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GLS-Bank erneut mit zweistelligem Wachstum
Jahresversammlung erstmalig in neuem Bochumer Geschäftsgebäude. BOCHUM (NNA). In drei Jahren hat sich das Bilanzvolumen der GLS-Gemeinschaftsbank von 280 auf 570 Mio. Euro mehr als verdoppelt. Das gesamte Geschäftsvolumen der GLS-Gruppe beläuft sich sogar auf 728 Mio. Euro. Im Vorfeld der Jahresversammlung präsentierte Vorstandsmitglied Thomas Jorberg bei einer Pressekonferenz in Bochum die nachhaltig guten Resultate der GLS-Bank und der gesamten GLS-Gruppe mit Bank, Treuhand und Beteiligungs AG sowie Fonds. Zum ersten Mal hielt die GLS Gemeinschaftsbank ihre Jahresversammlung Mitte Juni im neuen Geschäftssitz hinter dem Schauspielhaus Bochum ab, dessen Fertigstellung Ende September 2005 als „Standort für Visionen“ mit einem großen Fest gefeiert worden war. (NNA berichtete) Auch in den ersten Monaten 2006 verlief das Wachstum im erwarteten Rahmen von 10 – 15 %. Ende Mai 2006 verfügte die Bank über ca. 34 Mio. Euro Bank-Eigenkapital (Genossenschaftsanteile und stille Beteiligungen), hatte 14.000 Mitglieder, 49.740 Kunden und beschäftigte 181 Mitarbeiter. Die GLS-Bank bietet zukunftsfähige Vermögensanlagen für Stiftungen, Institutionen und Privatvermögen. Sie bietet dazu Vermögensanlageberatung und Vermögensverwaltung an. Bei ihrem Wachstum stellt die GLS-Bank fest, dass die Bedürfnisse nach ihren Angeboten sowohl im Finanzierungs- wie im Anlagebereich wachsen und zwar bei Stiftungen und Stiftungswilligen, im Gewerblichen – und dort vorwiegend bei erneuerbaren Energien und im Bereich Naturkost – und weiter bei gemeinnützigen Einrichtungen, die entweder sehr stabil sind, teilweise aber auch wachsen. Bei den interessierten Privatpersonen unterscheidet die Bank Kultur-Kreative, Postmaterielle und „Lohas“ (Lifestyle of health and sustainability) – Gruppierungen, die sich quer zu den herkömmlichen Kaufkraftgruppen und klassischen sozialen Schichtkriterien bilden. Neben ihrem Geschäftssitz in Bochum unterhält die GLS-Bank übrigens vier Filialen in Hamburg, Frankfurt, Stuttgart und Freiburg i.Br.. Mikrokredit für die „Berliner Tüte“ Die GLS Treuhand/Stiftung führt in Zusammenarbeit mit der Musikschule Bochum das Projekt „Jedem Kind sein Instrument“ durch, für das sie 2005 den Preis INVENTIO erhalten hat. Neu findet dieses Projekt auch Verbreitung im Land Nordrhein-Westfalen (Duisburg, Dortmund) sowie in Görlitz, Meissen und Hamburg Verbreitung. Bei der GLS Beteiligungs AG steht der Mikrofinanzfonds im Vordergrund, der 2004 errichtet wurde. Er wird – u.a. durch Beiträge des Bundesministeriums für Wirtschaft und EU-Mittel – neu von 1,5 auf 2 Mio. Euro aufgestockt. Dabei geht es um Mikrokredite für Existenzgründungen sowie Klein(st)-betriebe oder um die Vorfinanzierung von Investitionen zu deren weiterem Wachstum. Im neu erarbeiteten ersten Mikrofinanzhandbuch für Deutschland werden verschiedene Fallbeispiele wie die „Berliner Tüte“ vorgestellt. „Schon jetzt zeigt sich,“ so Jorberg bei der Pressekonferenz in Bochum , „dass dieses Modell weitere Verbreitung finden wird.“ Integration der Ökobank endgültig abgeschlossen Für ihre geschäftliche Zukunft hat sich die GLS-Gruppe das Ziel gesetzt, dass sie ihren Marktanteil ausbauen, zumindest aber halten will. Zudem soll mit einer Erneuerung von Logo und Wording die Kommunikation verbessert werden. Auch die Haußeitschrift „Bankspiegel“ wird erneuert, denn Transparenz herstellen heißt für eine Bank mit 50’000 Kunden etwas anderes als für ein Unternehmen mit 20'000 Kunden. In diesem Relaunch der Unternehmenskommunikation wird sich auch spiegeln, dass „die Integration der Oekobank endgültig und erfolgreich abgeschlossen“ ist. Darum wird die Bezeichnung „GLS Gemeinschaftsbank eG mit Ökobank“ verschwinden, dazu Thomas Jorberg: „Wir sind mehr als öko“! Neu startet in Kooperation mit der Universität Plymouth im September ein praxisforschender, berufsbegleitender Master Studiengang für Social Banking, und vom 21. bis 30. Juli bietet die Akademie Mont Cenis in Herne eine internationale Summer School on Social Banking and Finance an – beides zusammen sind „die ersten internationalen Studienangebote diese Art“, so Julian Kühn, GLS-Treuhand-Vorstand bei der Pressekonferenz. Jahresversammlung mit prominenten Gästen Die Jahresversammlung der GLS-Bank begann mit dem Podiumsgespräch „Zukunft gestalten – Visionen leben“ mit Patricia Taterra von der Initiative „We are what we do“ mit ihren Tipps zur Verbesserung der Welt, mit Helmy Abouleish, Geschäftsführer der ägyptischen Sekem-Gruppe, des „Wunders in der Wüste“, mit Jakob von Uexküll, Initiator des Alternativen Nobelpreises und des Welt-Zukunftsrates – er hatte Ibrahim Abouleish, den Gründer von Sekem, mit dem alternativen Nobelpreis ausgezeichnet –, und mit Götz Werner, Geschäftsführer des dm-drogerie-markts und Promotor des „bedingungslose Grundeinkommens“ . Am Samstag folgte die konkrete Vorstellung einzelner Projekte – Sekem und die Assoziation Monte Azul in einer Favela in Sao Paulo/Brasilien – sowie die reguläre Jahresversammlung, zu der rund 800 Gäste nach Bochum gekommen waren, mit Geschäfts- und Lagebericht und Abstimmungen. Am Nachmittag wurden Ausflüge zu GLS-Projekten aus den Bereichen ökologische Landwirtschaft, Heilpädagogik und Medizin im Umkreis von Bochum angeboten. Im Haus der Bank ist auf drei Geschossen zudem eine Ausstellung der mexikanischen Malerin Laura Hernandez zu sehen, die 1997 im Kunstmuseum Bochum mit der Installation OMNIA Furore gemacht hat; außerdem stellte Laura Hernandez bei der Jahresversammlung ihre Arbeit vor. nna/end/kra/ung Links: www.berliner-tuete.de, www.sekem.com, www.unternimm-die-zukunft.de. Literaturhinweis zur Initiative „We are what we do“, Einfach die Welt verändern. 50 Ideen mit großer Wirkung. Pendo Verlag München und Zürich 2006 Bericht-Nr.: 060619-01DE Datum: 19. Juni 2006 © 2005 News Network Anthroposophy Limited (NNA). Alle Rechte vorbehalten. Siehe http://www.nna-news.org/copyright/ Weitere NNA-Berichterstattung unter: http://www.nna-news.org/content/ |
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