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Anthroposophie wird zunehmend internationalerGeneralsekretäre der Landesgesellschaften trafen sich turnusmäßig in Dornach – Abgrenzung und Toleranz zwischen den Kulturen war ein Thema DORNACH (NNA). Nicht nur die anthroposophische Arbeit, sondern auch die allgemeine kulturelle Lage in der Welt war Thema des Treffens der Generalsekretäre der einzelnen Landesgesellschaften der Anthroposophischen Gesellschaft, die sich zweimal im Jahr am Goetheanum in Dornach treffen. Die Internationalität dieses Kreises biete dabei die Möglichkeit, ein weltumspannendes Bild zu gewinnen, schreibt Goetheanums-Pressesprecher Wolfgang Held dazu in einer Mitteilung. In Zusammenhang mit dem Krieg im Nahen und Mittleren Osten ging es in der Konferenz um die Frage, wo zwischen den Kulturen Toleranz und wo geistige Abgrenzung notwendig ist. Außerdem befassten sich die Generalsekretäre mit den Auswirkungen meditativer Praxis im sozialen Leben. Wie verändert sich eine menschliche Gemeinschaft, wie verändern sich ihre Begegnungen und Konflikte, wenn ihre Mitglieder ein meditatives Leben führen? Welche Wege gibt es, um für ein meditatives Leben Hilfen und Unterstützungen anzubieten? Hier wurde auf die in den Niederlanden entwickelten “Meditations-Werkstätten” hingewiesen. Gesprächsthema war außerdem das Vorhaben der Goetheanumbühne, die Mysteriendramen Rudolf Steiners neu auf die Bühne zu bringen. Dazu werde eine längere Entwicklungsarbeit notwendig sein, wurde betont. Es stelle sich die Frage, wie diese künstlerische Herausforderung von Beginn an in der Anthroposophischen Gesellschaft verankert werden könne. Zustimmung und Skepsis hielten sich in dem internationalen Gremium zu diesem Vorhaben die Waage. Obgleich man sich die Dramen in einer neuen Inßenierung wieder auf die Bühne wünsche, sei dies vor allem von Bedeutung für den deutschsprachigen Raum. Die aktuelle Tendenz zu mehr Internationalität der Anthroposophischen Gesellschaft werde damit kaum gefördert. Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung betraf die Aufgaben und Dienstleistungen gegenüber den Mitgliedern der Anthroposophischen Gesellschaft. Die Initiative, den Jahresbericht der Gesellschaft in 17 Sprachen zu publizieren, wurde von den Teilnehmern sehr positiv bewertet. End/nna/ung Bericht-Nr.: 061124-03DE Datum: 24. November 2006 © 2006 News Network Anthroposophy Limited (NNA). Alle Rechte vorbehalten. Siehe http://www.nna-news.org/copyright/ Weitere NNA-Berichterstattung unter: http://www.nna-news.org/content/ Nachwuchspreis für Alanus-Künstlerinnen
ALFTER (NNA). Drei junge Künstlerinnen der Alanus Hochschule sind im Rahmen der 16. Kunstmesse im Bonner Frauenmuseum mit dem erstmals verliehenen Valentine-Rothe-Preis ausgezeichnet worden. Zugelassen waren Künstlerinnen bis Jahrgang 1971, denn Ziel dieses Förderpreises ist es, „die nachwachsende Generation der Enkelinnen zu ermutigen und sie in ihrem Glauben an die eigene künstlerische Potenz zu stärken“, so Valentine Rothe, Stifterin und Vorstandmitglied im Frauenmuseum. Katharina Klemm, Sandra Machel und Bianka Schröder, die drei Siegerinnen, waren sogar die jüngsten unter allen Bewerberinnen. Sie traten gemeinsam unter dem Namen „Gruppe81“ an, Namenspate war das Geburtsjahr der drei, alle sind 1981 geboren. Klemm und Machel studieren Malerei an der Alanus Hochschule, Bianka Schröder hat vor wenigen Wochen ihren Abschluss gemacht, ebenfalls in Malerei. Sie überzeugten die Jury mit sehr unterschiedlichen Arbeiten, die jedoch durch das Thema Figur und dessen malerische Umsetzung im Kontext zum sozialen Umfeld verbunden sind. Ihre Werke seien innovativ und gesellschaftskritisch gleichzeitig aber zeitbejahend, hieß es in der Begründung der Jury. Deren Mitglieder waren neben Marianne Pitzen, der Direktorin des Frauenmuseums, und der Stifterin Valentine Rothe auch Heidrun Wirt und Gudrun von Schoenbeck, beide Kunsthistorikerinnen und Journalistinnen, sowie die Projektleiterin Gudrun Angelis. Mehr als 350 Bewerberinnen hatten sich um die Teilnahme an der Kunstmesse bemüht, davon waren 16 Kandidatinnen für den Valentine-Rothe-Preis nominiert worden. NNA/end/ung Bericht-Nr.: 061124-02DE Datum: 24. November 2006 © 2006 News Network Anthroposophy Limited (NNA). Alle Rechte vorbehalten. Siehe http://www.nna-news.org/copyright/ Weitere NNA-Berichterstattung unter: http://www.nna-news.org/content/ Waldorfschule Kladow: Eltern hantierten mit AsbestplattenAufsichtsbehörden stoppen Umbau – Freiwillige Helfer wussten über gefährliche Baustoffe nicht Bescheid - Vorstand räumt Informationsdefizit ein BERLIN/KLADOW (NNA). Bei Elternarbeiten zum Umbau des Schulhauses der Eugen Kolisko Waldorfschule ist es in Kladow bei Berlin zu einer gesundheitsgefährdenden Panne gekommen, weil die Eltern asbesthaltiges Baumaterial in Eigenleistung abgebrochen haben. Der Vorstand der Schule hat Fehler bei Planung und Durchführung des Bauvorhabens eingeräumt. Auf einem Gesamtelternabend zum Thema waren auch Vertreter der zuständigen Behörden anwesend, die den Umbau gestoppt hatten. Das Spandauer Gesundheitsamt sowie das Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit (Lagetsi) hatten eingegriffen, nachdem ein besorgter Vater Proben des Abbruchmaterials auf gefährliche Stoffe untersuchen ließ und fündig wurde. Laboruntersuchungen sollen klären, ob der asbesthaltige Staub auch in Klassen- und Kitaräume vorgedrungen ist. Der Vorstand des Trägervereins der Eugen Kolisko Schule erklärte dazu, bedauerlicherweise sei es „zum Umgang mit Baustoffen gekommen, von denen eine potentielle Gesundheitsgefahr ausging“. Die mögliche Schadstoffbelastung der Materialien sei durch Gutachten bekannt gewesen, die Information darüber habe aber offenbar nicht alle freiwilligen Helfer erreicht. Abweichend von den ursprünglichen Planungen sei es zu einer Ausweitung der Flächen gekommen, die durch die Eltern bearbeitet wurden, vor allem im Keller und im Dachgeschoß, heißt es in einer von der Landesarbeitsgemeinschaft der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg veröffentlichten Pressemitteilung. Bei einem „Bausamstag“ hatten die Eltern die asbesthaltigen Platten herausgebrochen, wodurch Asbeststaub freigesetzt worden war. Beim Elternabend begründete eine Vertreterin des Landesamts für Arbeitsschutz (Lagetsi) die Entscheidung der Behörde, die Bauarbeiten zu stoppten. Der Gesetzgeber habe den Umgang mit Asbest verboten, es sei denn, es werde fachgerecht nach dem Stand der Technik saniert, wozu auch eine Schutzausrüstung gehöre. Das Risiko, das die Eltern mit ihren Abbrucharbeiten heraufbeschworen hätten, sei schwer einzuschätzen. Verantwortlich für die Umbauarbeiten war ein Architektenkonsortium aus der Elternschaft. Das Gremium plante den Umbau der Räume und hatte die Bauleitung inne. Die Mehrheit der Eltern des Trägervereins der Eugen Kolisko Schule befürwortet eine Fortsetzung des Bauvorhabens. Allerdings sollten Fachfirmen hinzugezogen werden, die das Gebäude entsprechend dem Stand der Technik sanieren. Der Verein für Waldorfpädagogik Havelhöhe hatte das Gebäude zum Jahresbeginn vom Klinikum Vivantes gekauft. Es stammt aus dem Jahr 1936 und gehört zu einer ehemaligen Luftwaffenakademie. Ein Gutachten, das im Vorfeld des Kaufs der Immobilie vom Bauherrn in Auftrag gegeben worden war, hatte auf die Schadstoffbelastung des Gebäudes hingewiesen. End/nna/ung Bericht-Nr.: 061124-01DE Datum: 24. November 2006 © 2006 News Network Anthroposophy Limited (NNA). Alle Rechte vorbehalten. Siehe http://www.nna-news.org/copyright/ Weitere NNA-Berichterstattung unter: http://www.nna-news.org/content/ |
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