. . . Nachrichten für eine andere Welt Suche Nachrichtenarchiv
   

NNA
ist eine internationale Nachrichtenagentur, die Nachrichten und Ereignisse verbreitet und kommentiert aus einer Perspektive des Geistes und die sich um ein spirituelles Verständnis bemüht, das mit der Entwicklung neuer Paradigmen auf allen Lebensgebieten verbunden ist – sei es im Aktuellen, in Politik und Gesellschaft, in der Zivilgesellschaft, in Ökologie, Erziehung, Wirtschaft, Landwirtschaft, Kunst und Wissenschaft.


English site

   




Wed, 23 Aug 2006

Mehr Kompetenz für Führungskräfte in der Pflege

Neue Fortbildung ab September an der Privatuni Witten/Herdecke

Witten/Herdecke (NNA). Einen zertifizierten Lehrgang zur Weiterbildung von Führungskräften in der Pflege bietet die private Universität Witten/Herdecke ab Ende September an. Das neue Weiterbildungsangebot mit dem Titel „Health Care Manager“ reagiere gezielt auf die neuen Herausforderungen in den Pflege- und Gesundheitseinrichtungen, heisst es in der Pressemitteilung der Universität.

Zunehmender Kostendruck, sinkende Einnahmen der gesetzlichen Versicherungsträger und veränderte Patientenansprüche erforderten die Vermittlung zusätzlicher Qualifikationen. Vermittelt werden Kompetenzen für eine bessere Unternehmenssteuerung, Mitarbeiterführung und Selbstdarstellung der Einrichtung. Nach dem Besuch von insgesamt fünf Studienabschnitten (Modulen), die vom 29. September bis 16. Dezember 2006 angeboten werden, können Teilnehmer einen zertifizierten Abschluss erwerben.

Themen des Lehrgangs sind unter anderem Change-Management als Erfolgsfaktor, Transparenz durch Kostenrechnung und neue Wege der Arbeitsgestaltung. Die Module können auch einzeln gebucht werden.

NNA/end/ung

Information: Frau Josat, Tel.: 02302/926-903, -906(Fax), E-Mail: weiterbildungpflege@uni-wh.de

Link: Internet: www.uni-wh.de/zwb

Bericht-Nr.: 060823-05DE Datum: 23. August 2006

© 2006 News Network Anthroposophy Limited (NNA). Alle Rechte vorbehalten. Siehe http://www.nna-news.org/copyright/

Weitere NNA-Berichterstattung unter: http://www.nna-news.org/content/

Von der Notwendigkeit, die Moderne zu humanisieren

Symposion zum Todesjahr von Beuys mit Shelley Sacks in Darmstadt - „Universität der Bäume“ soll im Sinn der Sozialen Plastik wirken

Von NNA-Korrespondentin Edith Willer-Kurtz

DARMSTADT (NNA). Sprechen über Bäume als Kraft für das stete Wachsen der Sozialen Skulptur – dies war Gegenstand eines Symposions in diesem Sommer im Darmstadt. Das Kulturinstitut Atelierhaus Vahle aus Darmstadt und die englische Oxford Brookes University, Social Sculpture Research Unit, hatten aus Anlass des 20.Todesjahr von Joseph Beuys (1921-1986) dazu eingeladen.

Rhea Thönges-Stringaris aus Kassel, Mitbegründerin, berichtete lebensnah über die Aktion „7000 Eichen“ von 1982 in Kassel als ein herausragendes Beispiel im Werk von Joseph Beuys, das sie begleitet hat. Schon Beuys Vorschlag der „Verwaldung“ war von der Verwaltung kaum zu begreifen gewesen, die Dokomenta-Herrschaft wahrend der Zeit und Vorschläge wie 3,5 Millionen Mark sind 5 DM pro Bürger und des Satzes von Beuys „notfalls komme ich als Baum“ lässt nachvollziehen, welche Kraft in dem Impuls steckte.

Die Realisation, die fünf Jahre dauerte, zeigt - 20 Jahre später auf Fotos betrachtet - ganze Straßenzüge und Plätze aufgewertet. Fünf- oder sechseckige Basaltsteine wurden als Wächter und Begleiteter eingesetzt. Dass diese Aktion nicht nur ökologische Bedeutung hat - die Eiche als Lunge – zeigte sich in der Diskussion. Von den Fragen der Bürger „Wie geht man damit um?“ bis hin zum „Wärmecharakter“, der Liebe zum Baum wurde der Bezug zur Sozialen Plastik deutlich. So gilt die Aktion heute als optimale Umsetzung der Idee des „erweiterten Kunstbegriffs“ von Joseph Beuys.

Von regionalen Baumsituationen und Baumschutzsatzungen wurden auf der Tagung außerdem berichtet und Äußerungen von Menschen zitiert, die aus dem Ausland nach Deutschland kommen und aussagen, dass in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern die Bäume auffallen.

Wie anders betrachten die Afrikaner zum Beispiel ihre Bäume, ergänzte Prof. Heinz Kimmerle zum Thema. Die Achtung vor der Natur und die Verehrung von Bäumen im Animismus, bei dem davon ausgegangen wird, dass alle Dinge beseelt sind oder sein können. Dazu gehöre, so Kimmerle „dass die Dinge in der Natur Respekt verdienen und Erfurcht“, denn das Leben sei ein „ununterbrochenes Zusammenspiel sichtbarer und unsichtbarer Vorgänge“. Der Glaube an Geister im afrikanischen Denken und Fühlen, der in Afrika zur Rationalität keinen Gegensatz bilde, auch nicht bei Intellektuellen und das Wissen um gute und böse Geister, die die Harmonie des Universum und des Lebens auf der Erde bewahren oder stören, sei wissenschaftlich relevant. Bevorzugte Wohnstätten der Geister in der Natur seien Pflanzen, Bäume, sowie Flüsse Felsen und Teile der Landschaft. Bäume seien demnach vielfältig zu bewerten, nicht zuletzt durch die Einsicht: „Die Gemeinschaft macht die Existenz des Einzelnen erst möglich“. Seiner Beobachtung nach entsteht derzeit in bestimmten Subkulturen und auch in den Wissenschaften eine neue Offenheit für die Annahme von Geistern.

Shelley Sacks, die Künstlerin, die nach dem Kunststudium in Südafrika auf der 6. Dokumenta Beuys kontaktierte und seine sozialen Impulse erst in Townships verwirklichte, ist jetzt Principal Lecturer in Social Sculpture und Direktor der Social Sculpture Research Unit an der Oxford Brookes University in Großbritannien. Sie versteht die Soziale Plastik als neuen ökologischen Begriff, wobei neue Wahrnehmungsorgane, neue Bewusstseins- und Erkenntnisformen zu zukunftsfähigen Handeln führen sollen.

Mit ihren beeindruckenden Aktionen gelingt es ihr, Menschen dazu zu bringen die Wirklichkeit wahrzunehmen mit der Einsicht: „wir haben Anteil daran“, Verständnis bis in das Herz und eine neue Art von Verantwortlichkeit soll als innere Bewegung aus tieferem Sinn initiiert werden.

Von Beispielen erzählt Shelley Sacks: Einem Erdhügel aus Lehm, der in den neunziger Jahren während drei Monaten die lokalen Bewohner ins Gespräch brachte, so dass sie es danach als reales Denkmal spürten. „Gedankenbank“ ist eine Wortprägung von Shelley Sachs. Diese Aktion lies Menschen Minuten bis Stunden um, zu und über das Wasser denken mit der Einladung sich vorzustellen, wie die Dinge auch anders sein könnten.

Bewusstseinsprozesse initiieren konnte sie auch bei dem spektakulären Bananenprojekt, Nicht nur, dass sie Bürger auf der Strasse Bananen essen lies um „einzuschmecken“ und Konversationen über Weltwirtschaft einleitete, die Schale war ihr wichtig. Diese getrocknet in hohen Stückzahlen wurden einerseits Arbeitsmaterial für Bildobjekte, weiter wurden die morbiden getrockneten Hüllen auf dem Boden installiert in einem großen Ausstellungsraum. Der wurde konzentriert mit den Stimmen, Beschreibungen und Klagen der Plantagenbauern, die die Besucher über Kopfhörer hören konnten. Eindringlich erlebbar bringt Shelley Sacks mit ihren Kunstaktionen so auch politisch Weltwirtschaftliches in Bewegung. Die sozialen Prozesse sind ihr wichtiger Bestandteil der gesamten Arbeit.

Ihr neuestes Projekt sind die Bäume: Die „Universität der Bäume“ wurde kürzlich gegründet und wird momentan entwickelt. Einzelne Bäume bekommen eine runde gelbe Filz-Bodenabdeckung. Ein Eindruck entsteht, als ob die Sonne auch noch von unten den Baum bestrahle. Sacks Auffassung, „wenn man die Dinge genau betrachtet, kann man darauf kommen was man umwandeln kann“, lässt die innere Welt der anderen erschließen, die Menschen bringen die Umwandlung zum Leben. Sacks Aktion wird in Foren weiter eingesetzt und wird auch im EU Parlament gezeigt werden.

Dr.  Hildegard Kurt vom Institut für Kunst, Kultur und Zukunftsfähigkeit e.V.´ aus Berlin konstatierte eine Entwicklung der ästhetischen Moderne, die „uns abverlangt, die Moderne zu humanisieren.“ Der Mensch werde als Akteur im Mittelpunkt stehen. Von der Kunst komme man auf neue Lebenspraxis. In dieser Stimmung entstand Initiative, regional werden die Symposionsinhalte um– und eingesetzt. Andere nehmen es weiter mit, vielleicht wie „positive Bazillen“. Weltweit werden Universitäten der Bäume notwendiges Gelb strahlen, um „die Not zu wenden“.

Zu Gast in Darmstadt war – in Beuysscher Tradition auch die Initiative Omnibus für eine direkte Demokratie, die Mitbestimmung und Eigenverantwortung innerhalb eines ganzen Staatorganismus seit Jahren auf Deutschlands Strassen aufklärend verständlich macht. Kurt Wilhelmi als Betreuer der Aktion Volksabstimmung erklärte den Anwesenden die Bedeutung der Aktion.

Im Kulturinstitut Atelierhaus Vahle, das auf der ehemaligen Wohn und Wirkstätte des Künstlerehepaars Inge (1915- 1989) und Fritz (1913-1991) Vahle gründet wurde, zeigte die Galerie C. Klein die Ausstellung der Künstlerin Francine Mury. In der Galerie werden mit Vorliebe naturbezogene Kunstwerke gezeigt.

NNA/end/ung/wil

Links: www.exchanche-velues.org u. ssacks@brookes.ac.uk, www.atelierhaus-vahle.de, www.und.institut.de, www.likeyou.com/francinemury, www.aktion-volksabstimmung.de

Bericht-Nr.: 060823-04DE Datum: 23. August 2006

© 2006 News Network Anthroposophy Limited (NNA). Alle Rechte vorbehalten. Siehe http://www.nna-news.org/copyright/

Weitere NNA-Berichterstattung unter: http://www.nna-news.org/content/

Den unsichtbaren Kräften im Schlosspark auf der Spur

Wien-Touristen können jetzt geomantische Sparziergänge in Schönbrunn unternehmen - Direktor wunderte sich über Nutzungsgewohnheiten der Besucher

Von NNA-Korrespondentin Cornelie Unger-Leistner

WIEN (NNA). Der Park des Schlosses Schönbrunn, der Sommerresidenz der österreichischen Kaiserfamilie in Wien, zählt zu den bedeutendsten barocken Gartenanlagen der Welt. Mit über sieben Millionen Besuchern im Jahr ist er für Touristen und Bevölkerung ein Hauptanziehungspunkt in der österreichischen Hauptstadt. Nun hat er noch eine zusätzliche Attraktion: mit dem Führer „Die unsichtbaren Kräfte“ kann der geomantisch interessierte Tourist sich bewusster im Park bewegen. Vom „positiven“ bis zum „abladenden, entspannenden Kraftort“ bietet der geomantische Plan verschiedene Möglichkeiten der Nutzung des Parks an. Auch Kultorte sind verzeichnet und Plätze, die durch ihre frühere Nutzung eine negative Ausstrahlung aufweisen.

Anderthalb Jahrzehnte lang war Dr.  Peter Fischer-Colbrie Leiter des Parks. Dabei fiel ihm auf, wie unterschiedlich die Besucher den Park nutzen: „Bei meinen fast täglichen Rundgängen konnte ich immer wieder feststellen, dass einige Bereiche des Parks besonders stark genutzt wurden und andere, oft sehr schön gestaltete Gartenbereiche nahezu gemieden wurden“, schreibt er dazu in der Publikation. Noch nachdenklicher wurde Dr.  Fischer-Colbrie, als er feststellte, dass die Vogelwelt des Parks sich ganz ähnlich verhielt wie die Besucher und dieselben Plätze mied oder bevorzugte. Nur zum Teil seien ihm diese unterschiedlichen Vorlieben mit Jahreßeit, Witterung, Sonne oder Schatten oder auch der Lärmbelästigung durch angrenzende Straßen zu erklären gewesen, betont er.

Als schließlich ein berühmter Feng-Shui-Experte aus China zu Gast war und er den Parkdirektor direkt auf Stellen im Park mit negativer Ausstrahlung hinwies, die genau mit den gemiedenen überein stimmten, fasste Fischer-Colbrie den Entschluss. „Seit damals plante ich, den zahlreichen kunst- und gartenhistorischen Publikationen auch eine geomantische Betrachtung Schönbrunns folgen zu lassen.“ Die kleine Broschüre ist sicherlich nicht zu vergleichen mit den dicken Hochglanzbildbänden, die es zum Thema Schönbrunn in Wien zu kaufen gibt. Man muss sie auch suchen, denn erwerben kann man sie nur im historischen Palmenhaus am Hietzinger Tor des Parks. Aber es gibt sie und im Vorwort bedankt sich der ehemalige Direktor unter anderem bei der Stadt Wien und dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft für die Unterstützung bei der aufwändigen geomantischen Untersuchung des Parks. Sie wurde von Otto Hepfel und Oskar Mattausch vom Österreichischen Verband für Radiästhesie und Geobiologie durchgeführt.

Interessant dabei ist auch, dass ein echtes Zentrum positiver Kraftorte dort zu finden ist, wo die Nutzung des Geländes im 17.Jahrhundert seinen Anfang nahm, am sogenannten Schönen Brunnen, von dem Schloss und Park ihren Namen haben. Während einer Jagd entdeckte Kaiser Matthias in der Nähe seines Jagdschlosses eine Quelle, die 1642 erstmals in den historischen Dokumenten erwähnt wird. Sie wurde mit einer Nymphenplastik zum Schönen Brunnen gefasst und mit der Zeit wandelte sich das Jagdschloss in eine herrschaftliche Sommerresidenz.

Während der Belagerung Wiens durch die Türken im Jahr 1683 wurde das Gebäude und der dazugehörige Park stark verwüstet.

Nach dem Sieg über die Türken war das Habsburgische Reiche mächtig wie nie zuvor. Um dies auch nach außen zu dokumentieren, sollte aus der zerstörten Residenz ein österreichisches Versailles entstehen. Kaiser Leopold I erteilte dem berühmten Barockbaumeister Fischer von Erlach den Auftrag, eine dem damaligen Zeitgeschmack entsprechende Gartenanlage im französischen Stil zu errichten. Mit Planung und Ausführung des Gartens wurde der französische Garteningenieur Jean Trehet beauftragt, ein Schüler des berühmten Gartenkünstlers Le Notre. Unter Kaiserin Maria Theresia wurden im 18.Jahrhundert dann sowohl das Schloss als auch der Park zum repräsentativen Sommersitz der Habsburger ausgebaut. Verschiedene Gartenkünstler schufen ein sternförmiges Alleensystem mit Dialogachsen, einen Tiergarten und den Aussichtshügel mit der Gloriette, die an den Sieg der österreichischen Truppen über Preußen bei Kolin 1757 erinnern soll. Die überall im fast zwei Quadratkilometer großen Park aufgestellten Plastiken nehmen Bezug auf die antike Mythen- und Sagenwelt.

In der 2.Hälfte des 18.Jahrhunderts begannen im kaiserlichen Auftrag große Sammelexpeditionen in entlegene Erdteile, die große Mengen exotischer Pflanzen nach Schönbrunn brachten. In diesem Zusammenhang wurde 1882 auch das Große Palmenhaus in der Nähe des Hietziger Tors gebaut. Seit dieser Zeit hat sich der Park kaum verändert, 1996 wurde Schönbrunn von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Schloss und Park spiegeln wie kaum ein anderes Gelände in Wien Geist und Atmosphäre der Herrschaft der Habsburger. Über diese Möglichkeit der Zeitreise in die europäische Geschichte hinaus eröffnet sich nun auch noch der geomantische Blick auf das ganze Gelände.

Drei Monate waren die Experten des Verbandes für Radiästhesie und Geobiologie 2004 mit Pendel, Rute und der sogenannten Grifflängentechnik im Park unterwegs, um die interessanten Orte aufzuspüren. Ihre Erkenntnisse reichen dabei weit über die Habsburger Zeit zurück bis hin zur mittleren Altsteinzeit. Hier weisen die radiästhetischen Spuren zum Beispiel in der Nähe der kleinen Gloriette, eines kleinen Turmbaus den ältesten Kultplatz Schönbrunns aus. Hier sei eine steinzeitliche Muttergöttin verehrt worden, heißt es im Geomantie-Führer, von verschiedenen Kulturen sei dieser Platz als Kult- und auch Opferplatz genutzt worden.

Im Gegensatz zu diesem Ort mit negativer Ausstrahlung bietet zum Beispiel der Mittelpunkt des Irrgartens mit einer mächtigen Platane einen Ort mit stark positiver Energie. Der Irrgarten war 1999 unter größtmöglicher Anlehnung an sein historisches Vorbild wieder hergestellt und neu eröffnet worden. Durch zwei Steinsetzungen mit Granit aus dem Waldviertel wurde die positive Ausstrahlung dieses Platzes noch verstärkt. Auch das Rosarium oder der Platz rund um das Palmenhaus werden im Geomantie-Führer als Region mit besonders positiver Ausstrahlung ausgewiesen.

Darüber hinaus kann der Führer auch für weitere Forschungen Anhaltspunkte liefern. So fand sich zum Beispiel beim sogenannten „Fächer“, einem gartenarchitektonisch besonders reizvoll gestaltetem Bereich mit einem wunderbaren Blick ein düsterer geschichtlicher Hintergrund. Eine Probemutung mit der Einstellung „Eisen“ ergab den Verdacht, dass sich in diesem Bereich ein langes Schwert im Erdboden befindet. Andere Untersuchungen verwiesen auf Massengräber in der Nähe, die möglicherweise aus der Zeit der Türkenkriege stammen. Dies war beispielsweise einer der Plätze, den die Besucher trotz seiner liebevollen Gestaltung und der schönen Aussicht nicht nutzen wollten.

So kann der Spaziergang durch die Touristenattraktion Schönbrunn verbunden mit den geomantischen Informationen auch zum Hinweis darauf werden, dass der Mensch grundsätzlich über die Möglichkeit der Wahrnehmung von nicht-sinnlichen Gegebenheiten verfügt.

End/NNA/ung

Literaturhinweis: F. Fischer-Cobrie/O. Heppel/O. Mattausch, Die unsichtbaren Kräfte im Schönbrunner Schlosspark. Ein geomantischer Spaziergang. (Ohne Ort und Jahrgang )

Zu beziehen an der Kasse des Palmenhauses in Schönbrunn oder über AV Astoria Druckzentrum GmbH, 1030 Wien Faradaygasse 6

Bericht-Nr.: 060823-03DE Datum: 23. August 2006

© 2006 News Network Anthroposophy Limited (NNA). Alle Rechte vorbehalten. Siehe http://www.nna-news.org/copyright/

Weitere NNA-Berichterstattung unter: http://www.nna-news.org/content/

„Männerlastiges“ Goetheanum erhöht Frauenpräsenz

DORNACH (NNA). Drei Frauen sind an der Hochschule für Geisteswissenschaft , dem Goetheanum in Dornach sowie im Führungsteam der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft neu in Führungspositionen berufen worden: Seija Zimmermann in den Vorstand der Gesellschaft. Ursula Gruber zur Leiterin der Sektion für Bildende Künste an der Hochschule und Margarete Solstad als Leiterin n der die Sektion für Redende und Musizierende Künste.

Margarete Solstad (54) kommt aus Norwegen und war über zehn Jahre als Bühneneurythmistin am Goetheanum tätig. Ihr Amt als Generalsekretärin der Anthroposophischen Gesellschaft Norwegens legte sie nieder, um die Leitung der norwegischen Eurythmieschule zu übernehmen. Diese Verpflichtung bindet sie noch bis zum Sommer 2007. Dann wird sie ihr neues Amt als Leiterin der Sektion für Redende und Musizierende Künste antreten.

Die Österreicherin Ursula Gruber (38) übernimmt im Herbst die Verantwortung für die Sektion für Bildende Künste. Diese wurde nach dem Ausscheiden von Christian Hitsch ad interim von Paul Mackay geleitet. Ursula Grube lebt als freischaffende Bildhauerin in Salzburg, wo sie die Bildhauerei auch gelernt hat neben Studien in Geschichte und Sozialkunde. Als Mitglied der Dornacher Werkgemeinschaft war sie mitbeteiligt an der plastischen Innengestaltung des Grossen Saals des Goetheanums.

Die finnische Ärztin Seija Zimmermann wurde an der Jahrestagung der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft/AAG im April als zusätzliches Mitglied in den Vorstand gewählt. Seija Zimmermann hat dem bisherigen Vorstand als Generalsekretärin der finnischen Landesgesellschaft „Lust auf eine Zusammenarbeit“ gemacht, denn – so Vorstandsmitglieder Paul Mackay – „wir sind zu männerlastig“. Überzeugt haben vor allem „der überaus positive Eindruck von ihrer Initiativkraft“ und ihre Sprachkenntnisse, sie spricht Finnisch, Schwedisch, Deutsch, Englisch und Russisch.

NNA/end/kra

Photos können bei der Goetheanum-Pressestelle angefordert werden: wolfgang.held@goetheanum.ch und 061/706 42 61

Bericht-Nr.: 060823-02DE Datum: 23. August 2006

© 2006 News Network Anthroposophy Limited (NNA). Alle Rechte vorbehalten. Siehe http://www.nna-news.org/copyright/

Weitere NNA-Berichterstattung unter: http://www.nna-news.org/content/

Schule als Lebensraum möglich machen

Captura-Tagung im Sommer in Witten-Annen schon Tradition

WITTEN/ANNEN(NNA). Wenn andere schon an Ferien denken, treffen sich Schüler und Studenten im Sommer jedes Jahr am Institut für Waldorf-Pädagogik Witten/Annen. Seit 2003 machen sich dort Studenten und Schüler unter dem Titel „Captura“ auf die Suche nach der „Schule von Morgen“.

Über 140 junge Menschen brachten in diesem Jahr Erlebnisse, Erfahrungen und Kreativität mit und tauschten sie untereinander aus mit verschiedenen Fähigkeiten und Potenzialen. Die einen initiativ, die anderen auf ihre Weise, so dass ein Gemeinsames erlebt wird ohne Lehrer-Schüler Gehabe. „ Herausforderung Freiraum“ war diesmal das Thema, nach den Themen der vergangenen Jahre: „Schule, Zukunft, Mensch“. Welches Potenzial hat der Freiraum?

In der Einladung zu Captura 2006 wird das Thema genauer formuliert: sich der Herausforderung zu stellen, alles Vorgegebene wegzudenken und den Mut aufbringen, einen Freiraum zu eröffnen, indem durch die rein menschliche Begegnung, aus der Wirklichkeit heraus, Lernen und Wachstum möglich wird. Können dadurch im Menschen die Fähigkeiten wachsen, sich selbst und sein Leben in die Hand zu nehmen?

Fünf Tage sind die jungen Menschen in den Räumen und draußen. Die Angebote häufen sich und sind logistisch an der Wand im Foyer-Büro-Cafeteria Raum überschaubar. Da gibt es ein Angebot: mehrere leichte Wandelementen einer Größe, mit der man schon ein Zimmer simulieren kann, zu erfühlen. Was ist wohl damit alles erlebbar? Einschließende Enge bis hin zum sich Weiten und den Freiraum „vergrößern“. Zum Freiraum gehören auch Grenzen.

Einige interessieren sich für das angebotene „Hellsehen“. Zum Ausgleich kann am Nachmittag am Teich auf dem Gelände bearbeitet werden, die soziale Struktur am realen Tun erkennen. Wieder andere Interessierte wollen dokumentieren: Was ist soziale Plastik, was davon ist wissenschaftlich zu dokumentieren.

Die Fragen ‚wer macht was’ ist schnell und verständnisvoll geklärt. Immer wenn da Interesse besteht, Interesse auch dem ganzen lebendigen Wirken gegenüber.

Singend wecken, einige freuten sich schon in Erinnerung an letztes Jahr. Singend geweckt werden ist schon humaner als das Wecken per Handysound oder Weckersound. Natürlich wird da auch gelacht, getanzt, geschaut und zugehört .

Captura ist Schule als gelebtes Modell, das schon gefragt wird. Im letzten Jahr konnte ein Film entstehen über die Arbeitsweise Captura und der gemeinsamen Arbeit. Er diente als Gesprächsgrundlage wie zum Beispiel in der Rudolf Steiner Schule Mönchengladbach, wo 95 Schüler und fünf Lehrer dieser Schule den Film sahen und anschließend ins Gespräch kamen.

In Zusammenarbeit mit dem Landesschülerrat von Niedersachsen und Bremen zum Thema Ganztagsschule erstellte das Captura Team Maria Veron und Sebastian Weber einen Film, Bild einer Schule als Lebensraum, der den Bedürfnissen der Schüler wie Lehrer gleichermaßen gerecht wird.

Beim pädagogischen Kongress: ‚Jedem Kind seine Zukunft’ in Köln, wurde der Film am 26. Mai 2006 präsentiert. Die Reaktionen waren von tief beeindruckt, über Neugierde bis hin zu kritischen Fragen, fruchtbar in sofern, dass alle Beteiligten des Geschehens sich weiter in die Zukunft bewegen können.

NNA/end/wil

Link: www.captura-online.de

Bericht-Nr.: 060823-01DE Datum: 23. August 2006

© 2006 News Network Anthroposophy Limited (NNA). Alle Rechte vorbehalten. Siehe http://www.nna-news.org/copyright/

Weitere NNA-Berichterstattung unter: http://www.nna-news.org/content/

 

 


Nachrichtenarchiv

Neueste Berichte