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Mon, 14 May 2007

Waldorfschulen: Qualität auch hier auf dem Prüfstand

Symposion der Alanus-Hochschule zog Bilanz auf der Basis der Absolventen-Studie

ALFTER (NNA). Vor dem Hintergrund der Debatte um die PISA-Studie hat das Thema Qualitätsentwicklung in Deutschland jetzt auch die Waldorfschulen erreicht. Unterrichtsqualität und Unterrichtsentwicklung standen auf der Tagesordnung eines Symposions Anfang Mai an der Alanus Hochschule in Alfter.

„Waldorfschulen müssen die Standards staatlicher Schulen erfüllen, dürfen dabei aber ihre spezifischen Qualitäten nicht vernachlässigen, sondern sollten diese in ihrem eigenen Interesse weiterentwickeln“, so lautete das einstimmige Fazit der rund 80 Teilnehmer.

Es sei heute wichtiger denn je, praxisorientierte Qualitätsentwicklung im Unterricht anzugehen, betonte Klaus-Peter Freitag von der Arbeitsgemeinschaft Waldorfpädagogik NRW. Einerseits müssten Problemfelder erkannt und reformiert werden, andererseits gäbe es zahlreiche Positionen der Waldorfpädagogik, die in der erziehungswissenschaftlichen und neurowissenschaftlichen Forschung aktuell seien.

Stärken und Schwächen des Waldorfschul-Unterrichts aus der Sicht ehemaliger Schüler stellte Dirk Randoll vor, Professor am Institut für empirische Sozialforschung der Alanus Hochschule. Gemeinsam mit seinem Kollegen Heiner Barz von der Universität Düsseldorf hat er eine umfassende Absolventenstudie durchgeführt.

„Die Mehrheit ehemaliger Waldorfschüler hat sich in ihrer Schule wohl gefühlt. Ein großer Anteil berichtete von Geborgenheit und positivem Einfluss der Schule auf zahlreiche Fähigkeiten wie etwa selbständiges Arbeiten“, fasste Randoll zusammen. Die Befragten hätten jedoch auch Schwächen im Fremdsprachenunterricht und in Naturwissenschaften kritisiert. Dies hatte das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ als Grundlage für einen waldorf-kritischen Artikel benutzt (Spiegel vom 23.April).

Die benannten Schwächen gelte es zu beheben und die Potenziale für einen schülerorientierten Unterricht, die in der Waldorfpädagogik steckten, fruchtbar zu machen, unterstrich Peter Schneider, Professor für Erziehungswissenschaften an der Universität Paderborn.

Die Waldorfschule fordere durchaus Leistung, und gerade in der Oberstufe auf hohem Niveau, auch wenn sie die individuelle Leistung nicht zum Kriterium für Selektion mache. „Vielmehr geht es darum, die kognitiven, künstlerischen und sozialen Fähigkeiten des einzelnen Schülers zu entwickeln, ohne das oberste Prinzip des Grundgesetzes – die Würde des mündigen Individuums – zu verletzen“, so Schneider.

NNA/end/ung

Bericht-Nr.: 070514-02DE Datum: 14. Mai 2007

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Verwaltungsgericht: Schutz des Honigs vor Gentechnik

BERLIN/ROSENFELD (NNA). Imker und Verbraucher haben das Recht auf Honig ohne genmanipulierte Inhalte. Dies stellte das Verwaltungsgericht in Augsburg jetzt in einem Eilentscheid zugunsten eines Imkers fest. Das Land Bayern wurde gleichzeitig verpflichtet, den Honig eines Imkers vor Pollen der genmanipulierten Maispflanzen MON 810 zu schützen. Dies teilte die Imkervereinigung Mellifera e.V. in Berlin mit.

Der Imker hatte gegen den Anbau des Maises auf einem staatlichen Versuchsgut in seiner Nachbarschaft geklagt. Der bereits ausgesägte Mais soll umgepflügt oder aber seine Pollen in der Blüte unschädlich gemacht werden. Das Gericht sah erhebliche Defizite bei der Zulassung und Sicherheit des genmanipulierten Maises.

“Das Augsburger Gericht bricht mit dem Entscheid eine Lanze für die Rechte von Imkern, Verbrauchern und Landwirten, die keine Gentechnik haben wollen“, so Thomas Radetzki vom Imkerverein Mellifera e.V., der die Klagen initiierte. Nun könnten die Imker auch andernorts aktiv werden, da das Gericht Honig mit Pollen von MON 810 als unverkäuflich eingestuft habe. Auch in anderen Bundesländern sind Prozesse wegen des genmanipulierten Maises anhängig. In Brandenburg hatte ein Gericht in einem ähnlichen Prozess den Schutz des Honigs abgelehnt.

Peter Röhring vom Bundesverband Ökologischer Landbau (BÖLW) kritisierte, dass die Imker sich an die Gerichte wenden müssen, um sich gegen die Gentechnik zu wehren. Das neue Gentechnikgesetz von werde der Koexistenz nicht gerecht, die Imker würden darin einfach ignoriert. Verbraucher und Landwirte sollen nach dem Gesetz eine Verunreinigung des Essens mit bis zu 0,9 % Gentechnik hinnehmen müssen, ohne sich wehren zu können. Und das obwohl das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit vor wenigen Tagen feststellte, das nach neusten Forschungen “berechtigter Grund zu der Annahme besteht, dass der gentechnisch veränderte Mais eine Gefahr für die menschliche Gesundheit und Umwelt darstellt“.

Die klagenden Imker und Maisanbauer werden von einem Bündnis aus Privatpersonen, dem Bund Ökologischer Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), der Assoziation ökologischer Lebensmittel Hersteller (AÖL) und dem Demeter-Bund e.V. unterstützt. Das Bündnis wird von Mellifera e.V. organisiert.

NNA/ung/end

Link: www.bienen-gentechnik.de

Bericht-Nr.: 070514-01DE Datum: 14. Mai 2007

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Umorganisation beim „Bücher-Kabinett“

BERLIN (NNA). Das „Bücher-Kabinett“ in Berlin vertreibt seine antiquarischen Bücher jetzt über das Rudolf-Steiner-Antiquariat. Über 950 Titel sind dort gegenwärtig zu finden, teilte das „Bücher-Kabinett“ mit. Alle Titel seien aus Remisionsbeständen der Verlage oder modernantiquarisch ohne Preisbindung.

NNA/end/ung

Link: www.rudolf-steiner-antiquariat.de

Bericht-Nr.: 070514-03DE Datum: 14. Mai 2007

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