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Weleda AG zieht Bilanz: Zuwachs bei der Körperpflege Europas größter Naturheilmittel-Produzent setzt auf das Krebsmittel Iscador
Von Klaus B. Harms Stuttgart, den 28. Juni (NNA) - Europas größter Hersteller von natürlichen Körperpflegemitteln und Naturheilmitteln, die Weleda-Gruppe, zog am 24. Juni 1999 Bilanz für 1998 bei der Jahrespressekonferenz in Stuttgart. Der Kosmetik- und Arzneimittelproduzent ist 1998 mit Körperpflegeprodukten gewachsen und steigerte den Weltumsatz um 6,1 Prozent auf 170 Millionen Schweizer Franken (207,24 Millionen DM/103,62 Millionen Euro). Die Bilanz wird in Schweizer Franken abgerechnet, weil die Gruppe ihren Stammsitz in der Schweiz (Arlesheim) hat, mit Zweigniederlassungen in Schwäbisch Gmünd (Deutschland) und 17 Mehrheitsbeteiligungen in Europa, Nord- und Südamerika und Neuseeland. Mit sämtlichen Lizenznehmern und Vertretungen ist die Weleda mit insgesamt 1074 Mitarbeitern in 40 Ländern vertreten. Das Betriebsergebnis der Gesamt-Weleda betrug im abgelaufenen Jahr 9,2 Mio SFr und lag somit 16,5 Prozent hinter dem Vorjahr zurück. Diese rückläufige Entwicklung ist fast ausschließlich auf die Bautätigkeit im Schwäbisch Gmünd, wo man im Herbst 2000 eine neue Produktions- und Verwaltungßentrale einweiht, zurückzuführen. Der Umsatz der Weleda Deutschland, die rund 60 Prozent zum Geschäft und rund 75 Prozent zum Ergebnis der Gruppe beiträgt, steigerte sich 1998 um 6,5 Prozent auf 132 Millionen Mark. Von dieser Steigerung wurden 60 Prozent im Inland und 40 Prozent im Export realisiert. Der Inlandsumsatz betrug 110 Millionen Mark, davon entfielen 55 Prozent auf Körperpflegemittel und der Rest auf Arzneimittel, und davon die Hälfte auf das Antikrebsmittel Iscador (25 Millionen Mark Umsatz). Den stärksten Zuwachs in Deutschland verbuchten mit sieben Prozent die Körperpflegemittel. Arzneimittel zur Selbstmedikation stiegen um fünf Prozent, andere Arzneimittel dagegen wurden - wie schon im Vorjahr - weniger verkauft. Für 1999 rechnet die Weleda Deutschland im Inland mit einem eher bescheidenen Wachstum von ca. drei Prozent gegenüber 1998, wohingegen im Exportbereich die Umsätze deutlich über Plan liegen werden. Im Arzneimittelsektor ist besonders das Krebsmittel Iscador im Focus, was Wirksamkeitsnachweis und Patientennutzen angeht. Neue wissenschaftliche Studien belegen die Wirkung von Iscador auf eindrückliche Weise. Die “Philosophie” des Unternehmens zeigte sich bei dieser Bilanz einmal mehr: Nicht der auch in der Pharma-Industrie grassierende “Shareholder Value” sei Ausgangspunkt sämtlicher Aktivitäten, sondern der Dienst an der Gesundheit der Menschen. Nicht Gewinnstreben stehe im Mittelpunkt der Weleda, sondern die pharmazeutisch-wissenschaftliche Dienstleistung für die anthroposophische Medizin, der sich die ökonomische Arbeit unterzuordnen habe. Und noch ein Unterschied zur synthetischen Pharma-Industrie kennzeichnet den Naturheilmittelhersteller: Während die Großkonzerne den Bedarf an Medikamenten aus den eigenen, nur gewinn-orientierten Marketing-Strategien ableiteten, produziere die Weleda ihre Präparate überwiegend entsprechend den Anforderungen aus der ärztlichen Praxis, also gemessen am tatsächlichen Bedarf der Menschen. ENDS N990628-01DE Date: 28 June 1999 Copyright 1999 News Network Anthroposophy Limited. All rights reserved. See http://www.nna-news.org/copyright/ More NNA reports at: http://www.nna-news.org/ |
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