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Thu, 17 Apr 2008

Roman von Mireille Geus für Jugendliteraturpreis nominiert

STUTTGART (NNA). Der Roman „Big“ der Niederländerin Mireille Geus, der 2007 im Verlag Urachhaus in Stuttgart erschienen ist, wurde im Rahmen der Leipziger Buchmesse für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2008 nominiert. Dies teilte der Verlag mit.

In der Nominierung lobte die Jury vor allem Erzählstil und –perspektive der Autorin, die den Leser in das langsame Lebenstempo eines autistischen Mädchens hineinversetzt. Mireille Geus habe den schwergewichtigen Stoff in einen kurzen, kompakten Roman gebrannt, der Themen wie Freundschaft und Abhängigkeit, Mobbing, Gewalt und Behinderung intensiv spürbar mache, schreibt die Jury dazu.

Die Nominierung erfolgte in der Kategorie Kinderbuch. Stifter des Preises ist das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die Preisträger werden vom Ministerium im Oktober anlässlich der Frankfurter Buchmesse bekannt gegeben.

In den Niederlanden wurde der Roman von Mireille Geus bereits mit dem Goldenen Griffel ausgezeichnet.

Mit der Nominierung kann der Verlag Urachhaus nun erstmalig in seiner Verlagsgeschichte auf den Gewinn des bedeutendsten deutschen Kinder- und Jugendbuchpreises hoffen. 2005 gelang dieser Erfolg dem Verlag Freies Geistesleben: er gewann den Preis der Jugendjury für Im Schatten der Wächter von Graham Gardner.

End/nna/ung

Bericht-Nr.: 080417-01DE Datum: 17. April 2008

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Uni Witten-Herdecke erhält Mittel für Demenzforschung

Privatuni sieht sich in der Schwerpunktsetzung bestätigt – Bundesregierung legt Millionen-Projekt zur Verbesserung der Pflegesituation auf

WITTEN-HERDECKE (NNA). Die Universität Witten-Herdecke (UWH) ist eine von 29 Universitäten, die im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums Forschungsmittel zur Verbesserung der Situation von Demenzkranken in Altenheimen erhalten wird. Insgesamt 360.000 Euro werden in einem Zeitraum von zwei Jahren für das „Leuchtturmprojekt Demenz“ an der UWG bereitgestellt. Dies teilt die Universität jetzt mit.

Die UWH kommt damit innerhalb kurzer Zeit zum zweiten Mal in den Genuss von Fördermitteln der Bundesregierung zum Thema Demenz. Im März war die Universität zum Partnerstandort des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen in Bonn gewählt worden. Dadurch werden bereits zwei Millionen Euro pro Jahr für die Erforschung von Demenzerkrankungen an der UWH zur Verfügung gestellt. Die Privatuni ist einer der sechs Partnerstandort des Bonner Zentrums, das vom Bundesforschungsministerium eingerichtet worden ist.

Die UWH forscht schon seit Jahren aus verschiedenen Perspektiven zum Thema Demenz. Prof. Dr.  Sabine Bartholomeyczik, die an den beiden Anträgen an die Ministerien maßgeblich beteiligt war, zeigte sich erfreut über die erfolgreichen Bewerbungen der UWH. Sie seien „ein weiterer Beweis für die Relevanz unserer Schwerpunktsetzungen“, betonte die Pflegewissenschaftlerin.

Demenzerkrankungen werden zunehmend als eine der größten gesellschafts- und gesundheitspolitischen Herausforderungen erkannt. Aus diesem Grund hat die Bundesregierung in kurzer Folge gleich zwei mit vielen Millionen Euro ausgestattete Forschungsförderungsprogramme aufgelegt, von denen die UWH nun profitiert.

Das bundesweite Leuchtturmprojekt besteht aus mehreren Themenfeldern. Die Universität Witten/Herdecke beteiligt sich am Themenfeld “Sicherung einer evidenzbasierten Versorgung”. Dabei geht es vor allem um die Frage, wie wissenschaftlich fundierte Handlungs- und Behandlungsempfehlungen zu den Hausärzten und Pflegenden gelangen und vor allem, ob damit die Versorgung tatsächlich verbessert wird.

Pflegende und Hausärzte, die Menschen mit Demenz in Altenheimen betreuen, sollen durch Fortbildung von den wissenschaftlichen Erkenntnissen profitieren und ihre Zusammenarbeit verbessern.

Für ihre Studie werden die Wissenschaftler der UWH mit Pflegenden in rund 15 Altenheimen und etwa 70 Allgemeinärzten kooperieren, die für die Versorgung von Menschen mit Demenz in Wittener und Dortmunder Altenheimen zuständig sind.

Als Ergebnis seines interdißiplinären Konzepts und der vernetzten Fortbildungen erhofft sich das Wittener Projektteam eine deutlich effizientere Zusammenarbeit von Pflegenden und Hausärzten zum Wohle der Patienten. Angestrebt ist insbesondere, den Einsatz von Psychopharmaka zu verringern und auch allgemein eine angemessenere Medikamentenversorgung zu erreichen. Studien zufolge liegt eine wesentliche Ursache von inadäquater medikamentöser Behandlung in der mangelnden Kooperation der beteiligten Berufsgruppen.

Das Bundesgesundheitsministerium stellt für sein Leuchtturmprojekt Demenz in den Jahren 2008 und 2009 insgesamt 13 Millionen Euro zur Verfügung. Gefördert werden Projekte, die durch ihre Vorbildfunktion dazu beitragen, die Demenzversorgung im Alltag der Betroffenen konkret zu verbessern. Mehr als eine Million Menschen in Deutschland sind an Demenz erkrankt, bis zum Jahr 2030 wird ihre Anzahl vermutlich um die Hälfte gestiegen sein.

End/nna/ung

Kontakt: Prof. Dr.  Sabine Bartholomeyczik, 02302/926-147, sbartholo@uni-wh.de, Dr.  Stefan Wilm, 02302-926-741, Stefan.Wilm@uni-wh.de, http://www.uni-wh.de/medizin

Bericht-Nr.: 080417-02DE Datum: 17. April 2008

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