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Sonnenfinsternis-Tourismus stellt Mongolei vor Probleme
Nur wenige Flugzeuge zur Verfügung - Reisende müssen mit extremen Temperaturen und dem typischen „Camping-Feeling“ rechnen ULAN BATOR (NNA). Die nächste totale Sonnenfinsternis, die vom Festland gut zu beobachten ist, findet im am 1.August nächsten Jahres statt. Besonders gut zu beobachten wird sie im Südwesten der Mongolei sein. Dort sind inzwischen rege Aktivitäten von verschiedenen Veranstaltern im Gang, die das an Touristik noch wenig gewohnte Land vor einige Probleme stellen. NNA-Korrespondent Walter Siegfried Hahn, der gegenwärtig mit einer Vorbereitungsgruppe zur Sonnenfinsternis in der Mongolei unterwegs ist, berichtet. Der Finsternisstreifen wird das mittlere Sibirien bei Nowosibirsk und den Altai in der westlichen Mongolei durchqueren und im chinesischen Teil der Wüste Gobi die Erde wieder verlassen. Die meisten Menschen, die dieses Ereignis beobachten wollen, haben sich inzwischen auf den Südwesten der Mongolei als den besten Beobachtungsort geeinigt, dort wo zwischen über 4000 Meter aufragenden Spitzen des Altai der nördliche Teil der Wüste Gobi mit weit hin reichenden Ebenen eine weite Sicht ins Land ermöglicht. Das Problem dabei ist, dass die Mongolei im allgemeinen schon mit dem seit wenigen Jahren einsetzenden Touristen-Boom nicht zurecht kommt, fehlt es doch an gängiger Infrastruktur weit und breit. Um wie viel mehr trifft dies jedoch auf den Westen des Landes zu, wo es kein einziges Hotel westlichen Maßstabs, ja noch nicht einmal eines der bei Touristen beliebten Jurten-Camps gibt! Aus diesem Grund rief das Tourismus-Ministerium vergangene Woche alle Reisebüros des Landes zu einer eigenen Sonnenfinsternis-Konferenz zusammen, zu dem 39 der 200 registrierten Unternehmen kamen. Ziel war es zum einen, grundsätzliche Informationen zu geben. E. Tuul von „Nature Tours“ dazu: „Außer dreien wusste niemand Bescheid, was eine Sonnenfinsternis überhaupt ist und warum aus diesem Grund Besucher in unser Land kommen sollten.“ Andererseits sollte von Seiten der Behörden ausgelotet werden, welche Möglichkeiten bestehen, mit den Anfragen aus dem Ausland auf verantwortliche Art umzugehen. So machte Tseren A. von Tseren Tours darauf aufmerksam, dass im Internet eine Menge Angebote mit Inlandflügen kursierten, aber doch die mongolischen Fluglinien nur über eine sehr begrenzte Anzahl von Flugzeugen verfügten, nämlich nur eine Fokker 100 und zwei Fokker 50, die ja schon mit dem alltäglichen Betrieb ausgelastet seien. Das Ministerium berät nun, eventuell Maschinen aus dem benachbarten Russland den Flugbetrieb innerhalb der Mongolei zu erlauben oder auch den Flughafen Hovd, der über eine asphaltierte Landebahn verfügt, für Fluggerät aus Kasachstan und Russland zu öffnen. Die Frage der Unterkünfte wird dagegen als nicht so problematisch angesehen: „Im Juli und August herrscht bei uns Regenzeit, aber das Wetter ist immer noch trockener und wärmer als ein Sommer in Mitteleuropa“, so Bertsetseg T. vom Tourismus-Ministerium. Die Sonnenfinsternis-Touristen werden entsprechend in Zwei-Personen-Zelten untergebracht und ein wenig von dem Camping-Feeling mitbekommen, das zu einer jeden Mongolei-Reise gehört, insofern sie sich außerhalb einer Tagesfahrt von der Hauptstadt bewegt. „Natürlich müssen sich die Leute darauf einstellen, eventuell einige Tage kein Wasser zum Waschen zu sehen, so wird der Expeditions-Charakter einer solchen Reise weiter beschrieben. Die Vorbereitungsgruppe, die eine Reise mit anthroposophisch orientierten Vorträgen zur Sonnenfinsternis plant und zu der auch der Kulturwissenschaftler Joachim Daniel und der Astronom Wolfgang Held gehören, hat die Reise zusammen mit den mongolischen Partnern aus den genannten Gründen über ein Jahr hinweg detailliert geplant, was es offenbar in der mongolischen Tourismus-Branche so noch nicht gegeben hat. So müssen sich die Teilnehmer zwar auch mit den Gegebenheiten in der Mongolei wie extremen Temperaturen und nicht existierenden befestigten Straßen auseinandersetzen, können jedoch nach Angaben der Vorbereitungsgruppe mit einem gewissen Standard hinsichtlich Verpflegung und Sicherheit rechnen. End/nna/wsh/ung Link: www.sofi-mongolei.com Bericht-Nr.: 070820-01DE Datum: 20. August 2007 © 2007 News Network Anthroposophy Limited (NNA). Alle Rechte vorbehalten. Siehe: www.nna-news.org/copyright/ Weitere NNA-Berichterstattung unter: www.nna-news.org/de/ |
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