. . . Nachrichten für eine andere Welt
|
Suche Nachrichtenarchiv |
NNA ist eine internationale Nachrichtenagentur, die Nachrichten und Ereignisse verbreitet und kommentiert aus einer Perspektive des Geistes und die sich um ein spirituelles Verständnis bemüht, das mit der Entwicklung neuer Paradigmen auf allen Lebensgebieten verbunden ist – sei es im Aktuellen, in Politik und Gesellschaft, in der Zivilgesellschaft, in Ökologie, Erziehung, Wirtschaft, Landwirtschaft, Kunst und Wissenschaft. |
18 neue Lehrstühle an der Privatuni Witten-HerdeckeAber auch Abschied vom Modell selbstverwalteter Studierendenbeiträge – Präsident Priddat: „Bildung als Investition in die eigene Zukunft hat ihren Preis“ WITTEN-HERDECKE (NNA). Die private Universität Witten-Herdecke wird bis Ende nächsten Jahres 18 neue Lehrstühle einrichten, neun davon in der Fakultät für Medizin. Dies bedeute „einen der größten Entwicklungsschritte in der Geschichte der Universität,“ heißt es dazu in einer Mitteilung der Universität. Gleichzeitig wurde eine Erhöhung der Studierendenbeiträge angekündigt. Zu den neuen Lehrstühlen im Bereich Medizin werden unter anderem Institute für Didaktik und Bildungsforschung sowie Gesundheitssystemforschung gehören. Auch die Wirtschaftsfakultät erfährt eine Erweiterung um fünf Lehrstühle, zwei davon entstehen im neuen Institut für Corporate Governance. Als erstes universitäres Institut seiner Art werde es sich in seiner Forschung der Frage widmen, wie Führung und Aufsicht von Wirtschaftsunternehmen zu verbessern sei und dabei auch Fragen von Effizienz, Kultur und Ethik einbeziehen, schreibt die Universität dazu. Weitere Ökonomie-Lehrstühle befassen sich mit der Frage der globalen Verantwortung von Unternehmen und internationalen Handelsbeziehungen. Auch das Studium fundamentale – ebenfalls eine Besonderheit der Witten-Herdecker Universität – wird um vier Lehrstühle erweitert, darunter die Fachgebiete Politische Ökonomie und Kulturphilosophie. Finanziert wird die Erweiterung durch private Zuwendungen, staatliche Fördermittel und eigene Einnahmen. Zu diesen tragen die Studierendenbeiträge bisher mit sieben Prozent bei. Hier strebt die Universität einen Anteil von 25 Prozent an. Für das kommende Wintersemester ist eine Erhöhung der Beiträge geplant. Ausgenommen davon bleibt nach Angaben der Universität zunächst das Medizinstudium. Erst 2009 sollen auch diese Beiträge steigen. Die Abwicklung der Zahlungen werde aber nicht mehr in den Händen der Studierenden Gesellschaft (SG) liegen. Auch hiervon sei die Medizin ausgenommen. Universitätspräsident Prof. Birger Priddat betonte dazu, auch künftig werde es die Möglichkeit geben, dass Studierende nach ihrer Ausbildung und entsprechend ihren finanziellen Möglichkeiten ihre Studierendenbeiträge abbezahlen. Dies sei nach wie vor „Kern des Modells“. Diese Späterzahlung werde die Universität zusammen mit einem externen Partner anbieten. Die genaue Ausgestaltung stehe noch nicht fest. Sicher sei jedoch, dass es im Gegensatz zur bisherigen Regelung auch Stipendien und damit auch Freiplätze geben werde. Die Universität wolle nach wie vor die besten und motiviertesten jungen Leute nach Witten holen und dies dürfe nicht an den Studiengebühren scheitern, betonte Priddat. Die meisten müssten sich jedoch darauf einstellen, einen finanziellen Beitrag zum Studium zu leisten, auch wenn er erst später erfolgen könne. Auch in Deutschland setzte sich die Erkenntnis durch, dass „Bildung eine weichenstellende Investition in die persönliche Zukunft ist, die ihren Preis hat,“ betonte Priddat. Neuimmatrikulierte, die ihr Studium der Medizin in Witten-Herdecke in diesem Jahr beginnen, zahlen beispielsweise insgesamt rund 30.000 Euro für ihr Medizinstudium. Die Universität Witten-Herdecke ist die erste private Hochschule in Deutschland. In den vergangenen Jahren steckte sie mehrfach in einer existentiellen Krise, unter anderem durch ein kritisches Gutachten des Wissenschaftsrats bezüglich des Medizinstudiums sowie durch anhaltende Finanzprobleme. Im vergangenen Jahr war die Universität in eine Stiftungsuniversität nach englischem Vorbild umgewandelt und so die Übernahme durch einen Gesundheitskonzern durch Zustiftungen in Millionenhöhe verhindert worden. Die Kritik im Gutachten des Wissenschaftsrats aus dem Jahr 2005, das die Medizinerausbildung infrage gestellt hatte, war durch Umstrukturierungen von Seiten der Universität ausgeräumt worden.(NNA berichtete.) Ungeachtet des Auf und Ab in der Geschichte der Privatuniversität sorgen ihre Mitarbeiter und Absolventen immer wieder für ihren guten Ruf: im Frühjahr 2007 schnitten die Witten-Herdecker Medizinabsolventen bei der bundesweit einheitlichen ärztlichen Abschlussprüfung am besten ab. Bei Rankings verschiedener Zeitschriften für alle deutschen Universitäten landete die Wirtschaftsfakultät ebenfalls auf einem der vorderen Plätze. End/nna/ung Bericht-Nr.: 080314-02DE Datum: 14. März 2008 © 2008 News Network Anthroposophy Limited (NNA). Alle Rechte vorbehalten. Siehe: www.nna-news.org/copyright/ Weitere NNA-Berichterstattung unter: www.nna-news.org/de/ |
|
|
|
|||||||||||||||