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Waldorfpuppen-Projekt bietet Chancen für Häftlinge
FLORENZ (NNA). Ein Häftlingsprojekt in einem Gefängnis in Florenz stellt Puppen nach Waldorfart her und wirbt mit einer neuen Website um Unterstützung. „Poesie der Puppen“ wurde 2001 von der Associazione Pantagruel onlus in Florenz gegründet. Es begann mit einem Trainingskurs in Puppenherstellung für die weiblichen Insassen der Soliccciano Haftanstalt in Florenz. Er sollte eine kreative Beschäftigungsmöglichkeit für die Gefangenen bieten, aber auch ökonomische und therapeutische Zielsetzungen berücksichtigen. Heute sind an „Poesie der Puppen“ ungefähr 20 Personen in der Haftanstalt Sollicciano beteiligt und es gibt auch eine Werkstatt außerhalb, die Teil eines Haftvermeidungsprogramms ist und von den Sozialbehörden beaufsichtigt wird. Die Puppen werden nach Angaben der Associazione ausschließlich aus Naturmaterialien und nach genauen Regeln hergestellt. Ihre Produktion sei eine Form von Therapie für die Frauen, schreibt die Associazione. Da sie für Kinder zum Spielen gedacht seien, erfüllten die Puppen mehrere positive Zwecke, fügt sie hinzu. In einem externen Workshop werden Kurse in der Puppenherstellung angeboten, an denen jeder teilnehmen kann, der diese handwerklichen Fähigkeiten lernen möchte. Es ist auch ein Freiwilligendienst in dem Projekt möglich. Neben der Werkstatt ist ein Ausstellungsraum angesiedelt. Die Associazione erklärt auf der Website die Prinzipien, nach denen Puppen, Zwerge, Blumenfeen und kleine Tiere hergestellt werden: Jede Figur wird von einer Person gemacht und es werden nur ursprüngliche und natürliche Materialien verwendet wie Schafwolle, gesponnene Wolle, Baumwolle, Seide, Pastellfarben und Wachs. So erhält jedes Kind damit ein einzigartiges Produkt. Neben der Auswahl des Materials wird auch besondere Sorgfalt auf die Kombination der Farben, die Harmonie der Proportionen und alle kleinen Details gelegt, so dass die Produkte „schön anzusehen, weich anzufassen und abgerundet in ihren Formen“ sind, damit sie „Gefühle der Zärtlichkeit, der Wärme und der Zuwendung ausstrahlen“. „Die Nase wird nicht herausgearbeitet und auch die Formen sind nicht voll entwickelt. Es gibt nur die Andeutung eines Lächelns und die Ausstrahlung des Körpers soll Vertrauen erwecken, damit das Kind der Puppe Leben einhauchen und ihr jederzeit alle Ausdrucksformen und Haltungen verleihen kann, die im Spiel notwendig sind,“ erklärt die Associazione Pantagruel onlus. End/nna/cva/ung Link: www.lapoesiadellebambole.it/ Bericht-Nr.: 090608-02DE Datum: 8. Juni 2009 © 2009 News Network Anthroposophy Limited (NNA). Alle Rechte vorbehalten. Siehe: www.nna-news.org/copyright/ Weitere NNA-Berichterstattung unter: www.nna-news.org/de/ |
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