. . . Nachrichten für eine andere Welt Suche Nachrichtenarchiv
   

NNA
ist eine internationale Nachrichtenagentur, die Nachrichten und Ereignisse verbreitet und kommentiert aus einer Perspektive des Geistes und die sich um ein spirituelles Verständnis bemüht, das mit der Entwicklung neuer Paradigmen auf allen Lebensgebieten verbunden ist – sei es im Aktuellen, in Politik und Gesellschaft, in der Zivilgesellschaft, in Ökologie, Erziehung, Wirtschaft, Landwirtschaft, Kunst und Wissenschaft.


English site

   




Thu, 19 Aug 1999

Basler Siedlung im Miet-Eigentum eingeweiht / Co-ownership housing opened in Basel

Basel, den 19. August (NNA) - Am letzten Samstag ist in der Gemeinde Duggingen in Basel, Schweiz, die Siedlung Lolibach mit einem Fest eingeweiht worden. Dieses eigenwillige Wohnprojekt in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Æsch und neben der Rudolf Steiner Schule Birseck ist nun nach vier Bauetappen seit 1995 vollständig fertig gebaut und bezogen. Es umfasst vier Häuser mit 43 Wohnungen, die 90% der Fläche belegen. Dazu kommen Büros, einige Wohn-Ateliers und ein grosser, zweistöckiger Gemeinschaftsraum.

Zum Besonderen am Lolibach gehört das Konzept des Mieteigentums, das die Bauherrin - die 1990 gegründete Stiftung Edith Maryon zur Förderung sozialer Wohn- und Arbeitsstätten - ihren MieterInnen anbietet: diese können sich an der Finanzierung beteiligen mit einem Darlehen, dessen Verzinsung der Miete gutgeschrieben wird.

Die MieterInnen haben einen erweiterten Kündigungsschutz sowie eigentumsähnliche Rechte bei Gestaltung und Ausbau ihrer Wohnungen. Bloss darf der Wohnwert dabei nicht vermindert werden. Auch Kauf, Verkauf oder Weitervermieten sind untersagt, und der Boden bleibt im Besitz der Stiftung. Damit sollen Bauland und Bauten der Spekulation entzogen werden.

Ihren Namen hat die Stiftung von der englischen Bildhauerin Edith Maryon, die intensiv am ersten Goetheanum mitgearbeitet hat und in ihrem Denken eine Pionierin des sozialen Wohnungsbaus war.

Die Siedlung ist angelegt auf soziale Durchmischung und nachbarliches Zusammenwirken; sie verwaltet sich selbst und kommt ohne Abwart aus. Die Siedlung wurde gestaltet vom Architekturbüro Billing Peters Ruff und Partner aus Stuttgart und vom Architekturbüro Planwerk 3 aus Dornach.

Alle Bauten wurden möglichst nach ökologischen Grundsätzen erstellt. Heizung und Warmwasseraufbereitung laufen über eine Energiezentrale, die gemeinsam mit der benachbarten Rudolf Steiner Schule genutzt wird. Die Siedlung Lolibach ist, um es modern zu sagen, in höchstem Masse sozial- und umweltverträglich.

ENDS

Die Stiftung Edith Maryon ist angesiedelt in Arlesheim (Bodenweg 1, Postfach, 4144 Arlesheim, 061/701 98 88).

N990819-02DE Date: 19 August 1999

Copyright 1999 News Network Anthroposophy Limited. All rights reserved. See http://www.nna-news.org/copyright/

More NNA reports at: http://www.nna-news.org/

Schweizerischer Ingenieur und Architekten Preis ans Unternehmen Mitte

/ Swiss engineering and architectural prize to Unternehmen Mitte

Basel, 19 August (NNA) - Als eine von drei Preisträgerinnen hat das Unternehmen Mitte in der ehemaligen Basler Volksbank am Dienstag den SIA-Preis 99 des Schweizerischen Ingenieur- und Architekten-Vereins für nachhaltiges Planen und Bauen in der Kategorie Konzepte erhalten.

In der bereits verwandelten Schalterhalle der früheren Basler Volksbank nahm Alicia Soiron vom Förderverein den SIA-Preis entgegen: “Wir sind daran, eine alte Bank mit einer neuen Währung zu versehen”. Diese neue Währung hatte die SIA-Jury überzeugt, denn der Preis anerkennt nicht nur einzelne gestalterische oder ökologische Aspekte, sondern ebenso die ungewöhnliche soziale Komponente dieses Projekts.

“Work in progress” heisst das bei Daniel Hänni vom Unternehmen Mitte und bezieht sich auf die Gleichzeitigkeit von Planen, Ausführen und Nutzen in Absprache mit allen Beteiligten. So ein Vorgehen gelinge nur, wenn “Gleichgewichtskünstler” in der Mitte ein Klima des “bewussten Vertrauens” zu schaffen wüssten.

John Ermel verdankte den Preis im Namen der Edith Maryon-Stiftung, die den repräsentativen Gebäudekomplex aus dem Jahre 1992 in der Basler Innenstadt der Spekulation entzogen hat und ihn einer multikulterellen Nutzung zur Verfügung stellt.

Die 1990 gegründete Stiftung für soziale Wohn- und Arbeitsstätten propagiert das Miet-Eigentum und räumt Mietern eigentumsähnliche Nutzungs-rechte ein, während Boden und Gebäude unveräusserlich im Besitz der Stiftung bleiben. Die Stiftung heisst nach der englischen Bild-hauerin Edith Maryon, die massgeblich am ersten Goetheanum beteiligt und eine Pionierin des sozialen Wohnungsbaus war.

Als erstes wurde im Frühling 99 an der Gerbergasse 30 die zweifache Espresso-Bar FUMARE/NON FUMARE eröffnet. Fertig sind laut Barbara Buser vom Baubüro Mitte GmbH auch die Gästezimmer und die Cafeteria im 4.Stock. Ende August zieht die Freie Gemeinschaftsbank BCL - bisher in Dornach - in den 2.Stock, während im 3.Stock das Basler Literaturhaus der CMS entsteht.

ENDS

N990819-01DE Date: 19 August 1999

Copyright 1999 News Network Anthroposophy Limited. All rights reserved. See http://www.nna-news.org/copyright/

More NNA reports at: http://www.nna-news.org/

 

 


Nachrichtenarchiv

Neueste Berichte