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Sat, 18 Feb 2006

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NNA-N A C H R I C H T E N

Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft (Weihnachtstagung) wieder Handlungsfähig

Von Christian von Arnim

Solothurn/Dornach, 31. Mai (NNA) - Im Streit um die Rechtmäßigkeit der Existenz der im Januar im schweizer Handelsregister neu eingetragenen Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft (Weihnachtstagung), hat die Gesellschaft ihre Handlungsfähigkeit wiedererlangt.

Nachdem der Vorstand der Gesellschaft , kurz Weihnachtstagungsgesellschaft (WTG) genannte, gegen zwei einstweilige Verfügungen des Richteramtes Dorneck-Thierstein, die es der WTG untersagten bis zum Abschluss des Hauptverfahrens Rechtsgeschäfte abzuschließen, Rekurs eingelegt hatte, hat nun die Zivilkammer des Obergerichts Solothurn in zwei Urteilen vom 22. Mai die einstweiligen Verfügungen wieder aufgehoben.

Die Aufhebung der angefochtenen Verfügungen erfolgte, “weil deren Voraussetzungen nach der solothurnischen Zivilprozessordnung nicht erfüllt waren”, teilte das Gericht in einer Medienmitteilung mit.

Die einstweiligen Verfügungen, die der WTG für die Dauer des Hauptverfahrens im Konstitutionsstreit um die Anthroposophische Gesellschaft jede Tätigkeit wie die Durchführung von Mitgliederversammlungen, Beschlussfassung über Fusionen und Erweiterungen des Vereins untersagten, verhinderten die Fusion der Weihnachtstagungsgesellschaft und der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft (AAG), die am Goetheanum in Dornach zu Ostern 2003 hätte stattfinden sollen.

Im Hauptverfahren geht es darum, ob die Gesellschaft, die bei der Weihnachtstagung 1923 begründet wurde im gesellschaftsrechtlichen Sinne besteht.

Der Entscheid des Obergerichts wurde vom Vorstand der Anthroposophischen Gesellschaft begrüßt. Ob, wann und in wiefern jedoch die WTG von ihrer neu zurück gewonnen Handlungsfreiheit gebrauch macht steht noch offen: “Wir wollen darüber erst im Vorstand beraten”, äußerte sich Paul Mackay stellvertretend für den Vorstand.

Wann in der Hauptverhandlung ein Entscheid gefällt wird ist noch nicht bekannt, ein Ergebnis wird aber möglicherweise im Herbst erwartet.

Nach dem Urteil der Zivilkammer gibt es keine Rechtsgrundlage für die beiden einstweiligen Verfügungen - weder mit Bezug auf eine Feststellungsklage, die WTG bestehe nicht als Verein, noch auf eine Anfechtungsklage von Vereinsbeschlüssen. Dass die WTG nicht als Verein bestehe, könne nicht Gegenstand einer einstweiligen Verfügung nach § 255 lit. d ZPO sein, erklärten die Oberrichter.

Falls die Kläger aber doch nicht eine Feststellungsklage, sondern eine Anfechtungsklage einreichen wollten, sei die erste Voraussetzung dafür die Mitgliedschaft im beklagten Verein. “Mitglieder der Beklagten sind die Kläger nach dem von Ihnen vertretenen Standpunkt aber gerade nicht”, so die Urteilsbegründung. Deshalb sei auch eine Anfechtungsklage wegen fehlender Sachlegitimation abzuweisen.

ENDE

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Bericht-Nr.: N020531-01DE Datum: 31. Mai 2003

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NNA-N A C H R I C H T E N

Neue Medizin-Stipendien in Italien gestiftet - Studenten und Krankenschwestern können anthroposophische Heilkunst vor Ort lernen

Mailand/Rocegno, 25.Mai (NNA) Medizinstudenten und Krankenschwestern, die ihre Kenntnisse in anthoposophischer Heilkunst vervollkommnen wollen, können in Italien jetzt auf zwei neue Stipendien zurückgreifen.

Die Gruppe Anthoposophische Medizin in Italien hat das Vittoria-Sorge-Stipendium in Höhre von 2.000 Euro im Jahr gestiftet. Das Stipendium steht auch ausländischen Studenten mit guten Italienischkenntnissen zur Verfügung, die bereit sind, mindestens drei Jahre lang in Italien zu lernen und zu arbeiten.

Voraussetzung ist außerdem die Teilnahme an einem Studienprogramm der anthroposophischen Medizin oder der Heilpädagogik, das von der Medizinischen Sektion des Goetheanums oder der Gruppe Anthroposophische Medizin in Italien anerkannt ist. Bewerben können sich eingeschriebene Studenten der Medizin, der Psychologie oder Pädagogik, die weniger als 30 Jahre alt sind sowohl vor als auch nach dem Examen.

Das zweite Stipendium ist von Clara Romano geschaffen worden, die bis zu ihrem Tod im März diesen Jahres Herausgeberin von Kairos war, einer der beiden anthroposophischen Zeitungen in Italien.

Wenige Tage vor ihrem Tod beschloss sie, ein Stipendium für Krankenschwestern ins Leben zu rufen, die ihre Kenntnisse in vorbeugender Medizin auf der Grundlage der anthroposophischen Heilkunst erweitern wollen. Das Stipendium ermöglicht ein Praktikum und die Teilnahme an Ausbildungsveranstaltungen in der Casa die Salute Raphæl in Roncegno (Tessin), einem Sanatorium, das anthoposophische Heilbehandlungen und Levico-Wasser-Kuren anbietet.

ENDE

Bewerbungen für das Vittoria-Sorge-Stipendium sind bis zum 31.Mai 2003 zu richten an: Gruppo Medico Antroposofico, Via privata Vasto 4, 20121 Mailand, Italien. Lebenslauf, Studienbescheinigung, Empfehlungsbrief eines Mitglieds der anthroposophischen Gesellschaft, Beschreibung des gewählten Kurses oder Programms und künftiger Arbeitsvorhaben sind beizufügen.

Krankenschwestern oder Schwesternschülerinnen müssen sich bewerben bei Casa di Salute Raphæl , Dr.  Bertozzi, Palace Hotel 38050 Rocegno, TN, Italien. Nähere Auskünfte erteilen Dr.  Bertozzi oder Giacomo Rojas unter Tel. +39 347 5809436 oder unter Email giacomo.rojaselgueta@yale.edu

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Bericht-Nr.: N030525-01DE Datum: 25.Mai 2003

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NNA-N A C H R I C H T E N

“elternlobby schweiz” geht auf die Strasse

Dornach, 29. Mai (NNA) - Im fortlaufenden Streit in der Schweiz um die öffentliche Finanzierung von nichtstaatlichen Schulen geht am nächsten Mittwoch, 4. Juni, im ganzen Land Eltern, mündige SchülerInnen und Lehrkräfte öffentlicher Schulen in privater Trägerschaft auf die Strasse und sammeln Unterschriften für die Petition der elternlobby.ch “für eine echte freie Schulwahl”.

Damit soll politisch Druck ausgeübt werden, damit “vom Staat eine angemessene finanzielle Beteiligung am Betrieb nichtstaatlicher Schulen, die den Anforderungen der kantonalen Schulgesetze entsprechen”, zugestanden wird, so die Medienstelle Anthroposophie Schweiz.

Der Samstag, 20. September, ist als zweiter nationaler Sammeltag vorgesehen, und in der Wintersession 03 wird der Bundesversammlung in Bern die Petition übergeben.

ENDE

Petitionsbogen und Flyer zum nationalen Sammeltag erhalten Sie via Website www.elternlobby.ch oder per Fon 061/711 96 84.

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Bericht-Nr.: N030529-01DE Datum: 29. Mai 2003

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NNA-K U L T U R

Grosser Zulauf bei Symposion zur Sozialen Plastik in Achberg Werk von Beys noch lange nicht ausgeschöpft - Neuer Jugendimpuls ?

Von Rainer Rappmann

Achberg, 19. Mai (NNA) - Mehr als 300 Menschen aus vielen Ländern besuchten Anfang Mai das fünfte Beuys-Symposion mit dem Titel “Pädagogik-Therapie-Heilung” in der Gemeinde Achberg im Dreiländereck am östlichen Bodensee. Einem jungen Verein zur Förderung des Erweiterten Kunstbegriffs und der Sozialen Plastik war es gelungen, das fünfte deutschsprachige Beuys-Symposion nach Tagungsorten wie Budapest oder Kassel ins westliche Allgäu zu holen. Joseph Beuys (1921-1986) wird von der Kunstgeschichte als der bedeutendste deutsche Künstler in der zweiten Hälfte des 20.Jahrhunderts angesehen. Dass er in den 70er und 80er Jahren regelmässig an den Tagungen der Achberger Gruppe teilgenommen hat - einer Initiative, die einen dritten Weg jenseits von Kapitalismus und Kommunismus beschreiten wollte - ist weniger bekannt. So konnte die Tagung die geistigen Impulse aufnehmen, die Beuys in Achberg empfangen und weitergeben hat. Nicht zuletzt durch die gründliche Vorbereitung - eineinhalb Jahre hatten die Veranstalter an dem Vorhaben gearbeitet - wurde die Tagung zu einem beachtlichen Erfolg. Einzelveranstaltungen wie die des Kinder- und Jugendtherapeuten Henning Köhler wiesen sogar zwischen 450 und 500 Besucher auf. Das Symposion wurde von der Gemeinde Achberg, dem Kulturamt des Landkreises Ravensburg und regionalen Initiativen wie der Humboldt-Haus GbR sowie der Petra-Kelly-Stiftung (Bayrisches Bildungswerk für Demokratie und Ökologie) unterstützt.

  1. 0 Dozenten boten ein hochkarätiges Seminarprogramm. Die Veranstaltungen zeigten anschaulich, dass die Lebens- und Arbeitsleistung von Joseph Beuys noch lange nicht ausgeschöpft ist. Vor allem die Pädagogen erhielten wichtige Hinweise für ihre tägliche und zukunftsentscheidende Arbeit. Der Bogen wurde geschlagen von den Gralssuchern des Mittelalters (Karlheinz Tritschler, Weimar) bis hin zu einer zukünftigen Aufgabe einer Sozialen Plastik (Johannes Stüttgen, Düsseldorf), in der alle Menschen ihren Platz haben und ihren selbstverantwortlichen Beitrag zur Gemeinschaft leisten können. Wertvolle Anregungen gaben auch die Leiter von Freien Schulen, die aus dem Beuys-Impuls gegründet worden sind, wie etwas Vera Kamaryt von der “Berliner Schule für Bühnenkunst”, Karin Genoux von der “Freien Kunstschule Hamburg (FIU)” oder Gisela und Stephan Stüttgen von der “Kleinen Welt” in Düsseldorf.

Mutmachend waren aber auch die vielen kleinen Ansätze, den Erweiterten Kunstbegriff in eine Handlungspraxis des Alltags einfließen zu lassen. So sammelt der Stuttgarter Landschaftsingenieurs Johannes Steiner die Eicheln der ökologischen Beuys-Aktion in Kassel “7000 Eichen” ein, um das “Projekt Eichenfeld - Erste nachwachsende Generation” zu starten und Baumpaten für die Setzlinge zu suchen.

Durchgehend wurde am Erdofen von Marion Ohno (Nürtigen) gekocht. Eine Gruppe arbeitete unter Anleitung von Fachleuten, um einen Weg im Argenthal durch eine naturnahe Weg- und Hangbefestigung wieder gangbar zu machen. So wurde nicht nur diskutiert und referiert, sondern das Symposion entwickelte sich zunehmend zu einem Festival mit vielen verschiedenen Events. Mit dem Symposion in Achberg setzte sich eine Entwicklung bei den Beuys-Tagungen fort, die man unter dem Motto “von der (Kunst) Theorie in die Praxis des alltäglichen Handelns” charakterisieren könnte. Nicht zuletzt dieser Wandel trug dazu bei, daß über die Hälfte der Teilnehmer jüngere Menschen waren. So konnte man in Achberg erleben, wie sich ein neuer Jugendimpuls artikuliert, der Entsprechungen aufweist zur Jugendbewegung des frühen 20.Jahrhunderts wie dem Wandervogel. Beuys mit seinem intuitiven, vorausschauenden auf den (Kunst)begriff gebrachten Lebenswerk kann gerade der jungen Generation in einer immer unübersichtlicher und willkürlicher werdenden Zeit Orientierungshilfe und Wegweiser sein.

ENDE

Rainer Rappmann ist Veranstalter des fünften Beuys-Symposions

Info über: Claudia Müller & Rainer Rappmann, Wangen/Allgäu, Internet: www.fiu-verlag.com

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Bericht-Nr.: N030519-01DE Datum: 19. Mai 2003

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NNA-N A C H R U F

Clara Romano: Journalistin und Gründerin des italienischen anthroposophischen Journals Kairos

Die italienische Journalistin und Gründerin des anthroposophischen Journals “Kairos”, Clara Romano, starb am 15. März 2003 in Rom. Ihr Sohn, Giacomo Rojas, blickt zurück auf ihr Leben.

Rom, 30. April (NNA) - Am 15. März starb Clara Romano im Alter von 51 Jahren in Rom. Ihre letzten Wochen verbrachte sie in einer Klinik. Sie begegnete ihrer Krankheit mit Mut und Heiterkeit, und strahlte bis zuletzt ihre leidenschaftliche Begeisterung für die Entwicklung des Menschen aus.

Clara, Tochter des Senators Angelos Romanò, wurde am 5. Februar 1952 in Rom geboren. Nach dem Studium der Philosophie an der Universität La Sapienza in Rom, und dem Studium des Journalismus an der Universität La Cattolica in Mailand, begann sie im Oktober 1980 ihre Karriere als Journalistin bei der italienischen Hauptnachrichtenagentur Ansa.

Dort blieb sie elf Jahre lang, stieg unermüdlich auf der Karriereleiter aufwärts zur leitenden Redakteurin. Als Korrespondentin berichtete sie hauptsächlich aus dem Balkan.

Im Jahre 1991 ging sie zu GR1 (Radio Rai), und war dort verantwortlich für die Radionachrichten. Während dieser Zeit konzentrierte sie sich auf die Auslandspolitik und nutzte auch ihre eigenen speziellen Programme um anthroposophische Themen zu besprechen.

Im Jahre 1997 gründete sie das anthroposophische Journal “Kairos” (veröffentlicht vom “Source Kulturverband”), wo sie auch Direktor war.

Kairos beschreibt sich selbst als ein Journal für Menschen die im wirtschaftlichen Umfeld arbeiten, die sich für den wahren Kern des Kontaktes mit dem Anderen, und für die Spiritualisierung der Kultur interessieren. Kairos gibt es nun in der 37. Ausgabe, und Clara hat für die letzten zwei Ausgaben noch immer Anweisungen gegeben. Die eine wird eine Doppelausgabe sein, die andere wird sich auf das Thema der Stern-Kinder konzentrieren. Die Stern-Kinder standen zuletzt im Mittelpunkt ihres Interesses und ihrer Forschung. Clara war auch der italienische Übersetzer der katalanischen Schriftstellerin Merce Rodoreda, die als eine der bedeutendsten katalanischen Autorinen des letzten Jahrhunderts angesehen wird.

Wie Clara in der Einführung einer ihrer Arbeiten schreibt, erlebte sie das Übersetzen wie eine “Begegnung der Liebe” zwischen dem Schriftsteller und dem Übersetzer. Durch die Übersetzung gelang es ihr die Schlüsselgefühle der Frauen der Gegenwart in Wörter und rhythmische Formen zu bringen: Das Verlangen nach Autonomie, gemischt mit der Panik des Alleinseins, materielle Autarkie verbunden mit dem dringenden Bedürfnis nach dem Anderen, Sinn für Soziales und die Musik der inneren Stille.

Clara verwirklichte ihre “Begegnung der Liebe” in allen Tätigkeiten ihres Lebens. Sie half bedürftigen Menschen mit Großzügigkeit, Unterstützung und Charakterstärke.

ENDE

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Bericht-Nr.: N030430-03DE Datum: 30.April 2003

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NNA-K U L T U R Gelungenes Megaprojekt: eurythmische Inßenierung von Beethovens Vll. Sinfonie

Ein außergewöhnliches, bühnenübergreifendes Projekt ist im Werden. Am kommenden Samstag findet am Goetheanum in Dornach, Schweiz, die zweite von vier Aufführungen eines Megaprojektes statt: die eurythmische Inßenierung der Vll. Sinfonie von Ludwig van Beethoven. Kenneth Fraser war bei der Premiere der ersten zwei Sätze dabei.

Dornach, 16. Mai (NNA) - Die eurythmische Inßenierung der Vll. Sinfonie von Ludwig van Beethoven ist ein bühnenübergreifendes Projekt des Else Klink-Ensembles Stuttgart und des Eurythmie-Ensembles der Goetheanum-Bühne Dornach mit dem Basler Festival-Orchester .

Das Anliegen der Bühnenleiter ist es “durch große sinfonische Werke wieder einen Impuls in das Kulturleben zu bringen”. Während der Planungsphase des Projektes war immer wieder zu hören, dass der Impuls, die Vll. Sinfonie von Ludwig van Beethoven als gemeinsames Werk auf die Bühne zu bringen, eine Schuhnummer zu groß sei. Es ist natürlich sehr schwer ein Projekt dieser Größe zu finanzieren.

So trafen beide Bühnengruppen auch die Entscheidung das Projekt anzugehen bevor die nötige Finanzierung gesichert war. Die Bühnenleiter waren der Ansicht, das Projekt sei “die einzig mögliche Antwort auf die heutige Zeit- und Weltlage, auf Krieg und Krise - nämlich, Eurythmie noch einmal so groß wie möglich auf die Bühne und in die Welt zu bringen”.

Nach der Premiere am Goetheanum in Dornach kann man der Ansicht der Bühnenleiter Carina Schmid (Dornach) und Benedikt Zweifel (Stuttgart) voll zustimmen. Die ersten zwei Sätze wurden am Goetheanum am 17. und 24. April 2003 uraufgeführt und fanden großes Echo beim Publikum. Die großangelegten raumergreifenden Choreographien begeisterten die Zuschauer. Es war deutlich, dass die Bühnengruppen sich gegenseitig durch ihre Zusammenarbeit in den Bewegungsqualitäten gesteigert hatten.

Der Dirigent des Basler Festival-Orchesters, Thomas Herzog, beschreibt die Arbeit an der Symphonie als “eine nicht alltägliche und äußerst spannende Aufgabe”. Während für gewöhnlich ein Orchesterkonzert in wenigen Tagen einstudiert werden müsse und die nähere Auseinandersetzung mit der Partitur sich auf die Vorbereitungßeit im stillen Kämmerchen beschränke, “bot sich bei dieser Produktion die einmalige Gelegenheit, über den Zeitraum mehrerer Monate das Entstehen eines symphonischen Werkes Satz für Satz greifbar mitzuerleben und mitzugestalten”.

Der 1. Satz wird vom Else Klink-Ensemble und vier männlichen Mitgliedern der Goetheanum-Bühne gestaltet, der 2. und 3. Satz von der Goetheanum-Bühne. Den 4. Satz werden beide Ensembles gemeinsam gestalten.

In einer Zeit in der die Eurythmie vor vielen Fragen über ihre zukünftige Entwicklung steht, könnte dieses Projekt vielen Menschen ermöglichen, die Bühnen-Eurythmie als eine hochprofessionelle zeitgenössische Kunst zu erleben. Die Premiere war imponierend.

ENDE

Aufführungen:

  • 7.05.2003, 20.15 Uhr, Goetheanum, Dornach, Schweiz (1. und 2. Satz),
  • 4.07.2003, 20.15 Uhr, Goetheanum, Dornach, Schweiz (1., 2. und 3. Satz),
  • 3.08.2003, 20.15 Uhr, Goetheanum, Dornach, Schweiz (komplette Sinfonie)
  • Kartenverkauf / Reservierungen: http://www.goetheanum.ch/event/index.html

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    Bericht-Nr.: N030516-01DE Datum: 16. Mai 2003

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    NNA-N A C H R I C H T E N

    Globaler Bienenhandel gefährdet Existenz von Hummeln und Bienen in Europa

    Von Christian von Arnim

    Rosenfeld, 4. April (NNA) - Ein Käfer aus Südafrika gefährdet die Existenz von Bienen und Hummeln in Europa. In einer Kampagne will nun die deutsche Vereinigung für wesensgemäße Bienenhaltung Mellifera e.V. einen Einfuhrstopp für Bienenimporte erwirken.

    Die von Mellifera in die Wege geleitete Bienenstockkäfer Kampagne, die auch von anderen Fachgruppen wie die Bundesfachgruppe der Demeterimker und dem Deutschen Imkerbund unterstützt wird, soll vermeiden helfen, dass durch den globalen Handel mit Bienen die “schlimmste aller Bienenkrankheiten” nach Europa kommt.

    Die Kampagne ruft unter anderem dazu auf in einer E-mail-Aktion an die Bundesminister Renate Künast und Jürgen Trittin und den EU-Landwirtschaftskommissar Franz Fischler den sofortigen Einfuhrstopp für Bienen und Bienenköniginnen zu verlangen. Auch wird die Bereitstellung von “nennenswerten Mitteln für die Entwicklung von geeigneten Behandlungskonzepten und zur Information der Betroffenen” gefordert.

    Obwohl der Bienenstockkäfer in seiner Heimat in Südafrika mit den dortigen Bienen im Gleichgewicht lebt, haben nach Angaben der Kampagne die europäischen Bienen keine Möglichkeit sich gegen den Käfer zu schützen, weil sie ihn nicht kennen. Er dringt durch das Flugloch in die Stöcke ein und legt viele Hundert Eier. Die schlüpfenden Larven zerfressen Brut und Honigstöcke. Schwache Völker können in wenigen Wochen zusammenbrechen, so die Kampagne.

    1. 996 erschien der Käfer zum ersten mal Florida, von wo er sich in Nordamerika ausbreitete, und neuerdings ist er auch in Australien und Ägypten aufgetreten. Großbritannien hat als erstes Land in der EU schon seit 1997 die Einfuhr von Bienenköniginnen und Bienen aus Ländern außerhalb der EU unter äußerst strenge Kontrollen gestellt.

    Die Bedrohung der Existenz der Bienen bedroht auch das ökologische Gleichgewicht, was zu dauerhaften Schäden in vielen Bereichen des Landbaus führen könnte.

    “Wir müssen dem zerstörerischen Auswüchsen eines globalen Handels mit Lebewesen entgegentreten,” so die Kampagne. “Imker und Naturschützer sind besonders gefordert, dürfen aber nicht alleine gelassen werden.”

    ENDE

    www.bienenstockkæfer.de

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    Bericht-Nr.: N030404-01DE Datum: 4. April 2003

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    NNA-B U C H

    Gerechtfertigte Paranoia

    Matthew Barton bespricht die neuste Sammlung des umstrittenen Autors Gore Vidal über Korruption im Herzen der amerikanischen Politik: “Dreaming War. Blood for oil and the Cheney-Bush Junta” (Krieg träumen. Blut für Öl und die Cheney-Bush Junta).

    London, 30. April (NNA) - Mein Stiefvater, ein Psychiater, pflegte mit einem Lächeln zu sagen: “Paranoid zu sein bedeutet nicht unbedingt, dass die Leute nicht hinter einem her sind”.

    Die in den letzten Jahren in Zeitschriften und Zeitungen veröffentlichten Aufsätze und Artikel Gore Vidals über die amerikanische Innen- und Außenpolitik scheinen vielleicht auf den ersten Blick eine etwas paranoide Ansicht jener Politik zu vertreten. Von Pearl Harbour über Hiroshima, bis hin zum 11. September und darüber hinaus, haben, laut Vidal, Manipulation, Betrug und Korruption die amerikanische Regierung nicht nur befleckt, sondern sie sind die “Kartell-Ringe”, welche die Administration bis ins Innerste geprägt haben.

    Die Bush-Blair Koalition hat in letzter Zeit öfters das Regime Hitlers mit dem des Saddam Hussein verglichen. Ließt man Vidal, so kann man aber vermuten, dass hier der eine Esel den anderen Langohr schimpft, besonders da das nun beschuldigte und durchaus anfechtbare Regime erst durch die umstrittene Unterstützung der Amerikaner anfechtbar geworden ist. “Viele Kommentatoren”, so schreibt er, '' bemerken wie unsere Junta doch dem Hitler ähnlich klingt, wenn sie erst dem einen, dann dem anderen Land wegen der Beherbergung von Terroristen droht“. Sowohl in der neuen und beunruhigenden Politik des ”Präventivschlags“, als auch in der Art und Weise wie die Ereignisse vom 11. September (Echo der Kristallnacht?) dazu benutzt wurden, die die ”nationale Sicherheit betreffende Gesetzgebung zu verschärfen, könnten Parallelen gesehen werden. Einige ursprünglich in den “Bill of Rights” versicherten grundlegende Freiheiten sind dadurch verloren gegangen.

    Es würde zu viel Platz beanspruchen, um hier das von Gore Vidal dargestellte verwickelte Netzwerk von verdeckten Interessen, Desinformation und zynischer Korruption, und die nun untrennbaren Verbindungen zwischen der US-Wirtschaft und der laufenden Kriegsführung näher außuführen (ca.100 verschleierte oder in offener Feindschaft geführte Kriege in den letzten 50 Jahren). Vidals Argumente sind leidenschaftlich und überzeugend, die Geschichte ihm ein sicheres Feld. Er folgt den Spuren, mit der Leidenschaft eines Jagdhundes, bis zur zentralen und tief deprimierenden Schlussfolgerung.

    So wie einst alle Wege nach Rom führten, so führen Vidals Untersuchungen alle unweigerlich in das Innere eines Reiches, dessen Herzblut von Lüge und Täuschung geprägt ist. Sogar der große Roosevelt muss sich hier den Vorwurf machen lassen, den Angriff der Japaner auf Pearl Harbour absichtlich manipuliert zu haben. Dadurch soll er erst die nötige Unterstützung der öffentlichen Meinung bekommen haben, um in den 2. Weltkrieg einzuziehen. Man möchte in diesem Fall denken, dass das Resultat seine Maßnahmen rechtfertige, aber Täuschung ist immer eine gefährliche Sache.

    Sowohl Trumans Gebrauch von der Hiroshima-Bombe nach Kriegsende, um Eigenziele zu erreichen (der Kaiser hatte bereits um Frieden gebeten), als auch das Verhalten der Bush-Administration gegenüber den Ereignissen vom 11. September und den darauf folgenden Untersuchungen, lassen den Leser einen tief zynischen Missbrauch der Macht zumindest erahnen. Die Bush-Administration vereitelte jegliche Untersuchung ihres eigenen Versagens, nämlich während des Geschehens normale Verteidigungsmaßnahmen einzusetzen. Es war als ob sie wusste was passieren würde und es doch geschehen lassen wollte.

    Trotz seiner eleganten Einblicke und seiner harten Polemik geht Vidal nicht direkt auf die Möglichkeit ein, dass diese mächtigen Cæsar-Präsidenten Marionetten sind, deren Schnüre von Kräften gelenkt werden, die außer ihrer Kontrolle liegen. Ist nicht Bush vielleicht nur der Lehrling des Hexenmeisters? Hatten Clinton, Reagan, Nixon u.a. tatsächlich die Kontrolle über dieses Netz von Betrug und Machtgier?

    Das Buch mag stellenweise paranoid wirken und hätte vielleicht von einer kühleren Analyse und einer ruhigeren Herangehensweise profitiert. Aber neben aller Polemik liefert Vidal knallharte Fakten und reichlich Material zum Nachdenken. So wie ich schreibe, herrschen im Irak völlig verwirrende und chaotische Verhältnisse. Hat man Vidal gelesen, so scheint eben dieser Zustand der verborgenen US-Politik von Nutzen zu sein. Der soziale Zusammenbruch und die Unruhe im Land könnte eine verzögerte Einführung einer Demokratie legitimieren. Denn wohlmöglich könnte eine echte Demokratie im Irak US-Interessen entgegenwirken. Gleichzeitig sagt man uns: “Der Krieg ist vorbei”. Bald schon wird der Irak, wie auch Afghanistan, von den Schlagzeilen verschwinden, während die USA mit ihrem “Theater des Krieges” zum nächsten Schauplatz ziehen (Syrien? Iran?). “Theater” könnte wirklich das richtige Wort sein. Eine Show aufflammenden Schocks und Einschüchterung (“shock and awe”), während kühlere, dunklere Mächte hinter den Kulissen alles steuern, und dabei stets ihre eigentlichen Machenschaften verbergen.

    Man wundert sich ob in einer solchen Welt, Paranoia nicht doch eine gesunde Reaktion ist. Vidal mag wohl alle Mängel eines feurigen Temperaments aufweisen, aber letzten Endes sorgt er sich genug, um seine Meinung außusprechen. Sein Skalpell dringt unaufhaltsam in den faulen Kern vor. Dennoch spürt man die Liebe zu seinem Land. Er weiß, dass es irgendwo gesundes Kernholz gibt, und er wird die Suche danach niemals aufgeben.

    ENDE

    “Dreaming War. Blood for oil and the Cheney-Bush Junta” von Gore Vidal, Clairview Books, ISBN 1902636414, Preis £9.95.

    http://www.clairviewbooks.com

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    Bericht-Nr.: N030430-01DE Datum: 30. April 2003

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    Waldorfschule führt Menschenrechte als eigenes Unterrichtsfach ein

    Von Christian von Arnim

    Innsbruck, 23. April (NNA) - Eine Österreichische Waldorfschule hat die Menschenrechte als reguläres Unterrichtsfach eingeführt.

    Der Unterricht in der 11. Schulstufe der Freien Waldorfschule Innsbruck findet in Form einer vierwöchigen Epoche statt - die erste ging vor kurzem zu Ende - in dessen Rahmen von Montag bis Donnerstag jeweils zwei Stunden “Menschenrechte” auf dem Stundenplan der Schüler stehen.

    “Die Schüler sollen die Möglichkeit haben, sich intensiv mit den Menschenrechten und ihrer Bedeutung zu beschäftigen”, erklärte Oberstufenlehrer Ulrich Eise. “Kopf, Herz und Hand sollen gleichermaßen eingebunden werden. Ein paar Lektionen allein sind dafür nicht ausreichend.”

    Die Entscheidung die Menschenrechte als eigenständiges Pflichtfach einzuführen geht auf eine Initiative des Tiroler Institut für Menschenrechte und Entwicklungspolitik (time) zurück, das auch die Epoche unterrichtet, obwohl nach drei Jahren diese Aufgabe von der Schule übernommen werden soll.

    Ein ambitioniertes Projekt, wie Projektkoordinator Raimund Pehm vom Institut zugibt: “Die Menschenrechte als Pflichtfach - das ist neu. Dafür gibt es bislang keine Erfahrungswerte, wir machen also ‚learning by doing'.”

    In der Regel würde die schulische Menschenrechtsbildung in andere Unterrichtsfächer integriert, etwa Geschichte, Geographie oder Religion. “Die Auseinandersetzung mit den Menschenrechten erfolgt dann meist aus der speziellen Perspektive dieser Fächer”, so Pehm, auch sei es kaum möglich, sich vertiefend mit der Thematik auseinanderzusetzen, weil die Menschenrechte ja nur ein Thema unter vielen seien und die Zahl von ein bis zwei Lektionen pro Woche eine intensivere und damit nachhaltige Beschäftigung erschweren würden.

    In diesem Zusammenhang biete die Waldorfschule eine “ideale Voraussetzung”, so der Projektkoordinator, da der Unterricht ohnehin im allgemeinen in Epochenform stattfinde.

    Aus Sicht der Schule sieht Ulrich Eise das neue Unterrichtsfach als bedeutende Ergänzung und Vertiefung des Unterrichtsangebotes einer Waldorfschule: “Mit unserer Vorstellung von dem, was Schule in Erziehung und Bildung leisten kann und soll, stimmt die Idee eines regulären Menschenrechtsunterrichts sehr gut überein. Wir haben es uns schließlich zur Aufgabe gemacht, unsere Schüler während ihrer Schulzeit in ihrer Entwicklung zu freien und selbstverantwortlichen Individuen bestmöglich zu fördern und zu unterstützen.”

    Raimund Pehm, dem die wissenschaftliche und pädagogische Begleitung obliegt, hofft, daß die gegenwärtige Vorreiterrolle des Projekts zur Nachahmung motiviert - das Projekt wird auch anderen Schulen in Österreich vorgestellt. Der Unterricht müsste dann aber von den betreffenden regionalen Organisationen durchgeführt werden.

    In diesem Sinn versteht Pehm die Einführung des neuen Unterrichtsfaches auch als Aufruf an alle im Bildungsbereich tätigen Personen: “Es ist höchste Zeit, den Menschenrechten in der schulischen und außerschulischen Bildung einen höheren Stellenwert einzuräumen.”

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    Tiroler Institut für Menschenrechte und Entwicklungspolitik (time) A-6020 Innsbruck, Angerzellgasse 4 Tel. +43/512/58 22 32-DW Fax +43/512/58 22 32-9 e-mail: presse@human-rights.at Internet: www.human-rights.at

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    Bericht-Nr.: N030423-01DE Datum: 23. April 2003

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    NNA-N A C H R I C H T E N

    Künstlerisches Happening im nordischen Hochsommer

    Järna, 30. April 2003 (NNA) - In der Johannizeit, vom 16. - 21. Juni, werden sich Ortsansässige und Mitarbeiter der anthroposophischen Sozialtherapiezentren der nordischen Länder im Kulturhaus von Järna, Schweden, zu einem künstlerischen Ereignis “Et Allkunstwerk” versammeln.

    Nach Dag Balavoine von der Initiativgruppe, ist das Festival durch ähnliche Konferenzen, welche vorher in Mitteleuropa, z.B. in Dornach und Berlin, stattgefunden haben, inspiriert worden. Ungefähr 450 Menschen aus Schweden, Finnland, Norwegen, Dänemark, Island, so wie Gäste aus Europa, dem Baltikum und Russland, werden teilnehmen.

    Das Thema des Festivals soll sein: “Die Begegnung mit den Menschen, der Zeit in der wir leben, der Natur, dem Göttlichen, und unser Selbst”. Mittels der Musik, der Mimik, und des Wortes werden diese Themen allmorgendlich erforscht. Im Laufe der Woche werden zahlreiche künstlerische Aktivitäten sowohl auf der Bühne als auch außerhalb der Säle präsentiert.

    Auf einem großen Markt in der Umgebung eines Zirkußeltes haben die verschiedenen Zentren die Möglichkeit ihre Handwerke und Spezialgebiete zu präsentieren. Fotographien und Filme werden gezeigt, Malerei und Bildhauen, Theater, Musik und Tanz werden stattfinden. Es wird auch einen Ausflug mit Überraschungen geben.

    Die Vorbereitung in den verschiedenen Zentren der nordischen Länder hat bereits begonnen. Die Aufführung des Johannispiels von Karl König in Form eines Lied-Umzugs soll der Höhepunkt des Festivals bilden. An dieser Aufführung werden alle Teilnehmer mitwirken. Malte Winje aus Norwegen hat 26 Melodien für das Spiel komponiert, welche von einem kleinen Blechorchester begleitet werden. Teilnehmer in allen Zentren haben bereits ihre Rollen erhalten.

    Im Laufe des Frühlings und während des Festivals werden die Rollen des Johannispiels eingeübt und dann zur einmaligen Produktion zusammengestellt.

    Der “Nordisk Forbund for Helsepedagogikk og Sosial Terapi”, der jahrelang Konferenzen über Menschen mit Behinderung veranstaltet hat, freut sich nun, Ortsansässige und Mitarbeiter zum ersten Mal zu einem Festtag für Menschen mit Behinderung einzuladen.

    Die nordische Johanni-Konferenz “Et Allkunstwerk” ist ein Projekt im Rahmen des Europäischen Jahres für Menschen mit Behinderungen 2003, und wird teilweise von der Europäischen Union unterstützt.

    ENDE

    www.socialt-allkonstverk.nu

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    Bericht-Nr.: N030430-02DE Datum: 30. April 2003

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    NNA-F E A T U R E

    Naturheilkunde und Umweltschutz - Wer schützt die Heilpflanzen? Teil 2

    Heilpflanzen-Schutzprojekt im Himalaya

    Norbert Schnorbach beschreibt ein Schutzprojekt des World Wide Fund For Nature (WWF) damit wild wachsende Heilpflanzen im Himalaya nicht ausgerottet werden und gibt Tipps was man selbst tun kann um die Heilpflanzen zu schützen

    Hamburg, 25. März (NNA) - Der Distrikt Dolpo in Nepal beherbergt eine Reihe von seltenen Pflanzen. Etwa 50 Pflanzenarten kommen ausschließlich in diesem Gebiet vor. Die Region ist dünn besiedelt (drei Einwohner pro Quadratkilometer). Landwirtschaftliche und medizinische Nutzung hielten sich bislang in einem für die Natur verkraftbaren Rahmen. Der WWF führt seit 1997 ein Projekt zum Schutz der wild lebenden Heilpflanzen in dieser Region durch. Hauptziel ist es, das Wissen der Einheimischen über Heilpflanzen zu ergründen, die Erkenntnisse außutauschen und für den Schutz der Pflanzen zu nutzen.

    Die Nutzung von Medizinalpflanzen ist Tradition in den Bergen des westlichen Himalaya. Die traditionelle Nutzung konnte dem natürlichen Bestand in der Vergangenheit nicht viel anhaben. Doch die Situation hat sich rapide verändert mit der stark steigenden Nachfrage nach pflanzlichen Präparaten, die beispielsweise in der ayurvedischen Medizin verwendet werden. Etwa 40 bis 80 Tonnen Medizinalpflanzen werden jährlich exportiert, der Großteil nach Indien. Dazu werden ganze Bestände von Medizinalpflanzen geplündert und verkauft. Für die Bevölkerung ist der Verkauf von Heilpflanzen eine der wichtigsten Einnahmequellen.

    Der WWF setzt sich dafür ein, die Nutzung der Naturgüter bei gleichzeitigem Erhalt der wild lebenden Bestände zu ermöglichen. Die bisherigen Untersuchungen haben gezeigt, dass insgesamt 407 verschiedene Pflanzenarten von den Naturheilern genutzt werden. Für den Schutz der Pflanzen ist entscheidend, auf welche Weise sie geerntet werden. Erntet man eine mehrjährige Pflanze komplett mit Wurzel, bevor diese blühen oder Samen streuen konnte, kann sie sich nicht fortpflanzen. Geschieht dies häufiger, sterben ganze Populationen irgendwann aus.

    Folgende Maßnahmen wurden bisher begonnen:

    Auf lokal organisierten Treffen tauschen Naturheiler ihr Wissen über die Nutzung einzelner Heilpflanzen und Erfahrungen mit deren Ernte aus.

    Ein Naturheilkundezentrum (Traditional Health Care Centre) wurde neu eingerichtet. Es hilft den traditionellen tibetischen Medizinern, die nachhaltige Nutzung der wild wachsenden Heilpflanzen zu überwachen und mit den Naturheilern zusammenzuarbeiten.

    Der gezielte Anbau seltener Heilpflanzenarten wird unterstützt.

    Was können wir tun? Bei Arzneimittelherstellern nachfragen, welche Rücksicht sie auf den Artenschutz nehmen. Solche Botschaften, darauf weisen Verbraucherschützer immer wieder hin, werden bei den Unternehmen sehr deutlich wahrgenommen.

    Sich informieren, welche Heilpflanzen unter strengem Schutz stehen. Dazu gehören z.B. mehrere Ginseng- und Orchideen-Arten. Infos gibt es im Internet z.B. unter www.bfn.de (Bundesamt für Naturschutz).

    Auf Produkte aus geschützten Arten, die nicht frei gehandelt werden dürfen, sollte man verzichten, fordern Naturschützer. Apotheker oder Ärzte sollten Alternativen anbieten, bei denen die Verwendung geschützter Arten und eine naturgefährdende Wildentnahme der Pflanzen außuschließen ist.

    Weitere Verbraucherschutzforderungen: Kennzeichnung der Herkunft; Gütesiegel für naturfreundliche, kontrollierte Entnahme von Wildpflanzen.

    Die Umweltstiftung WWF unterstützt Fortbildungen für Zollbeamte, um den illegalen Handel einzudämmen, und arbeitet mit Heilmittelherstellern zusammen, um kontrolliertes Sammeln und ökologisch verträglichen Anbau gefährdeter Pflanzen zu fördern.

    ENDE

    Teil 1: “Naturheilkunde und Umweltschutz - Wer schützt die Heilpflanzen?” (N030325-01DE)

    Quelle: Securvital 2-2003. Norbert Schnorbach ist Mitarbeiter der Securvita-Gruppe für alternative Versicherungskonzepte und ökologische Finanzdienstleistungen

    Weitere Informationen: WWF Deutschland, Rebstöcker Straße 55, 60326 Frankfurt, Tel. 069/791440, Internet www.wwf.de und www.traffic.org

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    Bericht-Nr.: N030325-02DE Datum: 25. März 2003

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    NNA-F E A T U R E

    Naturheilkunde und Umweltschutz - Wer schützt die Heilpflanzen? Teil 1

    Naturheilverfahren gewinnen weltweit an Bedeutung. Doch der Boom der Pflanzenheilkunde birgt auch eine Gefahr: Die Vielfalt der Heilpflanzen ist gefährdet. Wie können sie geschützt werden, fragt Norbert Schnorbach

    Hamburg, 25. März (NNA) - Ginseng, die uralte asiatische Heilpflanze, steht seit kurzem auf der “roten Liste” der Pflanzenarten, die vom Aussterben bedroht sind. Apotheken und Kräuterläden in aller Welt bieten tausenderlei Variationen von Ginseng-Pillen und -Säften an, doch wild wachsende Ginsengpflanzen sind selten geworden. So selten, dass Händler in Asien für besonders schöne Ginsengwurzeln astronomische Preise zahlen - zwanzig mal so viel wie für reines Gold.

    Besorgt sind auch Ayurveda-Mediziner in Sri Lanka: “Manche Heilpflanzen sind kaum noch zu finden oder sie werden von den Exportfirmen aufgekauft”, berichtet Wikrama Singha, Hersteller von ayurvedischen Heilmitteln in Colombo. Je mehr Ayurveda-Produkte ins Ausland exportiert werden, desto schwerer haben es die Naturheilkunde-Ärzte auf der Tropeninsel, einheimische Heilpflanzen für die alltägliche Versorgung ihrer Patienten zu bekommen.

    In Europa gibt es ähnliche Erfahrungen. Arnika zum Beispiel, vielfach zur Förderung von Wundheilung verwendet, ist an vielen Standorten selten geworden. “Im Südschwarzwald kam die Arnika früher sehr häufig vor. Aber mittlerweile gibt es dort keinen richtig guten Bestand mehr”, berichten süddeutsche Pflanzenexperten. “Viele Wiesen, auf denen früher Arnika wuchs, werden heute künstlich gedüngt. Für die Arnikapflanze, die kalk-armen Untergrund liebt, ist das der Tod.” Außerdem wird zuviel gesammelt. 50.000 Kilogramm getrockneter Arnikablüten werden jährlich in Deutschland verarbeitet, vor allem für Wundmittel und Massageöle.

    Die Gefährdung von Heilpflanzen ist kein nationales Problem. Sie überschreitet alle Ländergrenzen. Weltweit werden etwa 50.000 verschiedene Pflanzenarten für medizinische Zwecke benutzt. Der Gesamtumsatz mit Pflanzenheilmitteln wird auf 15 Milliarden US-Dollar geschätzt. Dabei nehmen die USA, Japan, Deutschland und Frankreich Spitzenplätze ein. Deutschland gilt als Drehscheibe für den europäischen Handel mit Arzneipflanzen. Jährlich werden nach Angaben von Dr.  Dagmar Lange, Sachverständige für Heilpflanzen nach dem Bundesnaturschutzgesetz, über 50.000 Tonnen Heilpflanzen nach Deutschland importiert - darunter chinesische und indische Heilkräuter wie auch große Mengen Heilpflanzen, die in Albanien, Bulgarien, der Türkei und Polen gesammelt werden.

    Globaler Strategieplan Die Nachfrage steigt stetig: Fünf Milliarden Menschen, also rund 80 Prozent der Weltbevölkerung, so schätzt die Weltgesundheitsorganisation WHO, nutzen Heilpflanzen. Für die Bevölkerung in den Entwicklungsländern sind Naturheilmittel oft die einzige Form von medizinischer Versorgung. In den Industrienationen steigt ebenfalls die Nachfrage nach sanfter Medizin und Arzneimitteln mit natürlichen Wirkstoffen.

    Die Weltgesundheitsorganisation will Naturheilkunde und alternative Medizin weltweit unterstützen. Die Naturheilmethoden seien von größter Bedeutung, hat die WHO kürzlich in einem “globalen Strategieplan zur Förderung der traditionellen und alternativen Medizin” festgehalten. Sie fordert alle 190 Mitgliedsstaaten auf, sich für die Förderung der Naturheilkunde einzusetzen.

    Der steigende Verbrauch macht aber deutlich, dass die “Apotheke der Natur” nicht unbegrenzt liefern kann. Etwa ein Zehntel der medizinisch genutzten Pflanzen gelten als gefährdet. Wenn Pflanzenarten aussterben, gehen mögliche Heilquellen für immer verloren. Besonders die tropische Flora gilt für westliche Wissenschaft und Pharmazie noch als unerforschte Schatzkammer für die künftige Entwicklung von Medikamenten. In diesem Zusammenhang weist die WHO auf den Wert der Natur- und Pflanzenheilmittel als bedeutendes Gut für die gesamte Menschheit hin. Ein Viertel aller modernen Arzneimittel sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation aus Pflanzen entwickelt worden, die zuerst in der traditionellen Medizin verwandt worden sind.

    Weltweite Anstrengungen zum Schutz der Pflanzenvielfalt werden immer wichtiger. Das internationale Artenschutzabkommen (CITES), das von fast allen Ländern unterstützt wird, stellt immerhin 5.000 Tier- und 25.000 Pflanzenarten unter Schutz. Als Hauptprobleme gelten die Umweltzerstörung, die Verkleinerung der natürlichen Lebensräume und die übermäßige Nutzung der wild wachsenden Heilpflanzenbestände.

    "Ökologisch nachhaltig wäre es, wenn nur so viel geerntet wird, wie nachwächst“, betont Susanne Honnef von der Umweltorganisation WWF (World Wide Fund For Nature). Die Organisation mit dem schwarzweißen Panda-Markenzeichen hat in Deutschland die Initiative ”Medizin und Artenschutz“ gestartet. Securvita - als Krankenversicherung mit besonderem Engagement für Naturheilkunde - hat die WWF-Initiative von Anfang an unterstützt, um auf die Gefährdung von Heilpflanzen aufmerksam zu machen und den Schutz zu verbessern. Weitere Unterstützer sind das Berliner Entwicklungshilfeministerium, das Bundesamt für Naturschutz, der Kneippbund und engagierte Unternehmen wie zum Beispiel die Arzneihersteller Weleda, Wala und Madaus.

    Besonders reine Qualität ”Es geht bei der Initiative ‚Medizin und Artenschutz' nicht um den totalen Schutz der Pflanzen. Auch soziale Belange und traditionelle Rechte der Bevölkerung müssen berücksichtigt werden“, betont Susanne Honnef vom WWF.  ”Häufig kann eine kontrollierte Nutzung der wild wachsenden Bestände durch behutsames, fachgerechtes Sammeln die beste Lösung sein. Wir wollen Naturheilkunde und Artenschutz so verknüpfen, dass die natürlichen Ressourcen auch für zukünftige Generationen gesichert werden.“

    Ein positiver Beitrag dazu ist der gezielte Anbau von Heilpflanzen, wie zum Beispiel im Wala-Heilpflanzengarten in Bad Boll. Über 150 Heilpflanzenarten von Alraune über Johanniskraut und Sonnenhut (Echinacea) bis zur Zaubernuss (Hamamelis) werden auf fünf Hektar am Rande der Schwäbischen Alb biologisch-dynamisch angebaut. Für homöopathische und anthroposophische Medizin werden vergleichsweise geringe Mengen an Arzneipflanzen benötigt, dafür aber in besonders reiner Qualität. ”Mit den Blättern, Wurzeln, Blüten und Früchten aus dem Heilpflanzengarten können wir den überwiegenden Anteil des pflanzlichen Rohstoffbedarfs für unsere 1.000 verschiedenen Arzneimittel decken“, berichtet Wala-Sprecherin Julia Richter.

    Auch Weleda in Schwäbisch Gmünd, Hersteller anthroposophischer Arzneimittel und Naturkosmetik, leistet sich einen eigenen Heilpflanzengarten. Er liefert jährlich eine Ernte von insgesamt 16 Tonnen frischer Pflanzen. Weitere Rohstoffe kauft Weleda durch Vertragspartnerschaften in aller Welt zu, insbesondere für die Produktion von Naturkosmetika. ”Der Garten liefert uns nicht nur Frischpflanzen. Er dient auch der Fortbildung. Und er gewährleistet, dass wir mit der Natur in engem Kontakt bleiben“, erklärt Michæl Straub, der den Heilpflanzenanbau leitet und mit dem WWF im Projekt ”Medizin und Artenschutz“ eng zusammenarbeitet.

    Beispiele bedrohter Pflanzen Ginseng: ”Unter den rund 5.000 Heilpflanzen, die wir in der chinesischen Medizin kennen, ist Ginseng eine der stärksten und vielseitigsten“, sagt Professor Lin Yue, Leiter des ”An Zhen“-Gesundheitßentrums in Peking. Die Ginsengwurzel steht im Ruf, das Immunsystem zu stärken, den Herzmuskel anzuregen und Menstruations- und Wechseljahresbeschwerden zu lindern. Ginsengmedikamente werden rund um den Globus vermarktet. Der größte Teil des weltweiten Bedarfs kann durch gezielten Anbau gedeckt werden. Doch es gibt Kundenkreise, die der Wildpflanze nach wie vor eine höhere Heilwirkung zuschreiben und dafür horrende Preise bieten. Die Berühmtheit der Pflanze ist zugleich eine Bedrohung: Wild wachsender Ginseng (entfernt mit dem Efeu verwandt) gehört zu den am meisten bedrohten Heilpflanzenarten. Internationaler Handel ist nur noch mit spezieller Genehmigung erlaubt. Die heilende Wurzel könnte bald ausgestorben sein, wenn dem Raubbau nicht ein Riegel vorgeschoben wird.

    Arnika: Wurzeln, Blätter und die gelben Blüten der Arnika (auch Wolfsauge genannt) werden für eine Reihe von Arzneimitteln verwendet - zur äußerlichen Anwendung als Tinkturen und Salben, innerlich als Tropfen und homöopathische Kügelchen. Die besonderen Eigenschaften der Arnika gegen Entzündungen und zur Wundheilung waren schon Hildegard von Bingen im 12. Jahrhundert bekannt. Arnika wächst vornehmlich auf mageren kalk-armen Wiesen. Früher wurden die Blüten oder auch ganze Pflanzen in großer Fülle auf den Bergwiesen in den Alpen, den Pyrenäen, im französischen Zentralmassiv ebenso wie im Schwarzwald und in den Vogesen gefunden. Moderne Landwirtschaft und Übernutzung haben die Arnika stark zurückgedrängt. Für Arzneimittel wird die Arnika montana zum Teil aus besonders gepflegten Wildwuchsbeständen geerntet, aber auch in Heilpflanzengärten kultiviert. Kosmetikhersteller weichen heute zum Teil auf andere Arnika-Arten aus.

    Afrikanische Teufelskralle: Die stachelige Teufelskralle (Harpagophytum spp.) ist im südlichen Afrika zu Hause. Ein Wirkstoff aus den getrockneten Nebenwurzeln hilft gegen Schmerzen, zum Beispiel bei Rheuma. Wegen der guten Verträglichkeit steigt die Nachfrage nach diversen Teufelskralle-Produkten auch in deutschen Apotheken und Reformhäusern. Im südlichen Afrika wird die Pflanze nach Angaben von Naturschützern an vielen Orten rücksichtslos abgeerntet. Zugleich werden aber auch schonende Erntemethoden erprobt: Wird nicht die ganze Pflanze aus dem Boden gezogen, sondern nur die Nebenwurzel entnommen, können die Pflanzen sich aus eigener Kraft regenerieren und weiter vermehren.

    Schlüsselblume: Die Schlüsselblume (Primula veris/Primula elatior) ist als Wiesenblume bekannt. In Deutschland steht sie unter Naturschutz. Sie dient als Heilpflanze gegen Atemwegserkrankungen und wird für Arzneien und Tees verarbeitet. Zu diesem Zweck werden große Mengen aus der Türkei und anderen Ländern Südosteuropas importiert. Dort werden die Pflanzen wild gesammelt und ganze Bestände, so ist zu befürchten, nach und nach vernichtet. Ein industrieller Anbau der Pflanzen ist nach Einschätzung von Naturschutzexperten keine Alternative. Eine Kontrolle der Wildsammlung wäre wohl die wirkungsvollste und gleichzeitig sozial verträglichste Schutzmaßnahme für die Schlüsselblume: Der Natur darf nur so viel entnommen werden, wie auch nachwachsen kann.

    ENDE

    Teil 2: ”Heilpflanzen-Schutzprojekt im Himalaya" (N030325-02DE) Quelle: Securvital 2-2003. Norbert Schnorbach ist Mitarbeiter der Securvita-Gruppe für alternative Versicherungskonzepte und ökologische Finanzdienstleistungen

    Zum Weiterlesen: Günther Bickerich u.a.: Das große Hausbuch der Heilpflanzen. Urania Verlag, Berlin, 399 Seiten, 16,90 € Anneliese und Gerhard Eckert: Heilpflanzen - alte Rezepturen neu entdeckt. Bassermann Verlag, 2002, 175 Seiten, 7,95 € Mannfried Pahlow: Heilpflanzen. Moewig Verlag 2002, 223 Seiten, 10,95 € Bruno Vonarburg: Natürlich gesund mit Heilpflanzen. At-Verlag 2001, 280 Seiten, 32,90 €

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    Bericht-Nr.: N030325-01DE Datum: 25. März 2003

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    Dokumentarfilm “Anthroposophie - von runden Ecken und rhythmischer Energie” im Kultursender Arte - Neue Produktion der Compagnie Orphée

    London, 24. März (NNA) - Am Mittwoch, 2. April 2003, strahlt der deutsch-französische Kultursender Arte um 19.00 Uhr einen 40-minütigen Dokumentarfilm von Klaus Schwagrzinna und Milou van Sprang über Anthroposophie aus.

    “Anthroposophie - von runden Ecken und rhythmischer Energie” wurde laut der Medienstelle Anthroposophie Schweiz im September 2002 im Goetheanum und in Berlin, in Schwäbisch Gmünd und im Elsass, in Hamm/Nordrhein-Westfalen und im Rudolf Steiner Archiv Dornach gedreht.

    Der Film zeigt auf, was von Anthroposophie bewegte Menschen heute in Medizin und Pädagogik, Kultur und Wirtschaft leisten - und aus welchen Haltungen heraus sie das tun.

    Zuschauer mit Kabel- oder Satellitenanschluss, können die Sendung auch am Samstag, 5. April um 17.15 und am Freitag, 11. April um 14.30 schauen.

    Die Filmemacher besuchten unter anderem die Waldorfschule in Hamm und eine Behinderteneinrichtung in Aubey in den Vogesen, so der Sender.

    Auch das französische Ensemble Compagnie Orphée ist in dem Dokumentarfilm mit kurzen Ausschnitten aus dem Stück “Renart und Ysegrim” zu sehen. Die Aufführung, die vom Ensemble weiterhin angeboten wird, besteht nach Angaben des Ensembles aus Eurythmie, Theater, Gesang, Musik und Jonglieren und wurde vor dem Goetheanum gefilmt.

    Die Compagnie Orphée hat weiterhin bekannt gegeben, dass sie ab September 2003 mit einer neuen Produktion, “Der Mann, der seiner Nase nachlief”, auf Tournée geht. Dieses Stück besteht aus den Elementen Eurythmie, Theater, Gesang und Musik. Die Fabeln Jean de La Fontaines bilden die Grundlagen der Darbietung.

    ENDE

    www.arte-tv.com Compagnie Orphée: Tel. +33 4 70 66 22 95, E-Mail: marc.belbeoch@worldonline.fr

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    Bericht-Nr.: N030324-01DE Datum: 24. März 2003

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    Anthroposophische Stellenbörse im Internet (Neu)

    Berlin, 28. Februar (NNA) - Eine Stellenbörse für Arbeitsuchende im anthroposophischen Umfeld hat ihre Internet-Portale geöffnet.

    Anthrojob.de hat es sich zum Ziel gesetzt möglichst schnell und unkompliziert Stellenbewerber und Stellenanbieter zusammen zu bringen

    Nach eigenen Angaben sieht sich Anthrojob.de - das teilweise auch in mehreren Sprachen zur Verfügung steht - als zentraler Stellenpool für alle die im Umfeld anthroposophischer Einrichtungen Arbeit anbieten, oder suchen.

    “Jeder kann Stellenangebote und Stellengesuche erstellen,” informiert die Website.

    Die für Anbieter und Bewerber kostenfreie Stellenbörse wolle kein Wettbewerb zu gestalteten Anzeigen im kostenpflichtigen Umfeld sein und arbeite grundsätzlich non-kommerziell.

    Ausbildungsstätten und Institutionen des anthroposophischen Geistes und Wirtschaftslebens sollen sich auch kostenfrei kurz darstellen können.

    In einem ähnlichen Projekt, ist auch auf der Website der Anthroposophischen Gesellschaft in Amerika ein “Elektronisches Stellenforum” zu finden.

    ENDE

    www.anthrojob.de www.anthroposophy.org

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    Bericht-Nr.: N030228-01DE Datum: 28. Februar 2003

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    Jahreßeitenspiritualität erreicht alle - Ein Videoprojekt für Waldorfschulen und pädagogisch Interessierte

    An Halloween 2002 wurde an der Waldorfschule in Boulder (Colorado/USA) ein Video gedreht: es zeigt, wie diese Schule mit ihren christlichen, jüdischen und buddhistischen Schulkindern Halloween - in Europa die Nacht auf Allerheiligen - feiert. Damit wird an einem Prototyp veranschaulicht, wie ein Jahreßeitenfest Kinder (und ihre Angehörigen) auf eine religiös übergreifende Art berühren und spirituell bewegen kann. Nun sucht der Initiant für eine deutsche Untertitelung des Videos SponsorInnen sowie interessierte KäuferInnen für diese Fassung. Ursa Krattiger, Leiterin der Medienstelle Anthroposophie Schweiz, erklärt worum es geht.

    Dornach, 28. Februar (NNA) - An Halloween 2002 - das ist die Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November oder auf Allerheiligen - wurde auf einem Video festgehalten, wie die Waldorfschule (WS) von Boulder (Colorado/USA) berührend und packend, phantasievoll und überzeugend mit ihren Kindern und deren Angehörigen diese in den USA inzwischen kommerziell korrumpierte Hexen- und Geisternacht feiert. 1999 wurde der Schweizer Psychiater und Psychotherapeut Roger Dreyfus, 57 Jahre alt, mit seiner damals 4jährigen Tochter - wie alle Kinder der dortigen Vorschule mit ihren Eltern - zur Feier von Halloween in der WS Boulder eingeladen. Nach seinen bisherigen Erfahrungen mit Halloween in den USA ging Dreyfus sehr skeptisch hin - und hatte keine Ahnung, “dass mich dort” - wie er rückblickend feststellt - “das tiefste spirituelle Erlebnis meines ganzen Aufenthaltes in den USA erwartete”.

    Die Halloween-Stationenreise

    Was hat Roger Dreyfus mit seiner Tocher erlebt? Beim Eindunkeln saßen Gruppen von Kindern um Feuerstellen und tranken heissen Tee. Dann wurden die ersten Gruppen von kleinen Kindern mit ihren Eltern auf die Stationenreise geschickt. Die Schule in Boulder besteht aus kleinen Pavillons, und die Wege dazwischen waren von Hunderten von leuchtenden Kürbissen gesäumt, die die SchülerInnen unter Anleitung der Oberstufen- schüler ausgehöhlt hatten - natürlich stammen die Kürbisse aus dem eigenen Schulgarten!

    Die erste Station war beleuchtet wie eine Krippe beim Krippenspiel. Dort erhielt jedes Kind von einer königlichen Frau in ein kleines Geschenk (wahrscheinlich in Anlehnung an das Schenken von Süßigkeiten in der gängigen, materialistischen Version). Dann folgten als weitere Stationen: ein “weiser Mann” (Großvater Zwielicht), ein Zwerg, der schöne Steine und Kristalle aus dem Berg klopft, ein weiser Indianer, Eurythmie tanzende Elfen undsoweiter. Je dunkler es wurde, desto ältere Kinder wurden - sie natürlich ohne ihre Eltern! - auf die Reise geschickt. 2002 wurde das Halloween-Erlebnis noch dadurch vertieft, dass eben der erste Schnee gefallen war.

    Religionsübergreifend feiern

    Die WS in Boulder unterrichtet zu 40% Kinder aus christlichen, und je 30% aus buddhistischen und jüdischen Familien. In den aufgeklärten Kreisen in den USA - und die meisten Waldorf-Eltern gehören dazu - ist es klar, dass Kindern keine bestimmte konfessionelle Richtung aufgezwungen werden soll, auch wenn man sie durchaus an religiöse Inhalte heranführen will. Es war also eine echte Herausforderung an die Eltern und LehrerInnen, Halloween als spirituelle Erfahrung aus dem üblichen Kommerz heraußudestillieren und Spiritualität gewissermaßen als “Generikum” und nicht als “Markenpräparat” einer bestimmten Konfession für Kinder fühlbar und erlebbar zu vermitteln.

    Warum und wozu ein Video?

    Nach der Auffassung von Roger Dreyfus ist den Lehrkräften in Boulder dieses Kunststück so überzeugend und vollständig gelungen, dass er diese Feier als Modell international - und vor allem in Kreisen der Waldorf- und Steiner-Schulen - bekannt machen möchte. Auch um Initiativen ähnlicher Art mit den jeweiligen lokalen oder regionalen spirituellen Traditionen zu ermutigen. “Ich glaube, dass es in der heutigen Zeit notwendig ist, Spiritualität unabhängig von aller Ideologie zu vermitteln. Ich halte das Waldorf-System für das geeignetste Forum, um Menschen, die Spiritualität jenseits der Konfessionen oder Religionen suchen, solche Möglichkeiten zu eröffnen”, betont Roger Dreyfus in seiner Projektskizze.

    Begeistert besprach er mit seinem Freund Charles Davis die Möglichkeit eines professionellen Festhaltens dieser Halloween-Reise. Charles Davis ist sowohl freipraktizierender Arzt wie ausgebildeter Filmemacher und Vater von zwei Söhnen an der WS Boulder. Er arbeitet in beiden Berufen teilzeitig und ist als Vater sehr in der Schule engagiert. Er griff die Video-Idee sogleich begeistert auf, bekam von Roger Dreyfus $10.000 zur Verfügung gestellt und filmte nun im Herbst 2002 zwei volle Tage lang die Vorbereitungen und die “Stationenreise” mit einem Kameramann. Inzwischen ist sein Video fertiggestellt und dauert 25 Minuten.

    Eine deutsche Version des Halloween-Videos Die Grundthemen dieses Videos - Jahreßeitenspiritualität für Kinder verschiedener Religionen und geistig-seelisch vertieftes Feiern von kommerziell missbrauchten, alteingebürgerten Festen - berühren nicht nur Halloween und die USA. Sie gelten auch für die “deutsche” Weihnacht oder den Schweizer Nigginäggi oder die Art, wie heute Ostern begangen wird. Darum erscheint es sinnvoll, für die Waldorf-Schulen - und für pädagogisch Interessierte überhaupt - eine deutsche Version des Halloween-Videos herzustellen, darüber zu informieren, so ein Video zu bewerben und zu vertreiben.

    Für Schulen eignet es sich auch zum Zeigen und Diskutieren in der Mittel- und Obestufe, an Elternabenden oder im Rahmen eines Bazars. Pädagogische und heilpädagogische Seminare können das Video einsetzen in der Grund- und Fortbildung. Die Möglichkeit, das Halloween-Video in der Oeffentlichkeit zu zeigen, ist zudem eine wunderbare PR-Gelegenheit, um neue Personenkreise für die Waldorfpädagogik und ihre Schulen zu interessieren. Darum sollen auch Medienschaffende auf das Video aufmerksam gemacht werden.

    Wer hilft bei der Finanzierung?

    Als Projektleiter des Halloween-Videos ruft Roger Dreyfus auf zu Spenden für die Finanzierung einer deutschen Version. Das bedingt die deutsche Untertitelung des Videos. Dazu kommt das Erstellen von genügend Vorführungskopien mit entsprechender Verpackung und Info-Material. Interesse? Neugierde? Lust? Dann nehmen Sie doch bitte über die MAS oder direkt mit Roger Dreyfus Kontakt auf!

    ENDE

    Ursa Krattiger, Medienstelle Anthroposophie Schweiz/MAS, Oberer Zielweg 60/CH-4143 Dornach, Tel. 0041/61/706 13 50 oder 079/230 84 03, Fax 0041/61/706 84 41, E-Mail: anthro.media@magnet.ch, Internet: www.anthromedia.ch

    Dr.  med. Roger Dreyfus, Bluttrainweg 377, CH-4125 Riehen, Tel/Fax 0041 61 601 18 88, E-Mail: roger.dreyfus@bluewin.ch

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    Bericht-Nr.: N030228-02DE Datum: 28. Februar 2003

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    NNA-N A C H R I C H T E N

    Stark erweiterte Auflage des “Adressenverzeichnis Anthroposophie” erschienen

    Von Christian von Arnim

    Frankfurt am Main, 24. Februar (NNA) - Die fünfte und stark erweiterte Auflage des “Adressenverzeichnis Anthroposophie” ist jetzt erschienen und bietet dem Benutzer bei der Suche nach anthroposophischen Einrichtungen und Dienstleistungen umfassende Hilfe.

    Mit über 6.000 Adressen in Österreich, Deutschland, Niederlande, Schweiz sowie auch internationalen Verbands- und anderen Adressen, bündelt das Verzeichnis die jahrelangen Erfahrungen des Info3 Verlages, der das Verzeichnis in Zusammenarbeit mit zahlreichen Fachverbänden zusammengestellt hat.

    Auch eine CD-ROM vom Udeis Verlag mit dem Adressenmaterial ist dem Verzeichnis beigefügt. Leider lässt sie aber etwas an intuitiver Benutzerfreundlichkeit fehlen und dieser Benutzer fand es jedenfalls etwas verwirrend sich darin zurechtzufinden.

    ENDE

    “Adressenverzeichnis Anthroposophie”, Info3 Verlag Frankfurt / Verlag am Goetheanum, Dornach/Schweiz: Euro 14,80 / CHF 24, – , ISBN 3-7235-1151-1, 416 Seiten mit CD-ROM. 

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    Bericht-Nr.: N030224-01DE Datum: 24. Februar 2003

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    NNA-N A C H R I C H T E N

    Vorstand der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft (Weihnachtstagung) legt Rekurs gegen einstweilige Verfügung ein

    Von Christian von Arnim

    Dornach, 21. Februar (NNA) - Im Rechtsstreit um die Handlungsfähigkeit der auf der Weihnachtstagung 1923 gegründeten im Dezember 2002 reaktivierten Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft (Weihnachtstagung) hat die Gesellschaft nun ihr weiteres Vorgehen entschieden.

    Laut heutiger Mitteilung der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft am Goetheanum hat der Vorstand der sogenannten Weihnachtstagungsgesellschaft Rekurs eingelegt gegen die einstweiligen Verfügungen, die der Gerichtspräsident des schweizer Richteramtes Dorneck-Thierstein am 6. und 7. Februar im Streit um die Konstitutionsfrage erlassen hat.

    Die Verfügungen betreffen das verfahrensmäßige Vorgehen und untersagen der Gesellschaft, gesellschaftsrechtlich tätig zu werden. (Siehe auch NNA-Bericht N030213-01DE “Einstweilige Verfügung im Rechtsstreit um die Konstitution der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft (Weihnachtstagung)”)

    Die Verfahrenssache soll nun vor dem Obergericht in Solothurn entschieden werden.

    Insgesamt sind mehrer Klagen gegen die Weihnachtstagungsgesellschaft rechtshängig, das Gericht hat aber entschieden in der Hauptsache vorerst nur die wichtigste Klage zu hören, nämlich wird es zunächst darum gehen, dass das Gericht Dorneck-Thierstein über die vereinsrechtliche Existenz der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft (Weihnachtstagung) entscheidet.

    Wird die Existenz der Gesellschaft nicht anerkannt, erübrigen sich die restlichen Klagen, wird sie anerkannt, müssen die Kläger entscheiden, ob sie fortfahren wollen.

    Laut Mitteilung einer der Hauptklägergruppen, der “Anthroposophischen Gesellschaft, Christian Rosenkreutz-Zweig, Hamburg e.V.” beruht die Klage auf der “uneingeschränkten Überzeugung, dass die Weihnachtstagung von 1923/24 gescheitert ist, und die damals neu begründete Anthroposophische Gesellschaft mit ihren von allen Anwesenden verabschiedeten Statuten aufgrund der Tatsache, dass die Mitglieder sich seit 1925 nicht mehr um sie gekümmert haben, untergegangen ist.”

    Durch die Reaktivierung der Weihnachtstagungsgesellschaft solle “die Tatsache verdeckt werden, dass die Weihnachten 1923 neubegründete Anthroposophische Gesellschaft nicht mehr existiert.”

    Dagegen erklärte das Vorstandsmitglied der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft, Paul Mackay, mit Bezug auf das Bestreben die Konstitutionsfrage zu lösen und einen neuen Anfang zu machen: “Wir finden es so wichtig bei dieser Sache erst mal anzuknüpfen, weil es unseres Erachtens bei der Weihnachtstagung nicht nur um eine geistige Angelegenheit, sondern auch um ein irdische Angelegenheit gehandelt hat, um eine gesellschaftsrechtliche Angelegenheit.”

    “Ich glaube, dass wir eine gute Grundlage haben, sowohl in der Hauptsache wie nach wie vor im Verfahren.”

    “Wir wussten von Anfang an, dass wenn wir diesen Weg gehen, dass wenn wir sagen wir wollen anknüpfen auch gesellschaftsrechtlich an der Begründung der Gesellschaft Weihnachten 1923, dann gibt es einiges zu erklären, aber das lässt sich erklären und begründen. Man muss jedoch auch wissen, da gibt es dann die Möglichkeit Klage einzureichen,” so Mackay weiter.

    1. 600 Mitglieder aus aller Welt verabschiedeten Ende Dezember mit deutlicher Mehrheit die Statuten der Gründungsversammlung von 1923 in ergänzter Form trotz lautstarker Opposition einer kleinen Gruppe Gegner.

    Bis all Seiten ihre Argumentationen und Gegenargumentation den Gerichten vorgelegt haben, ziehen sich die Verfahren voraussichtlich noch über einige Monate hin.

    ENDE

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    Bericht-Nr.: N030221-01DE Datum: 21. Februar 2003

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    Einstweilige Verfügung im Rechtsstreit um die Konstitution der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft (Weihnachtstagung)

    Von Christian von Arnim

    Dornach, 13. Februar (NNA) - Die Bestrebungen des Vorstandes der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft (AAG) “eine gesunde konstitutionelle Grundlage für die weitere Entwicklung der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft zu schaffen” haben eine vorläufige gerichtliche Niederlage erlitten.

    Der Rechtsstreit geht um die Rechtmäßigkeit des Beschlusses der jüngsten, Ende Dezember 2002 abgehaltenen außerordentlichen Mitgliederversammlung, die Handlungsfähigkeit der auf der Weihnachtstagung 1923 gegründeten sogenannten Weihnachtstagungsgesellschaft wiederherzustellen.

    Auf Antrag von Gegnern der Reaktivierung der Weihnachtstagungsgesellschaft hat nun das Gericht Dornach-Thierstein einstweilig verfügt, dass die neuhandlungsfähige Gesellschaft bis zum Abschluss des Hauptverfahrens keine rechtsgeschäftlichen Handlungen vornehmen darf. Mit dem Handlungsstopp muss auch die Fusion der AAG und der Weihnachtstagungsgesellschaft, die bei der Generalversammlung zu Ostern 2003 vorgesehen war, verschoben werden.

    Der Vorstand der AAG hat noch keine Entscheidung gefällt, ob gegen die das Verfahren betreffende einstweilige Verfügung Berufung eingelegt werden soll, scheint aber dem richterlichen Entscheid eher gelassen gegenüber zu stehen: “Ich sehe das so, das der Richter, der jetzt entschieden hat, sich sagte ich brauche mehr Zeit. Und so eine einstweilige Verfügung muss man in der kürzesten Zeit beschließen. Und wenn er dem Antrag nicht statt gegeben hätte, dann hätten wir die Fusion gemacht und es wären neue Tatsachen geschaffen,” erklärte Vorstandsmitglied Paul Mackay NNA gegenüber.

    In der Sache selbst der Fusion meint Mackay: “Wir haben diesen Weg nicht umsonst den Mitgliedern vorgeschlagen, sondern weil wir nach unserem Rechtsgutachten der Auffassung sind: das geht. Es ist für uns wichtig, dass wir das Geschehen bei der Weihnachtstagung nicht nur im ideellen Sinne sondern auch im gesellschaftsrechtlichen Sinne ernst nehmen. Und das machen wir jetzt.”

    “Deswegen kann das jetzt überhaupt angefochten werden. Dadurch dass wir es jetzt im gesellschaftsrechtlichen Sinne ernst nehmen kommt es jetzt vor den Richter”, so Mackay weiter.

    Die Konstitutionsdebatte dreht sich um die Frage, ob die von Rudolf Steiner an der Weihnachtstagung 1923 als Medium für die geisteswissenschaftlichen Aufgaben der Anthroposophie neukonstituierte Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft - die Weihnachtstagungsgesellschaft - im juristischen Sinn heute noch besteht oder ob sie in dem ursprünglichen, als Verwaltungsorgan konzipierten Johannesbauverein, der seit dem 8. Februar 1925 auch den Namen Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft trug, aufgegangen ist.

    Da die zwei Körperschaften ganz verschiedene Aufgaben innehatten, ist die Frage welche der beiden Vereine durch die heutige AAG vertreten ist - und damit die Frage ob die Weihnachtstagungsgesellschaft noch besteht - von grundsätzlicher Bedeutung sowohl für die Mitglieder als auch die Führungsorgane.

    1. 600 Mitglieder aus aller Welt verabschiedeten Ende Dezember mit deutlicher Mehrheit die Statuten der Gründungsversammlung von 1923 in ergänzter Form trotz lautstarker Opposition einer kleinen Gruppe Gegner.

    Damit schaffe sich laut Erklärung der AAG von Anfang Januar die weltweit tätige Bewegung eine angemessene Rechtsgrundlage für ihren Zusammenhalt und ihre Arbeit. Die bereits bei der Gründung 1923 verabschiedeten Statuten hätten in ergänzter Form erneut Gültigkeit gewonnen. Die erneuerte Verfassung ermögliche einen zeitgemäßen Führungsstil: Der Vorstand leite in Zusammenarbeit mit den Generalsekretären der Landesgesellschaften und den Hochschulverantwortlichen die Weltgesellschaft, so die Erklärung.

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    Bericht-Nr.: N030213-01DE Datum: 13. Februar 2003

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    Kontinuierlicher Erfolg für Südafrikas Novalis-Institut

    Kapstadt, 12. Februar (NNA) - Das Novalis-Institut in Südafrika kann auf ein erfolgreiches Jahr 2002 zurückblicken.

    Das Institut, ein Ressourcen-Zentrum für innovative Entwicklungsprogramme für Erziehung und Kultur, erlangte volle Anerkennung von staatlichen Schlüsseleinrichtungen, und ist nun berechtigt, Zeugnisse und Diplome für staatlich anerkannte Kurse für Lehrer zu verleihen, was ihm erlaubt, das Erziehungswesen auf allen Ebenen zu beeinflussen.

    “Diese Entwicklungen sind grundlegend, insofern als ”Novalis“ die offizielle Anerkennung gewonnen hat, die es befähigt, zu innovativem und kreativem Lernen beizutragen”, erklärte das Institut in einem Rückblick auf 2002 und Vorblick auf 2003.

    Im September wurde “Novalis” anerkannt als ETDP (Anbieter von Aus- und Weiterbildungsprogrammen) SETA (sektorale Aus- und Weiterbildungsgebiete) bis Stufe sechs im NQF (nationalen Qualifikationsrahmen) und der FET-Kategorie (Weiterbildung) der staatlichen Ausbildung.

    Im November wurde das Institut von Erziehungsminister Professor Kadar Asmal und der südafrikanischen UNESCO-Kommission als Kooperationspartner anerkannt. Diese wichtige Außeichnung bedeutet, dass “Novalis” als eine von den 34 gemeinnützigen Organisationen aus Hunderten ausgewählte wurde.

    Ein weiteres Projekt, das auf Initiative von “Novalis” zustande kam, ist der SGB (Ausschuss zum Erarbeiten von Bildungsstandards) für Künste und kulturfördernde Erziehung und Ausbildung, der im südafrikanischen Staatsanzeiger im Juli 2002 bekannt gegeben wurde. Darin hat SAQA (Südafrikanische Qualifikations-Behörde) den SGB beauftragt, modulare Standards zu entwickeln und festzulegen, aufgrund derer ein staatlich anerkannter Lehrplan für weiterführenden Kunst- und kulturfördernden Unterricht entwickelt, geschrieben und in Modellvorhaben auf den Weg gebracht werden sollen. Novalis wird dabei eine Hauptrolle spielen.

    Das Mandat für die Arbeitsgruppe wurde für drei Jahre erteilt. In dieser Zeit wird sich das SGB siebenmal jährlich treffen, um seine Arbeit zu verrichten. Das bedeutet, dass nach Vollendung Methodik, die von “Novalis” mitgestaltet wird, hineingeschrieben sein wird in ein anerkanntes und zugelassenes Schulungsprogramm, das in allen tertiären und weiterführenden Bildungseinrichtungen in Südafrika angeboten werden wird.

    Die durch “Novalis” angebotenen Bildungsprogramme umfassen die ganzheitliche Schulentwicklung, berufliches Training für Lehrplanbewertung, Gartengestaltung für ganzheitliche Ernährung, Musik und integrierte Kunsterziehung durch den gesamten Lehrplan hindurch.

    Neue Programme für 2003 schließen ein Führungsprogramm für Schulleiter, sowie ein persönliches Führungsprogramm ein. Das Jugendförderprogramm wiederholt ein kombiniertes CamphiIl-Novalis-Projekt, das zum ersten Mal im Jahr 2000 für Jugendliche der ärmeren Gebiete der westlichen Kap Moravia Kirchensiedlungen erfolgreich lief.

    Diese Programme werden eine Nachhaltigkeitsstudie einschließen, die auf der “South African Agenda 21” (SACSA 21) basiert, die am Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung im August 2002 präsentiert wurde.

    Außerdem werden die prominenten Ökonomen Margaret Legum und Ralph Shepherd ein Trainingsprogramm für Berater auf dem Gebiet assoziatives Wirtschaften entwickeln. Der Kurs wird sowohl auf Margaret Legums kürzlich veröffentlichtem Buch “It Does Not have to be this Way” (Es muss so nicht sein) basieren, wie auch auf Inhalten aus “Shaping Globalisation” (Die Globalisierung gestalten) des Aktivisten der Zivilgesellschaft Nicanor Perlas und Material aus “Weil Menschen wichtig sind” des Ökonomen Juriaan Kemp.

    Zusätzlich zu seinen Programmen plant das Novalis-Institut 2003 auch eine Reihe von Tagungen: “Ubuntu Führung - Die Entwicklung von Werten in der Gesellschaft, um ein ‚wahrer Kosmopolit' zu werden” im April wird der Frage nachgehen, wie die Restriktionen des Nationalismus überwunden werden können, um zu einer umfassenden Menschlichkeit zu gelangen. Die Konferenz fällt mit den Besuchen von Professor Harrie Salman aus den Niederlanden und Stephan Mögel-Stadel aus Deutschland zusammen. Beide werden das Buch “ Dag Hammarskjold, Visionär für die Zukunft der Menschheit” von Stephan Mögel-Stadel in Südafrika vorstellen.

    Die zweite Tagung befasst sich mit dem Thema “Was ist Erziehung wirklich? (Teil 2)”. Sie ist die Fortsetzung einer erfolgreichen Tagung vom Oktober 2002, an welcher Teilnehmer baten, dass dieser Frage speziell für Pädagogen und Akademiker mit Berufserfahrung weiter nachgegangen werde. Ein Datum für Mai oder Juni wird in Betracht gezogen.

    Eine dritte Tagung wird unter dem Aspekt der Zivilgesellschaft dem Thema alternative Währungen und assoziatives Wirtschaften nachgehen. Ein Datum im September wird erwogen.

    ENDE

    The Novalis Institute, 39 Rosmead Avenue, Wynberg 7800, Cape Town, Südafrika. Telefon: +27 (021) 797 1857, Telefax: +27 (021) 761 0057, E-Mail: info@novalis.org.za, Internet: www.novalis.org.za.

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    Neuste “Adressenverzeichnis Anthroposophie”

    Dateline (NNA) -

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    Erster Salutogenesekongress “Wie entsteht Gesundheit”

    Stuttgart, 11. Februar (NNA) - Unter dem Titel “Wie entsteht Gesundheit?” wird vom 9. bis 11. Mai 2003 im Kursaal Bad Cannstatt erstmals ein Salutogenese-Kongress für alle am Thema Interessierten stattfinden.

    Laut einer Mitteilung der Veranstalter, umfasst der Kongress Vorträge von Dr. Eckhard Schiffer, Dr.  Jürgen Schürholz, Dr. Peter Selg und Dr. Michæla Glöckler sowie Arbeits-, Gesprächsgruppen und Workshops mit Dr. Rainer Patzlaff, Dr. Jan Vagedes, Uwe Buermann, Edwin Hübner, Dr. Jürgen Schürholz, Dr. Michæla Glöckler, Petra Kühne sowie Rolf und Inge Heine. Dabei wird das IPSUM Institut den Schwerpunkt “Salutogenese und Pädagogik” vorstellen. In den Pausen bietet eine Gesundheitsbörse ein umfangreiches Angebot zu allen Bereichen des Gesundheitswesens.

    Das Salutogenese-Konzept wurde ursprünglich von Aaron Antonowsky (1923-1994) entwickelt, der die bis dahin in der Medizin nicht untersuchte Frage stellte: Wodurch bleibt der Mensch gesund? Dabei stieß er auf das sogenannte “Kohärenzgefühl”, das kurz gesagt darin besteht, dass sich der Mensch mit seiner Umwelt in Übereinstimmung stehend empfindet. Welche Faktoren dieses Kohärenzgefühl beeinflussen und herstellen können ist dabei von entscheidender Bedeutung.

    Innerhalb der Anthroposophischen Medizin wurde das “Kohärenzgefühl” seit ihrer Begründung durch Rudolf Steiner (1861-1925) von Anfang an berücksichtigt, bildet doch das Verhältnis von seelisch-geistiger zur leiblichen Konstitution eine wichtige Grundlage des anthroposophischen Menschenbildes.

    Veranstaltet wird der Kongress von der Agentur “Von Mensch zu Mensch” in Zusammenarbeit mit der Anthroposophischen Gesellschaft Stuttgart, IPSUM Stuttgart, dem Verein für Anthroposophisches Heilwesen und der Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte. Der Kongress wird unterstützt von der Deutschen BKK, der Fa.Wala, Demeter-Baden-Württemberg, der Zukunftsstiftung Gesundheit und der Rothfuss Verlag und Medien GmbH.

    ENDE

    Anmeldeformulare und Kongresskarten sind erhältlich bei: Agentur “Von Mensch zu Mensch”, Tel. +49 (0)711 248 50 97, Fax +49 (0)711 248 50 99, E-mail: aneider@gmx.de. Frühbucher erhalten bis 31.März 2003 Rabatt.

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    Bericht-Nr.: N030211-01DE Datum: 11. Februar 2003

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    Elternberater gesucht: IPSUM Institut für Pädagogik, Sinnes- und Medienökologie vervielfacht Ausbildungskapazität

    Von Christian von Arnim

    Stuttgart, 16. Januar (NNA) - Die Tätigkeit von Elternberatern für Eltern, die Hilfe bei der gesunden Erziehung ihrer ganz kleinen Kinder suchen scheint sich zu einem neuen Berufsfeld zu entwickeln. So jedenfalls die Erfahrung des Stuttgarter Instituts für Pädagogik, Sinnes- und Medienökologie (IPSUM).

    Laut dem Institut hatte es mit seinem ersten Angebot einer berufsbegleitenden, über 22 Monate sich erstreckenden Weiterbildung “Elternberater/in Frühe Kindheit” so großen Erfolg, dass auch die Verdoppelung der Kapazität durch jährlichen Kursbeginn nicht ausreichte, um den Andrang der BewerberInnen zu bewältigen.

    Die Weiterbildung “Elternberater/in Frühe Kindheit” befasst sich besonders auch mit den ersten drei oder vier Jahren noch vor dem Eintritt in Kindergarten und Schule.

    Daher hat sich das Institut entschlossen, in München eine Zweigniederlassung zu gründen und dort unter der Leitung von Christiane Kutik - in Waldorfkindergärten als Autorin zahlreicher Bücher bekannt - einen weiteren Ausbildungskurs einzurichten, der ebenfalls im Jahresrhythmus neue TeilnehmerInnen aufnehmen wird.

    Damit nicht genug: Das Modell des IPSUM-Elternberaterkurses inspirierte den in der Schweiz ansässigen Freien Pädagogischen Arbeitskreis (FPA), einen gleichen Kurs auch in Zürich anzubieten, in Zusammenarbeit mit dem IPSUM-Institut, jedoch als eigenständige schweizerische Einrichtung.

    Somit wird es in diesem Jahr bereits an drei Orten die Möglichkeit geben, einen Elternberaterkurs für den Bereich der frühen Kindheit zu beginnen: in Stuttgart (ab März 2003), in Zürich (ab August 2003) und in München (ab September 2003). Plätze sind noch vorhanden. An jeden dieser Kurse (Dauer rund 1 Jahr) schließt sich ein etwa halbjähriges Praktikum an, das mit einer Diplomarbeit und Zertifikat abgeschlossen werden kann.

    Außerdem hat die Institutsleitung vor, den schon lange geplanten berufsbegleitenden Ausbildungskurs für “Medienpädagogische Berater/innen” auf anthroposophischer Grundlage, der sich vor allem an KindergärtnerInnen, ErzieherInnen und LehrerInnen aller Alterstufen wenden wird, ebenfalls in diesem Jahr Wirklichkeit werden zu lassen, voraussichtlich ab September.

    Das anthroposophisch orientierte, 2001 gegründete Institut beschreibt sein Profil u.a. als öffentliches Eintreten für eine Erziehungspraxis, die Kindern unter den veränderten Bedingungen der heutigen Medien- und Informationsgesellschaft die gesunde Entfaltung aller sensorischen und motorischen Fähigkeiten ermöglicht, Eintreten für ein spirituelles Menschenbild als Grundlage der Pädagogik, und Aufbau und Verbreitung einer anthropologisch fundierten Sinnes- und Medienökologie sowie deren Umsetzung in die pädagogische Praxis in den Bereichen Kleinkind-Erziehung, Kindergarten und Schule

    ENDE

    Informationen: IPSUM gGmbH, Libanonstr.3, 70184 Stuttgart, Tel. +49 (0)711 24882-10, Fax -11, E-Mail: info@ipsum-institut.de, Internet: www.ipsum-institut.de

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    Bericht-Nr.: N030116-01DE Datum: 16. Januar 2003

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    Mehr Studierende an Dornacher HFAP

    Dornach, 10. Januar (NNA) - 2002 konnte die Höhere Fachschule für anthroposophische Pädagogik (HFAP) in Dornach, Schweiz, eine stetige Zunahme der Zahl der Studierenden verzeichnen. Laut der Medienstelle Anthroposophie Schweiz absolvierten 104 Studierende das ehemalige Lehrerseminar in Dornach.

    Den Studierenden der “neuen Kunstschule Basel” und der “Schule für Sprachgestaltung und Schauspiel” wurden die pädagogischen Grundlagenkurse der HFAP zugänglich gemacht, sodass insgesamt rund 200 Studierende die HFAP besuchen.

    In Zusammenarbeit mit dem staatlichen Lehrerseminar Liestal werden ab Januar 2003 gegenseitige Kurse an beiden Insitutionen eingerichtet. Im November 2003 wird am Goetheanum eine gemeinsame Weiterbildungstagung für rund 600 Lehrkräfte und Studierende der allgemeinen wie der Waldorf-Pädagogik stattfinden.

    ENDE

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    Bericht-Nr.: N030110-04DE Datum: 10. Januar 2003

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    Hamburger Waldorfschulen in Finanznot

    Hamburg, 10. Januar (NNA) - Die sechs Rudolf-Steiner-Schulen in Hamburg befinden sich zunehmend in der Finanzkrise.

    Laut einem Bericht im “Hamburger Abendblatt” vom 7. Januar hat sich die Lage der Schulen als Ergebnis der Sparpolitik des Mitte-Rechts-Senats “dramatisch verschlimmert”: den Schulen wurde ein Sparbeitrag von 10,2-Prozent auferlegt.

    “Wir benötigen eigentlich eine Erhöhung der Elternbeiträge um 30 Prozent, um einen ausgeglichenen Haushalt zu erzielen”, zitiert die Zeitung Matthias Farr, Geschäftsführer der Rudolf-Steiner-Schule Wandsbek.

    Auch der Personaletat an der Schule soll um zwei Prozent abgesenkt werden. Schon jetzt verdienen Waldorf-Lehrer beträchtlich weniger als ihre Kollegen an staatlichen Schulen.

    Der Streit zwischen den Behörden und den Schulen in freier Trägerschaft besteht schon lange - und nicht nur in Hamburg. (Siehe auch NNA-Bericht N020208-01DE Freie Schulen in Hessen und Hamburg verlangen Klärung der Finanzierungsgrundlage, 8.2.2002).

    Vor fast einem Jahr beschwerte sich die die Elterninitiative “Verbesserung der staatlichen Finanzhilfe für die Freien Schulen in Hamburg”, der auch die Rudolf-Steiner-Schulen angehören, über den vorgelegte Haushaltsplanentwurf für 2002: “Trotz vollmundiger Wahlversprechen, die Schülerkostensätze deutlich auf 80 % zu erhöhen [gemessen an den Ausgaben für vergleichbare Schüler an staatlichen Schulen, Red.], setzt auch der neue Senat nur das um, was Rot/Grün schon verabredet hatte”, so die Elterninitiative damals.

    Auch in Hessen gab es eine Auseinandersetzung zwischen der Arbeitsgemeinschaft der Schulen in freier Trägerschaft (AGFS), darunter auch die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Waldorfschulen in Hessen, und der Landesregierung um eine wirkliche Verbesserung für das freie Schulwesen

    ENDE

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    Bericht-Nr.: N030110-01DE Datum: 10. Januar 2003

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    Ernährungsqualität - Quo Vadis?

    Bochum, 10 Januar (NNA) - Unter dem Title “Ernährungsqualität - Quo Vadis? Beiträge und Aspekte ökologischer Pflanzenzüchtung” werden am 25. Januar Ansätze und Perspektiven der ökologischen und biologisch-dynamischen Züchtung am Beispiel der Ernährungsqualität mit GärtnerInnen, LandwirtInnen, wissenschaftlichen Fachleuten und interessierten Laien diskutiert.

    Die von der Zukunftsstiftung Landwirtschaft veranstaltete Tagung mit Arbeitsgruppen, Diskussionsforen und Vorträgen wird sich mit den Fragen beschäftigen: Welches Verständnis von Lebensmittelqualität leitet ökologische Züchter? Wie kann dieses Verständnis bei der Züchtung berücksichtigt werden? Stehen "äußere“ und ”innere" Qualität in einem Widerspruch? Wie kann man Lebensmittelqualitäten erfassen?

    ENDE

    Anmeldeschluss: 15. Januar 2003. Tagungsprogramm und weitere Infos bei: Zukunftsstiftung Landwirtschaft, Postfach 10 08 29, 44708 Bochum. Tel. 0234/5797 - 141, Fax -188, E-mail: bochum@zs-l.de , Internet: www.zs-l.de und www.saveourseeds.org

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    Bericht-Nr.: N030110-03DE Datum: 10.Januar 2003

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    Spendenaktion für hochwassergeschädigte Bio-Bauern erbrachte über 150.000 Euro

    Bochum, 10. Januar (NNA) - Der Spendenaufruf zur Unterstützung hochwassergeschädigter Bio-Betriebe im Osten Deutschlands erbrachte über 150.000 Euro.

    Initiiert von der Zukunftsstiftung Landwirtschaft (zs-l), der Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL) sowie dem Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und dank weiterer Partner konnte dieser Spendenfond bereitgestellt werden.

    Dank der guten Resonanz sowie der großen Hilfsbereitschaft wurden damit die anfänglichen Erwartungen bei weitem übertroffen, erklärte die Zukunftsstiftung Landwirtschaft. 21 Bio-Betriebe erhalten je nach Einzelfall zwischen 1.000 und 8.000 Euro, vereinzelt auch darüber.

    Über die Verteilung der eingegangenen Gelder wurde in einem gemeinsamen Gremium, dem auch Mitglieder aus den Anbauverbänden angehörten, einstimmig entschieden. Neben der unmittelbaren materiellen Hilfe steht die Spendenaktion auch für die gelebte Solidarität zwischen Ost und West, die in diesen Tagen notwendiger denn je ist, so die zs-l.

    ENDE

    Siehe auch NNA-Bericht 020829-01DE Spendenaktion für hochwassergeschädigte Bio-Bauern, 29.8.2002)

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    Bericht-Nr.: N030110-02DE Datum: 10. Januar 2003

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    Anthroposophische Gesellschaft in Belgien bedauert Ablehnung ihrer Klage gegen Sektengesetz

    Gent, 9. Januar (NNA) - Die Anthroposophische Gesellschaft in Belgien hat ihr Bedauern über die Ablehnung ihrer Klage vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gegen das in Belgien bestehende Sektengesetz ausgedrückt.

    Das Gesetz hat zur Errichtung eines “Informations- und Beratungßentrums über schädliche sektiererische Organisationen” geführt. “Wir können dieses Urteil nur sehr bedauern, und hoffen, dass das Zentrum, dem wir schon verschiedenartige Dokumentation über die anthroposophische Bewegung zur Verfügung gestellt haben, nicht nur falsche oder negative Informationen vergeben wird, wie sie zum Beispiel in Frankreich und Belgien von Seiten der Behörden verbreitet worden sind,” erklärte Luc Vandecasteele von der Anthroposophischen Gesellschaft.

    Laut Vandecasteele erhob die Klage Bedenken über die potentielle Diskriminierung von kleineren weltanschaulichen Gruppen, die jetzt von einer Instanz außerhalb der normalen Justiz aufgrund nicht-verifizierter Informationen als schädlich gekennzeichnet werden könnten.

    In seinem Urteil habe der Hof erklärt, dass die Bedingungen von Art. 34 und 35 der [Europäischen Menschenrechts-] Konvention nicht erfüllt seien, so Vandecasteele, ohne anzugeben ob entweder der Termin der Anklage nicht respektiert worden sei, die innere Berufungsmöglichkeiten nicht erschöpft worden seien - beide Bedingungen seien jedoch laut Vandecasteele erfüllt worden -, oder die anklagende Partei gemäß den Bestimmungen der Konvention nicht benachteiligt worden sei.

    Artikel 34 der Menschenrechtskonvention bestimmt wer vor dem Gerichtshof Klage erheben darf und Artikel 35 die Kriterien über die Zulässigkeit von Klagen.

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    Bericht-Nr.: N030109-01DE Datum: 1. Januar 2003

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