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Tätig werden in Einklang mit dem eigenen SelbstTrainingswoche mit Nicanor Perlas für junge Menschen aus Europa in Stuttgart Von Adrian Wagner und Florian Lück STUTTGART (NNA). Der Mensch selbst ist die größte Herausforderung der heutigen Zeit, denn die globalen Probleme brauchen einen Bewusstseinswandel der Menschen. Nicanor Perlas, Träger des Alternativen Nobelpreises und Aktivist der Zivilgesellschaft auf den Philippinen, bot jungen Menschen aus Europa Ende Juli in Stuttgart die Möglichkeit, eine Woche lang mit ihm über dieses Thema zu arbeiten. „Engagement und Bewusstsein“ lautete das Thema der Trainingswoche, die von drei Jugendlichen aus Stuttgart vorbereitet worden war. Teilnehmer waren 35 junge Menschen aus vier europäischen Ländern und den USA. Ziel war es, die Teilnehmer mit dem nötigen Rüstzeug zu versehen, um in Einklang mit dem eigenen Selbst in der Welt gestalterisch tätig zu werden. Aufbauend auf die individuellen Fragen der Teilnehmer, die in Kleingruppengesprächen bearbeitet und dann im täglichen World-Café gemeinsam in wechselnden Gesprächsgruppen vertieft wurden, nahm Nicanor Perlas die Einzelnen mit auf eine Reise durch das eigene Menschsein. Ausgangspunkt war die persönliche Beziehung zur Welt, der Ruf der Welt an den Einzelnen, sich zu engagieren. In dieser Situation kann eine tiefe persönliche Krise beginnen, in der eine eigene Intention verborgen ist. So arbeiteten sich die Teilnehmer in die Qualität des Vertrauens ein. Vertrauen war notwendig, um eine solide Basis in der Gruppe zu schaffen für das Thema „Schattenarbeit“. Denn, so Perlas, ohne eine bewusste Integration des eigenen Schattens wird die Zivilgesellschaft den Herausforderungen des 21. Jahrhundert nicht standhalten können. Im Gespräch wurden die Schattenseiten der eigenen Persönlichkeit untersucht, um dort die Kräfte zu mobilisieren, seinem eigenen Impuls zu folgen. Die Überwindung der damit verbundenen Widerstände wurde im Anschluss besprochen. Außerdem - so erfuhren die Teilnehmer – hängt der Erfolg von Initiativen mehr und mehr davon ab, aus welchem Bewusstsein heraus man sich engagiert. Neben der Integration der Schatten ist auch eine besondere Qualität des Herzens notwendig, um die eigenen Impulse in der Welt zu verwirklichen. Dazu wurden praktische Hilfestellung und Übungen angeboten, um die „Herzintelligenz“ zu trainieren. Dass Optimismus nicht angeboren, sondern ebenfalls eine erlernbare Intelligenz darstellt, wurde anhand der intuitiven Pädagogik erfahrbar. Hier geht es – nach Pär Ahlboom – darum, Intuition durch Spiele wie z.B. Seilspringen zu schulen, weniger um ein Konzept als vielmehr um die Stimmigkeit im Augenblick. Ganz praktisches Engagement fand dann am Abend auf einer Farm statt, wo neben Unkrautjäten auch ein Lagerfeuer und Lieder auf dem Programm standen. Gerade die offene und innovative Struktur der Woche ermöglichte es, auf die speziellen Fragen der Teilnehmer einzugehen. Künstlerische Prozesse, intensive Lerngruppen, World Cafes und Open Space Technologie schufen Raum, um über ein rein intellektuelles Verstehen hinaus zu wachsen. Ziel war es, die Wahrnehmung zu stärken und ein Gespür für das Zukünftige zu entwickeln. Wann bin ich bei mir selbst? Was ist meine Aufgabe? Was verspreche ich mir zu tun? Dies waren dann die Abschlussfragen am Freitagvormittag. Nicanor Perlas zeigte sich beeindruckt: „So eingespannt in eine Trainingswoche war ich bisher noch nie, vor allem das Potenzial der Jugendlichen faßiniert mich.“ End/nna/ung Bericht-Nr.: 070924-02DE Datum: 24. September 2007 © 2007 News Network Anthroposophy Limited (NNA). Alle Rechte vorbehalten. Siehe: www.nna-news.org/copyright/ Weitere NNA-Berichterstattung unter: www.nna-news.org/de/ Kürzung der Fördermittel für Biobauern gerügt
STREICHSMÜHLE (NNA). Harte Kritik an der Politik der öffentlichen Hand gegenüber dem ökologischen Landbau haben die Landesarbeitsgemeinschaften des Demeter-Bundes geübt. Entgegen den Lippenbekenntnissen der zuständigen Regierungen sei der biologischen Landwirtschaft nicht die erste Priorität eingeräumt worden, heißt es in einer Pressemitteilung der Landesarbeitsgemeinschaften. Zum ersten Mal in einer langjährigen Erfolgsgeschichte seien in einigen Bundesländern wie NRW, Sachsen Anhalt und Hamburg die Zahlen der ökologisch bewirtschafteten Flächen und Betriebe zurückgegangen. Als Ursache nannten die Geschäftführer eine drastische Kürzung der Förderung des Ökolandbaus im Vergleich zu den Vorjahren. So sei der Ausgleich für die Ertragseinbußen insbesondere in den ersten Jahren der Umstellungßeit zur Zeit auf zu geringem Niveau. „Die Zurückhaltung der konventionellen Landwirte ist deshalb verständlich. Ihnen fehlt Planungssicherheit,“ erläutert etwa Johannes Ell-Schnurr, der Geschäftsführer von Demeter in Baden-Württemberg. Wenn nun argumentiert würde, die strengen Kriterien der Ökoverbände wie Demeter seien Schuld daran, dass so wenig Betriebe umstellen, werde die Wahrheit verdreht und die Verantwortung abgewälzt. Die Vertreter der biodynamischen Wirtschaftsweise fordern, attraktive Anreize für die Umstellung auf Ökolandbau zu schaffen. Bio-Bauern bekämen pro Hektar Fläche nicht mehr Förderung als geschickt kombinierende konventionelle Betriebe, obwohl der ökologische Landbau unbestritten viele Zusatzleistungen für die Gesellschaft erbringe und selbst zum Klimaschutz beitrage. In allen Bundesländern komme es nun darauf an, Farbe zu bekennen und ausreichend Mittel für die Umstellung auf Bio-Landwirtschaft und die Beibehaltung dieser Wirtschaftsweise zur Verfügung zu stellen. Wichtig sei außerdem die gezielte Förderung zum Beispiel für Stallneu- und umbauten. „Sonst verpasst Deutschland eine wichtige Chance im internationalen Wettbewerb,“ kritisiert der Demeter-Verband, der vor allem für biodynamisch erzeugte Milch und für Demeter-Getreide gute Marktchancen sieht. NNA/end/ung Bericht-Nr.: 070924-01DE Datum: 24. September 2007 © 2007 News Network Anthroposophy Limited (NNA). Alle Rechte vorbehalten. Siehe: www.nna-news.org/copyright/ Weitere NNA-Berichterstattung unter: www.nna-news.org/de/ |
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