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Thu, 07 Jun 2012

Waldorfschulen sollen neues Verständnis von Wirtschaft vermitteln

HARLEMVILLE (NNA). Nach den wirtschaftlichen Turbulenzen im Gefolge der Bankenkrise 2008 stellen viele Menschen die gegenwärtige Wirtschaftspolitik infrage und fordern einen ethischen Ansatz in der Finanzwelt und der Wirtschaft. Eine Konferenz, die in diesem Jahr in den USA stattfinden wird, will das Thema in den Waldorfschulen stärker auf die Tagesordnung setzen.

„Bildungsökomomie: Fähigkeiten/Pädagogik/Finanzierung“ ist der Titel der Konferenz, die vom 16. bis 18. August in der Hawthorn Valley School in Harlemville/New York stattfindet. Sie soll allen Beteiligten der Waldorfschulbewegung, aber auch Hochschulstudenten und Geschäftsleuten ein besseres Verständnis des Zusammenwirkens von Bildung und Wirtschaft in einer unabhängigen Schulgemeinschaft ermöglichen.

Dabei steht Rudolf Steiners ökonomisches Denken im Verhältnis zum gegenwärtigen Wirtschaftsleben auf dem Programm, außerdem praktische Aspekte des Unterrichts in Wirtschaftskunde. Die Konferenz will auch neue Paradigmen erforschen in der Finanzierung von Bildung im Rahmen einer Schulgemeinschaft.

Die Konferenz ist Teil eines Wirtschaftskompetenz–Projekts, das von der Economic Literacy Initiative Group ausging, zu der John Bloom von RSF Social Finance, Arthur Edwards vom Centre for Associative Economics und Gary Lamb von der Hawthorne Valley Association gehören.

„Waldorfpädagogik ist in der einmaligen Lage, ein anderes Bewusstsein von ökonomischen Vorgängen zu vermitteln, indem sie soziales Engagement einbezieht und seine finanzielle Seite deutlich macht als Vorbereitung für das heutige Leben“, heißt es auf der Website des Projekts.

Ökonomische Kompetenzen waren schon Gegenstand eines Treffens im August letzten Jahres, bei dem ihre Bedeutung in unserer Zeit untersucht und Erfahrungen über Lehren und Lernen in diesem Bereich ausgetauscht wurden. Das Treffen brachte Pädagogen, Mitarbeiter des Bereichs soziale Finanzen und Wirtschaft, junge Alumnis aus den Waldorfschulen und Forscher zusammen. Sie gingen der Frage nach, wie das Thema weiterentwickelt werden kann in Einklang mit den Einsichten von Rudolf Steiner. Die diesjährige Konferenz ist ein Resultat des Treffens.

Die Economic Literacy Initiative Group befasst sich schon seit mehreren Jahren mit dem Thema der ökonomischen Kompetenzen an Waldorfschulen. Im 21.Jahrhundert sei die Bedeutung der Wirtschaft enorm gestiegen, betont die Gruppe. Sie ist der Überzeugung, dass Freiheit, eines der Grundprinzipien der Waldorfpädagogik, mehr beinhalten sollte als nur die Freiheit der Meinungsäußerung. Ökonomische Freiheit sei genauso wichtig und deswegen sollten wirtschaftliche Prozesse auch Gegenstand des Unterrichts sein.

Im Grundlagenpapier des Projekts heißt es, eines der Ziele müsse es sein, die Sicht auf Wirtschaftsprozesse zu erweitern, die in der Waldorfschule auf Oberstufenniveau unterrichtet werden. In den Lehrplan der Waldorfschule sollten innovative Ansätze aufgenommen werden, die auf Rudolf Steiners sozial-ökonomischen Gedanken basieren und die das gegenwärtige wirtschaftliche Denken infrage stellen.

Ein weiteres Ziel ist es, Lehrer und Studierende in einen gemeinsamen Lernprozess einzubinden und Unterstützung für diejenigen zu bieten, die in der Waldorflehrerbildung Ökonomie unterrichten. So soll Einfluss auf den Unterricht in der Oberstufe genommen werden.

Im Treffen des letzten Jahres wurden mögliche Kursstrukturen und Inhalte besprochen, außerdem Methoden, die die Lehrer nutzen können. Auch neue Herausforderungen waren Gegenstand der Diskussion. Man war sich einig, zunächst einen Pool mit Materialien, Literatur und anderen Ressourcen für den Unterricht zu schaffen.

End/nna/hva/cva/ung

Link: www.cfæ.biz/elp/

Bericht-Nr.: 120607-03DE Datum: 7. Juni 2012

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