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Fri, 29 Dec 2006

Werner Barfod Honorarprofessur an Alanus Hochschule

ALFTER (NNA). Werner Barfod, der bekannte langjährige künstlerische Leiter des Nederlands Eurhytmie-Ensembles, wird mit Beginn des neuen Jahres Honorarprofessor an der Alanus Hochschule. “Wir freuen uns, dass wir von seiner großen Erfahrung in der künstlerischen Arbeit, der Unterrichtstätigkeit und in der Forschung profitieren werden,“ betonte Prof. Stefan Hasler, Leiter des Fachbereichs Eurythmie. Barford ist seit 2000 Leiter der Sektion für Redende und Musizierende Künste der Freien Hochschule am Goetheanum.

Barford gehört dem Jahrgang 1936 an. Er hat Eurythmie in Dornach studiert und war von 1970 bis 1999 Direktor der anerkannten Academie voor Eurythmie (heute Fachhochschule Helicon) in Den Haag. Fünfundzwanzig Jahre, von 1972 bis 1997, hatte er zudem die künstlerische Leitung und Intendanz des Nederlands Eurythmie-Ensembles inne und ist mit zahlreichen Programmen durch Holland und Europa auf Tournee gegangen. So blickt er auf über 30 Jahre Erfahrung in Ausbildung und Betreuung von Eurhytmie-Studenten zurück.

Das Eurythmie-Studium an der Alanus Hochschule wird im Jahr 2007 einige Neuerungen erfahren, denn zur Zeit wird auf die Abschlüsse Bachelor und Master umgestellt. Dies geschieht im Zuge des so genannten Bologna-Prozesses zur Vereinheitlichung der europäischen Hochschullandschaft. Eurythmie-Studenten der Alanus Hochschule können künftig nach einem vierjährigen Studium den internationalen akademischen Titel Bachelor of Arts (B. A.) erwerben. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, sich in einem Masterstudium auf die Gebiete Bühneneurythmie, Eurythmiepädagogik, Eurythmietherapie und Eurythmie in der Erwachsenenbildung zu spezialisieren. Im Herbst 2007 sollen die ersten Studenten mit den neuen Studiengängen starten.

Link: www.alanus.edu

END/NNA/ung

Bericht-Nr.: 061229-03DE Datum: 29. Dezember 2006

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Libanon: Waldorflehrerausbildung beginnt trotz Krieg

Im Riverside Projekt in der Nähe von Beirut sollen behinderten Menschen aus ganz Nahost Schul- und Lebensmöglichkeiten finden

Von Angela Patten

BEIRUT (NNA). Trotz der Unruhen durch den Krieg im Juli/August diesen Jahres haben in Beirut die Ausbildungskurse für Waldorflehrer bei der First Steps Together Association (FISTA) wieder begonnen.

FISTA beschreibt sich selbst als „säkulare, nicht-politische, nicht profitorientierte Organisation (NGO), die darauf hinarbeitet, besondere Programme anzubieten für Schüler mit besonderen Bedürfnissen, um sie auf ein unabhängiges, sinnvolles Leben vorzubereiten.“ Ihre Aufgabe besteht darin, „sicherzustellen, dass behinderte Kinder und Erwachsene im Libanon ihr Recht auf Bildung und Arbeit wahrnehmen können.“

Fünfzehn Lehrer arbeiteten im September zusammen, um ihre Kenntnisse über Lehrpläne, Kunstgeschichte, Handarbeit und Kinderreime zu den Jahresfesten zu vertiefen. Es war ein Kurs zur rechten Zeit, der neue künstlerische Fähigkeiten vermittelte und ein Verständnis der Geschichte durch die Kultur ermöglicht hat. Die Handarbeitssitzungen widmeten sich der Herstellung von Puppen, was viel Freude und Befriedigung brachte.

Eine internationale Gruppe von Fachlehrern hat sich zusammengefunden mit dem Ziel, eine Unterstützungsgruppe zu bilden, damit ein Seminar für Waldorfpädagogik entstehen kann, das die FISTA-Lehrer und –Mitarbeiter ausbildet.

Ein neuer Gebäudekomplex – das Riverside Schulprojekt für Kinder, Teenager und Erwachsene mit besonderen Bedürfnissen – wird gerade in einem schönen ländlichen Tal 30 Minuten außerhalb von Beirut errichtet. Es umfasst ein Wohngebäude, Klassenzimmer, ein Theater, einen Laden und ein Cafe sowie spezielle Einrichtungen für berufliche Ausbildung. Es soll bis zu 200 Kindern und Erwachsenen eine Heim- und Schulstätte bieten, die aus dem gesamten Nahostraum kommen.

Die Organisation FISTA hat bereits elf Initiativen im Norden von Libanon gebildet, einschließlich der biologisch-dynamischen Farm im Bekaa Tal, einem Restaurant in Tripoli, einem Sommercamp in den Bergen und mehrere berufliche Ausbildungsprogrammen für Erwachsene.

Die Schüler kommen aus dem ganzen Nahostraum, aus Irak, Iran und Kuwait, da FISTA Schul- und Lebensmöglichkeiten für besondere Bedürfnisse bietet, die einmalig in der ganzen Region sind.

Die Gründerin der Organisation, Dr.  Wali Merhej, betreibt eine gut gehende Kinderklinik in Beirut und ist mit einem früheren libanesischen Minister verheiratet. Sie begründete FISTA 1974 und hat seitdem unaufhörlich an der Entwicklung der Organisation gearbeitet.

An erster Stelle steht jetzt die Mittelbeschaffung für das neue große Riverside Projekt, um seine Fertigstellung innerhalb von drei Jahren zu gewährleisten. So wird eine Keimzelle geschaffen, in der sich Anthroposophie und Waldorfpädagogik im Nahen Osten entwickeln können.

NNA/end/cva/ung

Bericht-Nr.: 061229-02DE Datum: 29. Dezember 2006

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Jetzt Waldorfschulen in allen Landeshauptstädten

STUTTGART/ERFURT (NNA). Die 200. deutsche Waldorfschule hat im laufenden Schuljahr in Erfurt ihren Unterricht aufgenommen. Damit gibt es in den Landeshauptstädten aller 16 deutschen Bundesländer jetzt eine Waldorfschule, wie der Bund der Waldorfschulen in Stuttgart mitteilte.

Für 27 Schüler, vier Lehrer und zwei Erzieher begann am im September im Erfurter Stadtteil Bischleben der Unterricht nach Waldorf-Lehrplan. Eine Vorschulklasse und eine erste Klasse starteten ins erste Schuljahr. Nicht nur der Wunsch nach einer Alternative bei der Schulwahl, sondern auch die Begeisterung für die Waldorfpädagogik führten im Juni 2005 dazu, dass sich Eltern, Pädagogen und Förderer zur „Gründungs-initiative Freie Waldorfschule Erfurt e.V.“ zusammenschlossen. „Die Zeit für eine Waldorfschule in Erfurt war reif“, betonte deren Sprecherin Andrea Fabry. Dass es in den kommenden Jahren mehr Anmeldungen als Schulplätze geben wird, zeichnet sich bereits ab: „Für das nächste Schuljahr haben wir aktuell 35 Anmeldungen; damit sind unsere Kapazitäten auch fast ausgeschöpft.“

Nach wie vor verzeichnet der Bund der Waldorfschulen in Stuttgart ein stetiges Wachstum bei den Schülerzahlen, 2006 betrug es insgesamt zwei Prozent. Deutschlandweit besuchten rund 80.000 Schüler eine Waldorfschule. Auf der Delegiertentagung des Bundes der Freien Waldorfschulen, die im November 2006 in Überlingen stattfand, traten dem Bund erneut sechs Schulen bei – darunter die Waldorfschule in Erfurt. So gibt es in Thüringen nun fünf Waldorfschulen – bundesweit sind es damit 203 Schulen und rund 500 Waldorfkindergärten.

NNA/end/ung

Bericht-Nr.: 061229-01DE Datum: 29. Dezember 2006

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