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Tue, 15 Jun 2010

GLS-Bank wieder mit zweistelligem Wachstum

Geschäftsergebnis um knapp ein Viertel gesteigert - Von Verbrauchern zur „Bank des Jahres“ gewählt - Studie belegt: ökologische Geldanlagen sind wirksam

BOCHUM (NNA). Immer mehr Menschen wollen ihre Bank aktiv mitgestalten und setzen deswegen auf das Modell der sozial-ökologischen Genossenschaftsbank mit ihren Beteiligungsmöglichkeiten. Eine anhaltende Nachfrage und ständig steigende Kundenzahlen verzeichnete daher die Bochumer GLS Bank auch in diesem Jahr.

„Gerade in diesen politisch und wirtschaftlich unsicheren Zeiten suchen die Menschen eine Bank, der sie vertrauen können“, betonte dazu Thomas Jorberg, Vorstandssprecher der Bank auf der Pressekonferenz in Bochum. Die transparente Arbeitsweise der GLS-Bank, ihre klare nachhaltige Ausrichtung sowie ihre langjährige Erfahrung böten den Verbrauchern die notwendige Orientierung.

Seit Jahresanfang entschieden sich bereits 7.000 Kunden für einen Wechsel zur GLS Bank. Insgesamt verzeichnet sie damit rund 80.000 Kunden und 17.000 Genossenschaftsmitglieder. Besonders stark nachgefragt werden nach Angaben der Bank neben Girokonten vor allem Tagesgeldkonten und Sparangebote. Bei einem Wachstum von 24% bis Ende Mai beläuft sich die Bilanzsumme auf nunmehr 1,67 Mrd. Euro.

Entsprechend kann der Vorstand auf der diesjährigen Generalversammlung einen erfolgreichen Jahresabschluss und einen guten Start 2010 präsentieren. 750 Besucher werden zur Generalversammlung erwartet.

In ihrer Pressemitteilung berichtet die GLS-Bank auch von neuen Angeboten. So legte sie im März zusammen mit Partnern, darunter Brot für die Welt, erfolgreich den FairWorldFonds auf, der erstmals auch entwicklungspolitische Kriterien berücksichtigt. Die Nachfrage habe bereits kurz nach dem Start die Erwartungen übertroffen, schreibt die Bank dazu. Anfang des Jahres erhielt die GLS Bank den Auftrag von der Bundesregierung, das Mikrokreditgeschäft in Deutschland flächendeckend außubauen. (NNA berichtete)

Die Wertschätzung der Kunden für ethisch-ökologische Geldanlagemöglichkeiten zeigte sich auch bei einer aktuellen Umfrage des Magazins Börse Online, bei der die GLS Bank zur „Bank des Jahres 2010“ gewählt wurde. 150 deutsche Banken, darunter alle großen Privat- und Genossenschaftsbanken standen zur Auswahl, rund 34.000 Verbraucher hatten sich an der Umfrage beteiligt. Bewertet wurde die Leistungsfähigkeit der Bank, darunter Qualität und Transparenz der Angebote, Kundenberatung und Einlagensicherheit.

Dass die Verbraucher mit ihrer Entscheidung für ökologisch orientierte Geldanlagen auch tatsächlich dem Klimaschutz dienen, zeigt eine Studie im Auftrag des Bundesumweltministeriums, die im Rahmen der Messe „Invest 2010“ vorgestellt wurde. Danach führen Spar- und Termineinlagen bei der GLS Bank zu 67 Prozent weniger Treibhausgasemissionen als konventionelle Bankprodukte.

Die Studie zeige, welche zentrale Rolle den nachhaltigen Geldanlagen zukomme, schreibt die GLS Bank dazu. Um die Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen, seien in Deutschland Investitionen in Höhe von 30 Milliarden Euro notwendig. Der Finanzwirtschaft, die zu einem großen Teil das Kapital dafür bereitstelle, komme so eine Schlüsselrolle zu.

Der Titel der Studie lautet „Der Carbon Footprint von Kapitalanlageprodukten“, sie wurde von adelphi erstellt, einem Institut für Politikanalyse und Strategieberatung. Untersucht wurden Spareinlagen, Anleihen, Unternehmensbeteiligungen sowie Aktien- und Rentenfonds. Die Analyse vergleicht die Treibhausgasintensität eines durchschnittlichen deutschen Anlageportfolios mit einem entsprechenden klimafreundlichen Portfolio.

END/nna/ung

Bericht-Nr.: 100615-02DE Datum: 15. Juni 2010

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