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Personalwechsel im Vorstand der Hannoverschen Kassen
HANNOVER (NNA). Personelle Veränderungen im Vorstand der Hannoverschen Kassen wurden auf der Mitgliederversammlung der Kassen Anfang März in Hannover bekannt gegeben. Danach endet die Tätigkeit von Rembert Rauchbach im Vorstand zum Ende des Jahres. Der Aufsichtsrat sondiere Möglichkeiten für die Neubesetzung des frei werdenden Vorstandsamtes, hieß es dazu. Hans-Werner Sailer bleibe auf jeden Fall wie geplant noch bis zum Jahresende im Amt und die Zusammenarbeit mit Thomas Rüter werde noch über den Dezember 2007 hinaus fortgesetzt. Man verbinde seitens des Aufsichtsrates damit die Hoffnung, dass „in neuer Konstellation neuer Freiraum entsteht“ und in anderer Form gemeinsame Entwicklungen möglich werden. Udo Herrmannstorfer, ebenfalls im Aufsichtsrat der HK, bekräftigte dies mit den Worten: „Es geht darum, Kräfte freizusetzen und wirksam zu machen“. In diesem Sinne wünschte sich auch Thomas Rüter in seinem anschließenden Statement, dass Rembert Rauchbach weiter für die Hannoverschen Kassen und das Waldorf-Versorgungs-Werk tätig bleibt und mit seiner großen Kraft die Entwicklung von HK-Projekten vorantreibt. Rembert Rauchbach wünschte sich eine Entlastung im Tagesgeschäft und mehr Freiraum, um die Erneuerung der Sozialen Sicherheit in allen Lebensbereichen „auf die Erde zu bringen“. Die Hannoverschen Kassen entwickeln und realisieren betriebliche Altersversorgungen; das Waldorf-Versorgungs-Werk ermöglicht beispielsweise die Grundversorgung von Lehrern und Erziehern an freien Schulen. Derzeit sind über 380 Einrichtungen mit knapp 10.000 Versicherten Mitglied bei den Hannoverschen Kassen. Das Bilanzvolumen lag im Geschäftsjahr 2005/06 bei 113 Mio. Euro bei weiterhin deutlich steigender Tendenz. NNA/end/ung Bericht-Nr.: 070509-01DE Datum: 9. Mai 2007 © 2007 News Network Anthroposophy Limited (NNA). Alle Rechte vorbehalten. Siehe: www.nna-news.org/copyright/ Weitere NNA-Berichterstattung unter: www.nna-news.org/de/ Pflanzenzüchtung als Beitrag zur Evolution
Jahrestagung der Gemüse- und Getreidezüchter befasste sich mit Gentechnologie KASSEL ( NNA). Fragen der Qualität, wie sie entwickelt und überprüft werden kann, standen im Mittelpunkt der 7.Saatgut-Tagung, zu der die Zukunftsstiftung Landwirtschaft Förderer und Freunde der ökologischen Saatgutforschung am Ende Januar nach Kassel eingeladen hatte. Rund 100 VertreterInnen aus Landwirtschaft, verarbeitendem Gewerbe und Handel informierten sich in fünf Arbeitsgruppen über Fragestellungen und Ergebnisse der biologisch-dynamischen Pflanzenzüchter aus Deutschland und der Schweiz. In seinem einführenden Plenumsvortrag zum Tagungsthema „Pflanzenzüchtung als Beitrag zur Evolution“ gab Prof. Wolfgang Schad (Universität Witten) eine Einschätzung gentechnischer Züchtungsmethoden aus evolutionsbiologischer Sicht. Gentechnik ist in der ökologischen Züchtung tabu. Der Evolutionsbiologe Wolfgang Schad lud das Plenum am Vormittag in eine „Biologiestunde“ ein und schlug dabei den großen Bogen von den ältesten lebenden Organismen, wie Bakterien und Viren, bis zu den hoch entwickelten Arten. Horizontaler Gentransfer, wie er bei gentechnischer Veränderung von Pflanzen geschieht – ein Gen der einen Art wird auf eine Pflanze einer anderen Art transferiert -, ist ein Vorgang, der auch in der Natur vorkommt. Allerdings, so Prof. Schad, findet er in der Regel bei Organismen statt, die am Anfang der Evolution standen wie z.B. Bakterien. Höher entwickelte Organismen geben ihre Gene an die nächste Generation – also vertikal – weiter. Die Organismen aus den Anfängen der Evolution standen (und stehen) in engem Austausch mit der Umwelt. Jedoch kann auch die Umwelt selber als höheres Ganzes – als „Öko-Organismus“ – betrachtet werden. Im Laufe der Evolution - der „Auswicklung“ des Lebens – werden immer mehr Funktionen bzw. Lebensprozesse aus der Umwelt in die einzelnen Organismen hineingenommen. Durch diese „In-volution“ entstehen neben den einfach strukturierten Zellen wie Bakterien, nach innen reich differenzierte neue Organismen. Diese Lebewesen haben sich von der Umwelt „verselbständigt“, eine immer stärkere Individualisierung tritt ein. In der „Genchirurgie“, sagt Wolfgang Schad, werde also praktiziert, „was in der frühesten Evolution gang und gebe war“ und es bei den ältesten Organismen bis heute ist. Wird der horizontale Gentransfer jedoch auf höhere Organismen angewendet, so werden sie „bei diesem Vorgang auf das früheste Stadium der Evolution zurückgeworfen“. Solange nicht gründlich erforscht sei, welche Reaktionen und Prozesse dabei möglicherweise noch ausgelöst werden, seien diese gentechnischen Methoden nicht verantwortbar. In den Arbeitsgruppen wurden Fragen der Qualität von allen Seiten beleuchtet. Wie kann die Qualität der Pflanze, ebenso wie im Anbau und unter sozialen Gesichtspunkten gesichert werden? Welche Korrelationen bestehen zwischen ausgereiftem Aroma und der Form einer Pflanze? Qualität und Quantität können nicht im gleichen Maß gesteigert werden: Hochwertige Qualität geht auf Kosten des Ertrags. Qualitätsprüfung mit allen Sinnen – Schmecken, Riechen, Fühlen, Sehen, ist ein wichtiger, oft wiederholter Schritt bei der Entwicklung der neuen Sorten. Wobei die biologisch-dynamischen Züchter die Prüfung von Aroma und Konsistenz gemeinsam vornehmen und sich über die Resultate ihrer Verkostung austauschen. Für die Zukunft erhoffen sich die Züchter noch weiter reichende differenzierte Aussagen zur Qualität ihrer Sorten und der damit erzeugten Lebensmittel durch die Bildekräfteforschung. Dieser neu entwickelte Forschungsbereich sucht einen eigenen Zugang zu den Qualitäten von Lebensmitteln für Leib, Seele und Geist. Dabei soll es durch Schulung des Bewusstseins möglich werden, die das Leben gestaltenden überphysischen, also nicht stofflichen Kräfte wahrzunehmen. NNA/end/ung Link: Ausführliches Material zur Tagung kann bei der Zukunftsstiftung Landwirtschaft, z. Hd. Oliver Willing, Christstr. 9, 44789 Bochum, per email: willing@zs-l.de, bestellt werden. Bericht-Nr.: 070509-02DE Datum: 9. Mai 2007 © 2007 News Network Anthroposophy Limited (NNA). Alle Rechte vorbehalten. Siehe: www.nna-news.org/copyright/ Weitere NNA-Berichterstattung unter: www.nna-news.org/de/ |
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