeigegangen.

Die Behörden seien auf die Vorwürfe durch eine Reihe von Zivilprozessen aufmerksam geworden, die entstanden seien, weil das ehemalige Mitglied des Hofs Unterschriften seiner Ehefrau gefälscht habe und deswegen angezeigt worden sei.

Es sei unklar, wann die Ermittlungen abgeschlossen würden und ob und gegen wen Anklage erhoben würde, schreibt Rechtsanwalt Steffen Ufer weiter. Sein Mandant Günter M.  befinde sich noch in Haft.

Der Michælshof ist nach Angaben von Ufer weiterhin mit Produkten auf den Märkten im Süddeutschen Raum vertreten. Der Betrieb auf dem Hof gehe weiter, auch wenn er durch die Blockade aller Konten und Beschlagnahmen durch die Staatsanwaltschaft, „auch der Unterlagen, die strafrechtlich niemals eine Rolle spielen konnten“, erschwert werde.

Da der Michælshof sowohl Bio- als auch Demeter-zertifiziert ist, äußerte sich auch der Demeter-Bund zu den Berichten. Es seien keine Verstöße gegen die EU-Bio-VO und/oder gegen Demeter-Richtlinien festgestellt worden, hieß es in der Pressemitteilung des Demeter-Bundes. Die Vorwürfe bezögen sich nach allen vorliegenden Informationen auf wirtschaftliche Vorgänge, die nicht in Bezug zu Demeter stünden. Auch der Verband sei an einer raschen und lückenlosen Aufklärung durch die Justiz interessiert. Kriminelle Machenschaften passten nicht zum Werte-Kanon der Biologisch-Dynamischen Wirtschaftsweise, betont Demeter.

Zu den Berichten über autoritäre und sektenartige Strukturen auf dem Hof schreibt Demeter, diese Berichte „entziehen sich der Bewertung durch den Verband“. Demeter führe weder Gesinnungsprüfungen durch noch regele der Verband die Abläufe und Strukturen auf den Höfen. Die Bio-dynamische Wirtschaftsweise mit ihrem anthroposophischen Hintergrund „achtet und respektiert jedoch gerade die individuelle Freiheit des Menschen und regt an zum Handeln in ethischer und spiritueller Verantwortung“.

Wie aus der Anwaltskanzlei in München verlautete, stoßen die Vorgänge um den Michælshof auf großes Medieninteresse, die Anfragen nähmen kein Ende.

End/nna/jh

Bericht-Nr.: 080508-01DE Datum: 8. Mai 2008

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Mon, 05 May 2008

Visionen und Ziele: Friedrich Glasl beim Thementag NRW

Jeder an seiner Stelle und nach seinen Fähigkeiten: wie Organisationen lebendig gehalten werden können – Unerreichbar hohe Ideale führen nicht weiter

Von NNA-Korrespondentin Edith Willer-Kurtz

BOCHUM (NNA). Um Visionen und Ziele sowie deren Umsetzung im Alltag ging es beim Thementag Anthroposophie im April in Bochum, zu dem die anthroposophische Gesellschaft NRW ins Kulturhaus OSKAR eingeladen hatte. Rund 150 Besucher folgten den Ausführungen von Dr.  Friedrich Glasl aus Salzburg. Seit vielen Jahren ist er in der Organisationsentwicklung und Meditation tätig.

Glasls Anliegen ist als Selbsthilfe in Konflikten wegweisend: „Es geht… nicht darum, dass Sie sich für den Rest des Lebens absolute und unerreichbare hohe Ideale stecken, sondern heraußufinden versuchen, was von den Werten und Eigenschaften, die immerhin ein wenig in Richtung ihrer Ideale weisen, Sie am nächsten Tag in die alltäglichen Handlungen einbringen können.“

Ziele setzen - etwas was nur wir Menschen können - sei eine wichtige Vorraussetzung „nicht ich muss, sondern ich kann, ich will!“ Es gebe immer Entscheidungsmöglichkeiten, so Glasl. Ziele könnten individuell, konkret, kurzfristig sein, erscheinen dann klar, konkret, exakt detailliert, terminlich bestimmt, qualifizierbar und genau überprüfbar.

Bei Gemeinschaftßielen sei es anders: sie seien grundsätzlicher, langfristiger, eher „unscharf“, global, bildhaft, terminlich noch offen. Die Ziele erforderten unterschiedliche Fähigkeiten, etwa die, um sich das Ziel langfristig vorzustellen und das für verbindlich zu erachten, das Ziel im Auge zu behalten, dabei die Unsicherheit aushalten zu können und beim Unterwegssein durchzuhalten. So würden aus vagen Zukunftsvorstellungen verbindliche Zielvorstellungen, Zielprojekte, mit verbindlichen Entscheidungsvorbereitungen, die zur Entscheidung führten. Daraus erwachsen die Ausführung bei denen Entscheidungen vorliegen.

Bald wurde in Glasls Ausführungen klar, dass nicht jeder Mitwirkende die gleichen Fähigkeiten mitbringt, auch nicht zur Verfügung hat. An diesem Punkt beginnt schon der Prozess des Verstehens der Konflikte und man kommt der Lösung des Problems näher.

Als Weiteres käme die verschiedene Sichtweise der Dinge. Das gehe entweder mit einem mikroskopischen Blick, der die Elemente isoliert betrachte, in der Präzision ohne Blick auf das Ganze. Hier denke der Mensch in linearer Kausalität, monodißiplinär in Anerkennung der qualitativ-rationalen Methode.

Anders bei dem makroskopischen Blick. Dieser betrachte die Beziehungen zwischen den Elementen, die Zusammenhänge. Da gehe es vom Ganzen ins Detail. Der Mensch denke dabei in zirkulärer Kausalität, denke multi- interdißiplinär. Er anerkenne wissenschaftliche und intuitiv künstlerische Methoden.

Unterschiedliche Zeithorizonte zu erleben erfordere Forschungen, führte Glasl weiter aus. Diese hätten ergeben, dass die Zeithorizonte, wenn frei gewählt, den geozentrischen Rhythmen entsprächen und somit auch zu planetarischen Beeinflussungen führten.

So wären beispielsweise die Visionen, Fernziele oder die Unternehmerphilosophie von Saturnkräften beeinflusst, die bei 28-30 Jahren liegen. Zehn bis zwölf Jahre lang durch Jupiter gestützte Kräfte trügen eher das Leitbild, die Unternehmenßiele.

Erläutert wurden diese Aufteilungen bei den Wesenheiten Luzifer, Christus und Ariman. In der Mitte bei Christus finde man die Ich-Werdung zwischen Licht und Dunkel, Entscheidungskräfte seien da zu finden, Vervollkommnung durch irdisches Wirken, Selbstbindung in Freiheit und Verantwortung. Dies falle bei den beiden anderen Wesenheiten ganz anders aus.

Mit welchen Fähigkeiten lassen sich Mitarbeiter im Unternehmen, im Verein, Verband oder Projekt auf deren Ziele ein, stelle sich die Frage. Die Menschen mit ihrer Vielfalt nehmen die notwendig unterschiedlichen Zielvorstellungen nach Glasls Methode an. Klar werde, man könne einander in Treue unterstützen. Erkannt werde und beispielsweise vorgeschlagen: „Mein Beitrag wird das und das sein“. Im Tagesablauf waren einige Zeitabschnitte dem Thema „Persönliche Vision“ gewidmet. In Gedanken und der Vorstellung in der Zukunft des privaten und beruflichen Lebens in ca. 12 Jahren begann die Phantasiereise. Zu schauen waren aber auch die Problemstellungen und –lösungen von vor 10 und 5 Jahren. Diesen gegenübergestellt wurde wieder der Vorausblick auf Trends in den nächsten fünf Jahren mit Unterteilungen in Detailfragen. Die Überlegungen zu den einzelnen Abschnitten tauschten die Teilnehmer in Dreiergruppierungen aus. Gefragt wurde dabei auch nach den Hits oder Flops der letzten Jahre und den Steigbügelhaltern -Personen, die an dem persönlichen und beruflichen Fortkommen großes Interesse hatten. Vorstellen sollte man sich auch Konkretes: Wie sieht das private, oder berufliche Umfeld aus? Welches sind meine Fähigkeiten und welche Fähigkeiten will ich entwickeln? Was sind meine Etappenziele?

Was ist den einzelnen Menschen wirklich wichtig? Die biographische Zeitspanne lies bei den Einzelnen im Erinnern und Besinnen sehr viel bewusst werden, Stationen im eigenen Leben, die Mitwirkenden in der Entwicklung wurden bedacht, oft auch mitgebrachte Fähigkeiten erkannt.

Der Thementag spürte auch der höheren Identität einer Menschengruppe nach, der Annäherung an den Engel einer sozialen Gemeinschaft. Wenn nach Rudolf Steiner die Kultur einer Gemeinschaft betrachtet wird, so gibt es laut Glasl auch Phasen, Rhythmen, Zyklen, ein Aufblühen und ein Verwelken und Absterben von Trägern einer kulturellen Gemeinschaft.

Die Erzengelwesen nehmen war, was in einer Organisation geschieht. Entsprechend führen Verknöcherungen und Stagnation dazu, dass sich diese Wesen von einer Organisation abwenden. Bemühen sich die Menschen dagegen, Neues zu entfachen, die Entwicklung wieder zu impulsieren, haben diese Wesen die Möglichkeit, sich ihr wieder anzunähern. Die Menschen machen sich so zu einem Gefäß dieser Wesen und die höheren Wesen mit ihren Hüllen können ihrerseits befruchtend wirken.

Was aber soll geschehen, damit Gemeinschaften gesehen, revitalisiert werden? Dazu gehört auch, dass Menschen in einer Gemeinschaft für sich den Entschluss fassen, bestimmte Ziele, bestimmte Werte zu leben, und zwar so, dass es lebendig ist und ohne Dogmatisierung. wenn sie Gespräche suchten und auch hinhörten aus der neu gegriffenen Einsicht: „Jeder an seiner Stelle, nach seinen Fähigkeiten“.

Wenn man sich unterstütze und Treue verspreche, entschlossen, weil ein gemeinsames Ziel vorhanden sei, so lebe die Gemeinschaft. Dabei entstünden Wärmekerne, die in den Hüllen da seien, was den Erzengelwesen erlaube, wieder der Gemeinschaft zurückzukehren. Der Sprachgebrauch erkläre es mit „sich erwärmen für diese Vision“, oder „es entfacht wieder Neues“, verdeutlichte Glasl.

Bei dieser Entwicklung komme es zu Resonanzen, man beginne den Weg der Partnerschaft zu gehen hinein in die Auseinandersetzung um die Frage: Was fordert die Welt? Gerade das Hin und Her, das Spannungsfeld mit der Umgebung - worauf kann ich bauen, was soll ich weglassen, das Aushalten der Spannung - dies bilde Lebensaufgabe des einzelnen.

Wie dieses Ringen ausgehe, hänge davon ab, wie wir uns in der individuellen und gemeinschaftlichen Bewegung einbringen, als Autoren, Regisseure oder Akteure.

Der Thementag wollte mit den Anwesenden kleine Schritte in diese Richtung machen, die Fähigkeiten zu wecken, sich diesen Engelwesen einer sozialen Gesellschaft anzunähern. Dazu hatte jeder ein Spektrum an neuen, bewussten Kenntnissen erarbeitet und ging bereichert in der Gegenwart, befähigter in die Zukunft.

End/nna/wil

Bericht-Nr.: 080505-01DE Datum: 5. Mai 2008

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Sat, 26 Apr 2008

Vom Abenteuer, sich selbst zu engagieren

Wirtschafts-Studenten der Universität Witten-Herdecke veranstalteten eine ungewöhnliche Weltreise: Interviews mit 33 nachhaltig arbeitenden Unternehmern

WITTEN/HERDECKE (NNA). “Es liegt an jedem Einzelnen von uns zu entscheiden, welchen Weg wir einschlagen wollen und wie es in den nächsten 50 Jahren auf unserer Erde aussehen wird. Denn wir sind nicht passive Mitreisende, sondern die Piloten und Navigatoren auf unserem Planeten. Darüber einmal nachzudenken, dazu will dieses Buch anregen, vor allem die junge Generation.”

Das schreibt Muhammad Yunus, Friedensnobelpreisträger des Jahres 2006, in seiner Widmung für das Buch „Expedition Welt – Vom Abenteuer, sich zu engagieren“, das drei Wirtschaftsstudenten der Universität Witten-Herdecke jetzt im oekonom verlag herausgebracht haben.

Jan Holzapfel, Tim Lehmann und Matti Spiecker sind für das Buch achteinhalb Monate lang durch 25 Entwicklungsländer rund um den Erdball gereist. Sie haben dabei 85.000 Kilometer zurückgelegt - in Flugzeugen, Bussen und Jeeps, durch Regenwälder, Wüsten, Dörfer und Millionenmetropolen. Ziel ihrer Expedition war es, die Arbeit von Unternehmerpersönlichkeiten zu erforschen, die sich für soziale Gerechtigkeit und verträgliche wirtschaftliche Entwicklung stark machen. 33 solche „Social Entrepreneurs“ haben die drei Studenten auf ihrer Reise getroffen.

Muhammed Yunus hatten die drei Studenten im März 2006 in Bangladesch besucht. Damals konnte noch niemand wissen, dass er bald den Nobelpreis bekommt. Die von dem Wirtschaftsprofessor gegründete Grameen Bank hilft der Landbevölkerung mit Kleinkrediten bei der Existenzgründung.

Andere Sozialunternehmer, mit denen sich die Wittener Studenten trafen, entwickelten innovative Konzepte für die Unterstützung von Straßenkindern, für den Erhalt von Küstenökosystemen oder auch für die Lösung von Abfall- und Abwasserproblemen. Allen Social Entrepreneurs gemeinsam ist: sie agieren unternehmerisch, um mit den vorhandenen Ressourcen einen möglichst hohen gesellschaftlichen Mehrwert zu erzielen. Und sie beginnen dabei meist mit einfachen, nachvollziehbaren Schritten an der Basis, bei den konkreten Problemen der Menschen.

Die Interviews mit den Sozialunternehmern haben Jan Holzapfel, Tim Lehmann und Matti Spiecker auf Tonband und Video aufgenommen. Schon während ihrer Weltreise berichteten sie auf ihrer Internetseite über ihre Erlebnisse, und es gab auch Live-Schaltungen per Satellit mit deutschen Schulen, um auch auf diesem Weg junge Menschen für das Thema nachhaltige Entwicklung zu sensibilisieren und zu eigenem zivilgesellschaftlichem Engagement anzuspornen.

Die Gliederung des Buches orientiert sich an den besuchten Weltregionen - vom indischen Subkontinent und Südostasien über Zentralamerika und Südamerika bis Afrika. Die Kapitel enthalten Außüge aus den Interviews, Beschreibungen der besuchten Projekte und Info-Boxen mit Anregungen, wie man selbst aktiv werden kann - etwa als freiwilliger Helfer vor Ort.

Was in dem Buch ebenfalls nicht fehlt, sind Tagebucheintragungen und kurze Reisereportagen. Hier wird's zuweilen dann richtig abenteuerlich, zum Beispiel bei einem Busunfall in Nepal oder beim Brand eines Gästehauses in Laos. Aber zum Schluss ging alles glimpflich ab und drei Studenten von Deutschlands erster Privatuniversität kamen gut wieder nach Hause und konnten ihr spektakuläres Buch vollenden.

END/nna/ung

Jan Holzapfel, Tim Lehmann, Matti Spiecker, „Expedition Welt - Vom Abenteuer, sich zu engagieren“, oekom verlag: München 2008, ISBN 978-3-86581-089-2, 304 Seiten, 16,90 Euro

www.expedition-welt.de

Bericht-Nr.: 080426-04DE Datum: 26. April 2008

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Einladung zu Freiwiligem Sozialen Jahr nach Deutschland

KARLSRUHE (NNA). Die in Deutschland ansässige Organisation „Freunde der Erziehungskunst“ hat eine Einladung an junge Leute in anderen Ländern ausgesprochen, ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in Deutschland zu verbringen.

Die Verteilung der Freiwilligen wird von den „Freunden der Erziehungskunst“ organisiert, meist arbeiten sie in Einrichtungen im Bereich der Sozialtherapie, der Heilpädagogik oder in der Altenpflege, heißt es in der Veröffentlichung der „Freunde“. Alle Gastgeber-Einrichtungen arbeiten auf der Basis der Anthroposophie.

Das Freiwillige Soziale Jahr ist als Mischung von Hilfe und von Lernprozess gedacht: „Für die Freiwilligen bedeutet es, innerhalb eines neuen Kultur- und Arbeitßusammenhangs zu lernen. So ist der Freiwilligendienst eine Form des interkulturellen Austauschs und des Kontakts mit dem Fremden. Gleichzeitig bringen die Freiwilligen etwas ganz Wertvolles durch ihre Persönlichkeit und ihre Freiwilligenarbeit in die betreffenden Einrichtungen ein“, schreibt die Organisation.

Seit 2003 besteht die Möglichkeit, Freiwilligendienste in Deutschland zu leisten und die „Freunde der Erziehungskunst“ betreiben seit 1993 Freiwilligenprogramme für junge Menschen aus Deutschland, die in anderen Ländern arbeiten wollen.

Die Organisation wurde 1971 gegründet, um Initiativen für eine freie Pädagogik weltweit zu unterstützen. Seither haben die „Freunde der Erziehungskunst“ viele Millionen Euro zusammengetragen, um die Waldorfpädagogik in Form von Kindergärten, Waldorfschulen, anderen pädagogischen Initiativen, Heilpädagogik oder sozialtherapeutischen Einrichtungen in der ganzen Welt zu fördern.

Pro Jahr übergibt die Organisation mehr als drei Millionen Euro Spenden an 200 Projekte.

END/nna/cva/ung

Link: www.freunde-waldorf.de/freiwilligendienste/

Kontakt: incoming@freunde-waldorf.de, Tel. +49 (0) 721 35 48 06 17

Bericht-Nr.: 080426-01DE Datum: 26 April 2008

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