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Alanus-Professor Kienlin gestaltete Unternehmerpreise
BERLIN/ALFTER (NNA). Erstmals von einem Künstler gestaltet wurden in diesem Jahr die Wirtschaftspreise des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU). Die diesjährigen Preisträger, das Maschinenbauunternehmen Trumpf und Thomas Carl Schwoerer vom Campus Verlag erhielten bei der Wirtschaftskonferenz des BDU in Berlin als erste die von Andreas Kienlin entwickelten Bronze-Skulpturen, den CompanyAward und den ManagerAward. Kienlin ist Professor für Bildhauerei an der Alanus Hochschule, die die Nachricht veröffentlicht hat. „Die Skulptur steht für Vielseitigkeit, Offenheit und ein umspannendes Bewusstsein für das Ganze, so wie es der unternehmerische Prozess erfordert“, erläutert er. Die offen gehaltene Arbeit symbolisiere Veränderungsprozesse, denen sich Unternehmen und Manager immer wieder stellen müssten. Bei der Neugestaltung von Unternehmens-Prozessen seien je nach Situation Widerstände oder unterschiedliche Entwicklungsstufen zu überwinden. Ziel sei aber immer, eine der jeweiligen Anforderung angemessene Ausgewogenheit zu erreichen. Der Sockel aus 120-jährigem Eichenholz biete den dazu notwendigen Halt und ein verlässliches Fundament. Andreas Kienlin, der 1955 geboren wurde, leitet seit 1985 den Fachbereich Bildhauerei an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter bei Bonn. Die Verbindung von Kunst und Wirtschaft ist für ihn nichts Neues. Mehrere großformatige Auftragsarbeiten für Unternehmen gehören zu seinem Werk, darunter eine vier Stockwerke umspannende Plastik aus Stein und Edelstahl in der Eingangshalle der Zentrale der GLS-Bank in Bochum und drei ebenso hohe Wände im Verwaltungsgebäude der Weleda AG in Schwäbisch Gmünd. end/nna/ung Bericht-Nr.: 071021-02DE Datum: 21. Oktober 2007 © 2007 News Network Anthroposophy Limited (NNA). Alle Rechte vorbehalten. Siehe: www.nna-news.org/copyright/ Weitere NNA-Berichterstattung unter: www.nna-news.org/de/ Kampagne gegen Rudolf Steiner und Anthroposophie:Jetzt mischt auch „Schwarzbuch“-Autor Grandt mit DORNACH/BALINGEN/BERLIN/STUTTGART (NNA). In der Kampagne, mit der Rudolf Steiner und die Anthroposophie mit Rassismus und Antisemitismus-Vorwürfen in der Öffentlichkeit diskreditiert werden sollen, ist jetzt offenbar auch einer der Autoren des „Schwarzbuches Anthroposophie“ Michæl Grandt, aktiv geworden. Das „Schwarzbuch“ war 1997 im Wiener Überreuter Verlag erschienen. Damals wurde versucht, Rudolf Steiner in die Nähe von Satanismus und sexuelle Perversion zu rücken und seinem Ansehen in der Öffentlichkeit damit zu schaden. Auch die Waldorfschulen wurden miteinbezogen. Mit einer breiten Kampagne hatten sich die anthroposophischen Einrichtungen im Jahr 1997 gegen den Versuch der Diffamierung zur Wehr gesetzt, Teile des „Schwarzbuchs“ wurden durch Gerichtsbeschluss verboten. Verschiedene Medien berichteten nun über eine Anzeige, die „Schwarzbuch“-Autor Grandt in Deutschland sowie Samuel Althof und eine Vereinigung, die sich „Kinder des Holocaust“ nennt, in der Schweiz wegen Volksverhetzung gegen den Rudolf Steiner Verlag erstattet haben sollen. Dabei gehe es um eine Buchrezension aus dem Jahr 1888, in der Steiner sich über die Entwicklung des Judentums im Laufe der Geschichte äußert. Der Rudolf Steiner Verlag in Dornach hat den Vorwurf zurückgewiesen, in der Passage aus der Buchrezension zeige sich eine antisemitische Gesinnung Rudolf Steiners und in einer längeren Erklärung auf mehrere Stellen im Werk Steiners verwiesen, aus denen eindeutig hervorgeht, dass Steiner jeglichem Antisemitismus eine klare Absage erteilt hat. Die von Grandt und Althof nach den Medienberichten herangezogene Stelle aus einer Rezension von Rudolf Hammerlings Werk „Homunkulus“, in der der Fortbestand der jüdischen Lebensweise als „Fehler in der Weltgeschichte“ bezeichnet wird, sei nur zu verstehen, wenn man den Zusammenhang der Diskussion um die Assimilation der jüdischen Lebensweise am Ende des 19.Jahrhunderts miteinbeziehe. Im September hatte die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften in Berlin darüber zu befinden, ob zwei Schriften von Rudolf Steiner wegen Jugendgefährdung auf den Index zu setzen seien. Die Prüfstelle stufte die beanstandeten Passagen nach heutigem Verständnis als rassistisch ein und forderte den Rudolf Steiner Verlag auf, sie nur noch mit Kommentar zu veröffentlichen. (NNA berichtete). In einem Gespräch mit NNA bestätigte die stellvertretende Vorsitzende der Jugendprüfstelle, Petra Meier, dass es zwei dezidierte Gegner von Anthroposophie und Waldorfpädagogik gewesen seinen, die die Anträge gestellt hätten. In einer ersten Stellungnahme des Bundesfamilienministeriums, das die Anträge weitergeleitet hatte, hatte es geheißen, „besorgte Bürger“ hätten sie eingereicht. Die beiden Antragsteller Andreas Lichte und Jana Husmann-Kastein sind in der Öffentlichkeit bereits mehrfach als dezidierte Waldorf- und Steiner-Gegner aufgetreten z.B. bei einer Tagung der Humboldt-Universität im Juli 2006. Dabei geht es ihnen stets darum, nachzuweisen, dass in der Anthroposophie von Rudolf Steiner eine Rassentheorie enthalten sei und diese durch die Hintertür auch Eingang in die Waldorfpädagogik finde. Direkt nach der Entscheidung der Prüfstelle waren die Darstellungen von Lichte und Kastein in vielen überregionalen Medien in Deutschland zu finden. Die überregionalen Vereinigungen der Waldorfpädagogik, der Bund der Freien Waldorfschulen sowie die internationale Organisation „Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiner“ haben dieser Darstellung scharf widersprochen. Die Grundlage von Anthroposophie und Waldorfpädagogik sei die Individualität jedes einzelnen Menschen. Dies entziehe jeder Form von Rassismus den Boden. Wer nur einen einzigen der geprüften Vorträge von Rudolf Steiner von Anfang bis Ende lese, werde feststellen können, dass die Anthroposophie „das Gegenteil einer rassistischen Weltanschauung ist“, schreiben die „Freunde der Erziehungskunst“ in ihrer Stellungnahme zum Indizierungsverfahren. Auch der Bund der Waldorfschulen in Stuttgart stellte klar, die Erziehung im Sinne der Waldorfpädagogik lasse „keinen Raum dafür, Menschen nach ihrer Abstammung oder Herkunft zu beurteilen, zu bewerten“ oder in einer sonstigen Art und Weise herabzusetzen. Ganz im Gegenteil dazu gehe es den Waldorfschulen darum, die Voraussetzungen für eine Gesellschaft zu schaffen, in der Menschen gleich welcher Hautfarbe oder ethnischer oder kultureller Zugehörigkeit solidarisch zusammenlebten. Rund 1000 Waldorfschulen und 2000 Waldorfkindergärten arbeiteten in 60 Ländern der Welt auf dieser Grundlage, so die „Freunde der Erziehungskunst“. Sie stünden Kindern jeder sozialen, religiösen und kulturellen Herkunft vorbehaltlos offen. Viele Waldorfschulen seien hinsichtlich der Verständigung der Kulturen in ihrem unmittelbaren Umfeld Vorreiter wie in den südamerikanischen Favelas, in den townships in Afrika oder auch in Isræl mit jüdisch-arabischen Gemeinschaftsprojekten. In vielen autoritären Ländern komme ihnen eine Pionierrolle bei einer am Kind orientierten Pädagogik zu. Waldorflehrer aus allen Kontinenten tauschten in regelmäßigen internationalen Konferenzen regelmäßig ihre Erfahrungen aus. End/nna/ung Links: http://www.rudolf-steiner.com, archiv@rudolf-steiner.com Bericht-Nr.: 071021-01de Datum: 21. Oktober 2007 © 2007 News Network Anthroposophy Limited (NNA). Alle Rechte vorbehalten. Siehe: www.nna-news.org/copyright/ Weitere NNA-Berichterstattung unter: www.nna-news.org/de/ |
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