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Thu, 07 Oct 1999

Freie Gemeinschaftsbank BCL in der Basler "Mitte" / Day of the open door at BCL bank

Von Ursa Krattiger

Basel, den 7. Oktober (NNA) - Auf den Samstag, 9.Oktober, lädt die Freie Gemeinschaftsbank von 11 bis 17 Uhr ein zu einem Tag der offenen Tür an ihrem neuen Domizil im “Unternehmen Mitte” an der Gerbergasse 30. Seit Ende August arbeitet die anthroposophisch orientierte Bank, die vor 15 Jahren in Dornach, Schweiz, entstanden ist, im Basler Stadtzentrum. Höhepunkte am Besuchstag sind - neben dem Einblick in die baubiologisch und äesthetisch tadellos renovierten Räume - die beiden Auftritte von Trommlerin Edith Habraken auf dem Marimba (12 und 13 Uhr) sowie von Sibylle und Michæl Birkenmeier mit ihrem literarisch-musikalischen Kabarett (um 14 und 15 Uhr).

Die Freie Gemeinschaftsbank ist mit ihren 10 MitarbeiterInnen und einer Bilanzsumme von 120 Mio.Franken sowie 51 Mio. Franken verwalteten Treuhandgeldern eine kleine Bank. Sie setzt aber auf ihre “Hefewirkung” im herkömmlichen Geldwesen. Denn gemäss ihrem Slogan “wir geben mehr als Zins” arbeitet sie nach anderen als den üblichen Spielregeln, wie Geschäftsführer Paolo Wegmüller am Mittwoch an einer Medienorientierung darlegte: die BCL ist nicht gewinnorientiert, sie richtet sich bei der Kreditvergabe am Gemeinwohl aus und sorgt für völlige Transparenz bei der Mittelvergabe.

Sie ist zudem eine Frauenbank, insofern als die grosse Mehrheit ihrer Genossenschafter, Einleger und Kreditnehmer Frauen sind. Das andere Verhältnis vieler Frauen zu Geld und Macht schlage sich im Geschäftsgebaren der BCL nieder und umgekehrt: die Ausrichtung der Kreditvergabe auf sozial- und umweltverträgliche Projekte gefalle vor allem Frauen, die von ihrem Geld nicht nur Zins, sondern auch einen ideellen Mehrwert wie z.B. Nachhaltigkeit wollten, während sich viele Männer mit der Orientierung am materiellen “Haben” zufriedengäben.

Konkret heisst das, so Christof Hatebur von der Geschäftsleitung, dass rund 60% der Kredite etwa zu gleichen Teilen an drei Hauptbereiche gehen: an die Rudolf Steiner Schulen und Kindergärten, an heilpädagogische Institutionen sowie an die biologisch ausgerichtete Landwirtschaft.

Auf Seiten der Kundschaft wurde die BCL an der Medienorientierung als Betrieb gelobt, der mit allen Gesprächs- und Geschäftspartnern Vertrauensbeziehungen aufbaut und pflegt. Susanne Kueffer Heer vom Demeter-Verband würdigte die problemlose Abwicklung der Zahlungsgeschäfte und mehr noch die Gesprächskultur der BCL: ohne diese Bank gäbe es weniger Bio-Bauernhöfe und weniger Bio-Verarbeitungsbetriebe und überhaupt weniger Unternehmen im alternativen Bereich. Das Zentrum für angewandte Ökologie Schattweid engagiert sich für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Lebensmittel Wasser; Thomas Rohrer berich-tete, wie der BCL-Virus (BankviewChangingLongterm) seine Wahrnehmung des Geldwesens verändert habe: früher habe er bei Banken vor allem den Dagobert Duck-Virus erlebt - “verschwiegen und vermehrend” -, während er nun mit einer Bank arbeiten könne, die qualitätsbewusst sei (Qualität vor Wachstum), sportlich auftrete im Ringen um Lösungen in der Dreiecksbeziehung Geld - Mensch - Umwelt und offen sei für neue Ideen, neue Anliegen, neue Projekte. Offen auch für die Idee eines Förderkontos, mit dem ein/e KontoinhaberIn den Gewinn hälftig aufteilen kann auf sich selber und eine Institution, die er oder sie fördern will. Dies ein neuer Ansatz, mit dem im Laboratorium BCL in nächster Zeit experimentiert wird.

Ideell verbunden ist die BCL mit der holländischen Triodos Bank (mit Filialen in Belgien und Grossbritannien) und der deutschen Gemeinschaftsbank in Bochum.

ENDS

N991007-02DE Date: 7 October 1999

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L'Aubier wurde 20: Säen Mit Clown Dimitri / 20th anniversary of L'Aubier: sowing a new seed with Dimitri the clown

Montézillon, den 7. Oktober (NNA) - Im neuenburgischen Montézillon, Schweiz, feierte L'Aubier - der biologisch-dynamische Hof mit Laden, Restaurant und Hotel - am 2.Oktober seinen 20.Geburtstag. Der Tag der offenen Tür war ein grosses Freiluft-Fest mit Frühstück auf dem Bauernhof, Markt, Ausstellung und Musik. Am Nachmittag säte Clown Dimitri mit allen Gästen ein Weizenfeld an - zur Erinnerung an jenes erste Weizenfeld, das im Herbst 1979 gesät worden ist. 20 Jahre L'Aubier: die Saat ist aufgegangen. Und wie!

Das gemeinsame Säen dieses Jubiläumsweizens - im ausgehenden Jahrtausend in die Erde gebracht, im nächsten Jahrtausend zu ernten - hat für die Hofgemeinschaft einen bedeutenden symbolischen Wert. Denn diese Aussaat setzt ein Zeichen für die gemeinsame Zukunft von Mensch und Erde.

Das Saatgut, das ausgesät wurde, ist speziell für die moderne ökologische Landwirtschaft gezüchtet und auf dem biologisch-dynamischen Hof L'Aubier vermehrt worden. Es ist eine konkrete und positive Alternative zum genmanipulierten Saatgut der Terminator-Technik, wo die Pflanzen schon bei der Ernte steril sind und nie mehr keimen können. Die ökologischen und sozialen Probleme, die durch diese Technologie entstehen, liegen auf der Hand - und L'Aubier wählt ganz bewusst einen anderen Weg.

Wer mitsäte, bekam ein Zertifikat, das an die gemeinsame Tat erinnert, und wird mit der Haußeitschrift “Nouvelles de l'Aubier” über das Wachstum des Weizens und sein Gedeihen informiert.

ENDS

Auskünfte erteilt: L'Aubier Fon 032/730 30 10, Fax 032 730 30 16 E-mail: contact@aubier.ch; Homepage: http://www.aubier.ch

In Aubier können Sie auch Bildmaterial anfordern.

N991007-01DE Date: 7 October 1999

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Pädagogische Arbeitswoche an der Hibernia Schule / Education conference at Hibernia school

Frankfurt, den 7. October (NNA) - Die Zeitschrift “Info3” berichtet:

Nach Auskunft der Hibernia-Schule in Herne, Deutschland, war auch in diesem Jahr die pädagogische Arbeitswoche Anfang Juli ein voller Erfolg.

Seit nunmehr dreiundzwanzig Jahren beginnen die nordrhein-westfälischen Sommerferien für etliche Menschen mit einer Tagung. Einige Teilnehmer lassen sich mit Zelt oder Wohnwagen auf der Sportplatzwiese der Hiberniaschule nieder; die kleineren Kinder können während des Tages in eine speziell betreute Kindergruppe gehen oder an besonderen Kinderkursen teilnehmen.

Die pädagogische Arbeitswoche wartet jeweils mit einem reichhaltigen Angebot an Seminaren und Kursen (tagsüber), Vorträgen und Schauspielen (abends) auf.

Typisch im Laufe der vergangenen Jahre war auch immer wieder der Blick nach außen: Soziale Projekte konnten sich vorstellen, Ausstellungen aus verschiedenen Bereichen wurden gezeigt.

Das Café Pfiff beispielsweise, das seit drei Jahren für das leibliche Wohl der Tagungsteilnehmer sorgt, entstand aus einer Initiative eines Lehrers, eines Gastronomiefachmannes und einer siebten Klasse. Das Projekt, bei dem die Schüler durch direkten Praxisbezug verantwortliches Wirtschaften lernen sollen, wurde zur Dauereinrichtung; zunehmend selbstorganisiert wird geplant, eingekauft, serviert und abgerechnet. Was am Ende übrig bleibt, wird unter den jungen Unternehmern verteilt.

Die nächste Pädagogische Arbeitswoche kommt bestimmt. Sie beginnt am 28. Juni 2000. Informationen dazu: Hiberniaschule, Holsterhauser Str. 70, 44652 Herne, Tel: 02325/919-206.

ENDS

N991007-03DE Date: 7 October 1999

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