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25 Jahre Ekkharthof
Von Ursa Krattiger Lengwil/TG, den 9. Juni (NNA) - Der Ekkharthof in Lengwil/TG, Schweiz, besteht seit 1974 als anthroposophisch geführte Heil- und Bildungsstätte für seelenpflegebedürftige Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Zu seinem 25. Jubiläum lud er am 5.Juni ein zu einem “Tag der offenen Tür” und bot seinen Gästen mit Festakt und Führungen, Information und Verpflegung, Werkstattbesuchen und Blumenstand ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Programm. Beeindruckend, daß der Festakt am Morgen ganz mit Ressourcen des Hauses bestritten wurde. Musikalisch erfreute nicht nur ein temperamentvolles Folklore-Ensemble aus Lehrkräften, sondern zum Auftakt ein Trio aus Harfe, Flöte und Cello, bei dem ein junger behinderter Mann mit zwei Lehrerinnen musizierte. Zum Abschluss eine Musikdarbietung der Werkklasse mit 6 behinderten Jugendlichen und drei Lehrkräften. Schmunzeln machte das Gedicht eines Bewohners des Erwachsenenwohnheims; als Hausdichter begleitet er jeweils die Fasnacht mit seinen Reimen. Der Kinderarzt Dr. Bleiker aus St.Gallen gehört mit der Heimgründerin Marti Hofer (1915 - 1981) zum Urkern des Ekkarthofs: er ließ mit Episoden aus den Anfangßeiten die Geschichte des Ekkharthofs aufleben; der Schulleiter Jürg Bregenzer und der kaufmännische Leiter Rudolf Hafner beleuchteten die Gegenwart von Heim und Schule, Landwirtschaft und Werkstätten. Betont wurde vor allem die Reduktion des Schuldenberges aus der Zeit des Auf- und Ausbaus um 5 Millionen dank gezielter Maßnahmen und die Pflege der Kontakte zu Behörden und Öffentlichkeit.
Nach der Feier lockten Mittagstisch und Kaffeesstube, ein Rundgang durch die Gärtnerei und auf die weiterab gelegenen Felder, eine Besichtigung von Schreinerei oder Töpferei, von Einmachküche, Kerzenwerkstatt sowie Kräuter-, Tee- und Samenhandlung. Überall konnte auch eingekauft werden - ein Vergnügen, das sich erneut machen läßt am 14.August im Rahmen des Hoffestes und am 11.September beim großen Herbstfest auf dem Ekkarthof. Der Ekkharthof ist aus dem privaten Kinderheim “Haus Aspen” in Leimbach hervorgegangen. Heute unterrichtet und betreut der Hof 44 zum Teil mehrfach behinderte SchülerInnen in Kindergarten und Sonderschule. Im Kinderwohnheim leben die Kinder in vier Gruppen zusammen; das Erwachsenenwohnheim mit seinen drei Außenstellen (zwei im nahen Umfeld des Ekkharthofs, eine dritte in Kreuzlingen) betreut 93 Erwachsene. Die geschützten Werkstätten und die Gärtnerei bieten 119 Ausbildungs- und Arbeitsplätze in neun verschiedenen handwerklichen Tätigkeiten sowie im Hausdienst. Die Wohnheime werden als Ganzjahresinternat geführt; ihre Küche wird von der biologisch-dynamischen Landwirtschaft und Gärtnerei (Demeterqualität) beliefert. Neben Schulung und Betreuung fördert der Ekkharthof die individuelle Entfaltung der ihm Anvertrauten durch Heileurythmie und künstlerische Therapien wie Malen, Plastizieren und Musizieren, durch Theaterspiel und Sprachgestaltung und die gängigen Hilfen wie Physiotherapie oder Massage. Getragen wird der Ekkharthof von einem privaten, gemeinnützigen Verein. Die Heimleitung hat sich neu in den vier Sektionen Leben, Arbeiten, Lernen, Verwaltung/Hausdienste organisiert. Der Ekkharthof bringt es jährlich auf einen Umsatz von 15 Millionen Franken und vergibt im Thurgau Aufträge für weit über einer Million Franken. ENDS N990609-01DE Date: 9 June 1999 Copyright 1999 News Network Anthroposophy Limited. All rights reserved. See http://www.nna-news.org/copyright/ More NNA reports at: http://www.nna-news.org/ |
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