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Rudolf Steiner im Licht der Kunstgeschichte
Kunst der Jahrhundertwende durch neue Zugänge zu Farbe und Form beeinflusst- Prof. Christa Lichtenstern referierte an der Universität des Saarlandes Von den NNA-Korrespondentinnen Edith Willer-Kurtz und Cornelie Unger-Leistner SAARBRÜCKEN (NNA). Es gehöre zu den Aufgaben der Universitäten, zu einer „vorurteilslosen Erhellung“ anthroposophischer Kunst und ihrer philosophisch-pädagogischen und lebenskundlichen Einbettung“ beizutragen. Diese These vertrat Prof. Christa Lichtenstern, Leiterin des Instituts für Kunstgeschichte, in der Aula der Universität des Saarlandes in Saarbrücken. „Ungeahnte Schätze“ seien hier für die Geisteswissenschaften noch zu entdecken, wenn sie sich integraler Forschungsmethoden bediene. Lichtenstern sprach anlässlich ihrer Abschiedsvorlesung über „Rudolf Steiner als Maler und Bildhauer“. Auf dem Boden der von ihm begründeten Anthroposophie bildeten Steiners neue Zugänge zu Farbe und Form einen „wichtigen Beitrag zu den Reformbestrebungen der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts“, hieß es dazu in der Mitteilung der Universität. Prof. Christa Lichtenstern leitete als Kunsthistorikerin zehn Jahre lang das Institut für Kunstgeschichte der Universität des Saarlandes. In einer Feierstunde zu ihrer Verabschiedung würdigte sie die Vizepräsidentin der Universität für Europa und Kultur, Prof. Patricia Oster-Stierle als „Dame de l´Art,“ und „Grenzgängerin verschiedener Medien, Musik, Literatur und Kunst“. Von dem Dekan der Philosophischen Fakultät, Prof. Michæl Hüttenhoff erfuhren die Zuhörer mehr über ihren Werdegang. Lichtenstern hatte Eurythmie studiert und war als Eurythmielehrerin tätig, bevor sie sich der Kunstgeschichte zuwandte. 1986 habilitierte sich Lichtenstern, war Professorin in Marburg, bevor sie 1998 Nachfolgerin von Prof. Dittmann in der Universität des Saarlandes wurde. So gehörte denn auch ein eurythmisches Rahmenprogrmam zur Vorlesung. Lichtenstein sieht in ihrer Grenzgängerschaft auch Freiräume, mag Brücken schlagen, wie sie selbst sagte und das tat sie auch an diesem Abend hinein in die Aula der Universität mit ihrem Thema. Steiner sei Autodidakt, begann sie. Bei seiner großen persönlichen Bescheidenheit wäre es ihm kaum in den Sinn gekommen, sich selbst als Maler oder Bildhauer zu bezeichnen. Was auf künstlerischem Gebiet getan habe, habe er stets als Anfang, als Empfehlung betrachtet, in die von ihm eröffnete Richtung weiterzuarbeiten. Auch in der Kunst habe Steiner darauf bestanden, was er einmal seinen Zuhörern zugerufen habe: „Prüfen Sie, prüfen Sie! Ich bitte Sie, nichts auf Autorität hinzunehmen“, zitierte Prof. Lichtenstern Rudolf Steiner. Steiner schaffte, so Prof. Lichtenstern, durch Umgehung der Linie mit Farben den Bildraum. Erste Bilder entstanden im Alter von 50 Jahren in Zusammenhang mit Steiners Mysteriendramen, als Rudolf Steiner von einer Hauptdarstellerin, die den Maler Johannes Thomasius vor seiner Staffelei darstellte, gebeten wurde, ein Bild für diese zu malen. Hier zitiert Prof. Lichtenstern Verse aus dem Mysteriendrama, die „in Hinblick auf Steiners eigene künftige Malerei aufhorchen lassen.“ Mit dem Licht leben zu lernen und in der Farbe „des Lichtes Tat (zu) erkennen“ – mit diesen Worten knüpft Steiner an Goethes Farbenlehre an, in der die Farben als Urphänomene, als „Taten und Leiden des Lichts“ beschrieben werden. Farbe entstehe durch das Zusammenwirken von Licht und Finsternis, „wo Helles durch Dunkel sich durchwirkt“. Goethe sei überzeugt gewesen, dass in den „Leiden und Tagen des Lichts“ auch weltschöpferisches Tun fortwirke. Auch diesen Gedanken führe Steiner fort. Steiner taucht seine Bilder nach den Worten von Prof. Lichtenstern gerne „in die Farben der Kosmologie“. Dies dokumentierte die Rednerin an den 1923-24 gemalten Anregungen für das Deckengemälde des zweiten Goetheanums, die sie ausschnittweise vorstellte. So erlebten die Zuhörer, wie sich im Gegenüber der Widersachermächte Ahriman und Luzifer im Pastell „Licht und Finsternis“ als „kosmische Farbprovinzen“ gegenüberstehen wie auf die Leinwand gebeamt zu sehen war. Prof. Lichtenstern zog Parallelen zur Kunst der Jahrhundertwende, an Steiners malerischen Äußerungen entdeckte sie Bezüge zu Odilon Redon und Eugène Carrière. Sie zeigten, dass auch der Künstler Steiner in einer Zeit gewirkt habe und zwar in der für Übersinnliches offenen Epoche des Symbolismus. Innerhalb dieser Epoche sei er jedoch seinen eigenen Weg gegangen. Weder Redon noch andere hätten sich je vergleichbar streng an Goethes gesetzmäßig fundierte Farbenökonomie gehalten. Die Nähe zum Kosmos hin, wie sie sich zum Beispiel „unter einem langen, lichten Johanni-Himmel“ erleben lasse, erfordere vom Künstler der dies ausdrücken möchte, eine andere Bildgestaltung, betonte Prof. Lichtenstern. In ihren Ausführungen bezog sie sich auf Konrad Oberhuber, Professor in Harvard und späteren Direktor der Albertina in Wien. Er sei faktisch innerhalb der Kunstgeschichte der einzige gewesen, der sich mit Rudolf Steiner als Maler und Bildhauer befasst habe. 1979 sei sie im Haus von Oberhuber in Boston auf das Thema aufmerksam geworden, betonte Prof. Lichtenstern. Oberhuber habe Steiners „auffällige Umkehrung tradierter Behandlungsweisen von Linie, Bild und Farbraum“ beschrieben. „Steiner ist radikal antilinear und antistatisch, er vermeidet nach Möglichkeit alle sauberen Konturen durch einander überlappende Schichten dünner Farblasuren und setzt jede Form in Bewegung“, sagte Lichtenstern. Indem er sich auf die Relation der Farben untereinander konzentriere, bilde er einen „inneren Kosmos“, ohne Beziehung zur dreidimensionalen Welt. Dies dokumentierte sie an zwei weiteren Bildern, dem „Mondenreiter“ (1924) und einem Aquarell, das als Plakat für eine Eurythmieaufführung gemalt worden war. Steiner hatte darüber hinaus die Vorstellung, der Künstler der Zukunft solle seinen Geist bis an die Peripherie erweitern und die Welt von dort aus betrachten. Dieses Erlebnis – hier bezog sie sich wieder auf Oberhuber – sei „der absolute Gegensatz zu der seit der Rennaissance überlieferten räumlichen Erfahrung“, die eher einem „Weltenkreuz“ gleiche im Sinn von sich kreuzförmig über die Welt erstreckenden räumlichen Kräften. Steiner aber wolle die Menschheit darüber hinaus führen – über das Kreuzerlebnis hinaus zur „Ausdehnung des Selbst in den Kosmos“, betonte Lichtenstern. Außer dem „Mondenreiter“ wurden auch weitere bildkünstlerische Eurythmieplakate betrachtet, die „Urpflanze“ und der „Urmensch (Urtier)“. An all diesen Bildern zeige sich Steiners oberstes ästhetisches Prinzip, aus der Farbe heraus zu malen. Der Unterschied zu den Malern der Moderne, die einen ähnliches Anspruch hatten, liege in „einer konzeptionellen Herausforderung von großer Tragweite“. Um sie wahrzunehmen, müsse man zuerst Steiner in seinen eigenen Prämissen ernst nehmen. Erst wenn man sich auf Steiners spirituelle Weltwahrnehmung und Weltdurchdringung einlasse, könne man vielleicht nachvollziehen, wie für ihn Farben sich als geistig-seelisch-lebendige Charaktere mitteilten, sich nach bestimmten Gesetzmäßigkeiten betätigten und reale Wirkungen zeitigten. Wie real könne man beispielsweise an der Farbgestaltung in den Klassenräumen der Waldorfschule ersehen. Mit seinen Gedanken über die geistigen Wirkungen der Farbe sei er der heutigen Farbpsychologie weit voraus gewesen. Seine Farbaussagen wurden von der Eurythmie aufgenommen: „Rot, das in die Nähe kommt und Blaues, das in die Ferne schweift“. Um all das zu verdeutlichen, zitierte Lichtenstern mehrere Schriften zum Thema. Fast die Hälfte ihrer Ausführungen widmete Prof.Lichtenstein den Christus-Darstellungen von Rudolf Steiner. Von seinem Christusbild leitete sie über zur Skulptur, der Holzplastik von Rudolf Steiner und Edith Maryon, zum „Menschheitsrepräsentant“. Bei dieser Skulpturengruppe handele es sich um eine „völlig neuartige Chistus-Darstellung“. Sie werde nur aus der Christus-Anschauung und Theologie von Rudolf Steiner heraus verständlich. Mit seiner Auffassung, dass die sonnenhafte Existenz des auferstanden Christus im ätherischen Umkreis der Erde fortlebt, stehe Rudolf Steiner nicht allein da, betonte Lichtenstern. In dieser Anschauung durchdrängen sich christliche Mystik und antike Kosmosverehrung und auch Maler wie Matthias Grünewald, Albrecht Altendorfer und James Ensor hätten sich vermutlich eine ähnliche Christus-Kosmologie „vor das innere Auge gerufen“. Bei Steiners Christus-Skulptur „Der Menschheitsrepräsentant“ werde der Auferstandene dargestellt, wie er zwischen zwei Versuchermächte trete, Ahriman stehe für eine verhärtende Macht des reinen Intellekts, Luzifer für das Blendwerk der Illusion. Christus rage hier zwischen beiden auf, er obsiegt als „Begründer eines mit ihm gegebenen Gleichgewichts“. So behaupte sich die Christusfigur mit starker raumplastischer Präsenz und in dynamisch geführter Flächenbildung, verstärkte Lichtenstern das Wahrnehmen der Abbildung der Plastik. In zeitgenossischer Kunst fand sie Vergleichbares im Werk Rodins mit symbolistischer Ausprägung. Die Zielvorstellung einer „freien und zugleich ordnenden, heilenden Mittlergestalt“, die in der Gruppe dominiere, bestimme im erweiterten Sinn als christologische Perspektive überall Steiners Gesamtwerk, von der Philosophie der Freiheit bis hin zu Eurythmie, Pädagogik oder Landwirtschaft, betonte Prof. Lichtenstern. Zum Schluss ihrer Vorlesung schlug sie noch einen Bogen in die Geistesgeschichte. Ohne Zweifel sei Steiners „spiritueller Idealismus“ tief in der deutschen Philosophie verankert, etwa in Fichtes Ich-Philosophie oder in Novalis Naturmagie, vor allem aber in Goethes „ideeller Empirie“. Von diesem bekannten Terrain aus ließen sich – so Prof. Lichtenstern – durchaus Brücken bauen zu Steiners Geist-Erfahrungen, man müsse nur über genügend Unabhängigkeit verfügen, um einen „wirklich aufklärerischen, das heißt interessierten, an der Sache orientierten Blick“ auf sein Werk zu werfen. END/nna/will/ung Bericht-Nr.: 080421-02DE Datum: 21. April 2008 © 2008 News Network Anthroposophy Limited (NNA). Alle Rechte vorbehalten. Siehe: www.nna-news.org/copyright/ Weitere NNA-Berichterstattung unter: www.nna-news.org/de/ Wozu verpflichtet Eigentum?
Progressive Stiftungen informierten beim Stiftungstag in Frankfurt über ihre Ziele – Teilhabe an der Zukunftsgestaltung durch Geben für sozialen Wandel Von NNA-Korrespondentin Edith Willer-Kurtz FRANKFURT (NNA). Eingeladen waren Menschen, die interessiert sind, einen Teil ihres Vermögens für gesellschaftlichen Wandel einzusetzen: „Biete Wandel - suche Geld“ lautete die Überschrift über den bundesweiten Stiftungstag, der am 11./12.April in Frankfurt stattfand. Auf Initiative der Bewegungsstiftung, der Stiftung Medico international und von Filia, der Frauenstiftung trafen sich Vertreter progressiver Stiftungen aus ganz Deutschland. Unterstützt wurde die Veranstaltung von Sponsoren wie der Bank Sarasin, Windwärts, der Tageßeitung und Greenpeace Energie.Präsentiert mit Informationsständen haben sich 17 Stiftungen, die ganz unterschiedliche Zwecke mit Projekten, Know how und Unterstützung entsprechend ihren Satzungen fördern. Verstehe man die Welt als eine Welt, so gehen jeden die Belange des anderen an. Progressive Philanthropie lehne das Spenden als Hilfe in der größten Not nicht ab, wie etwa Opfern von Naturkatastrophen, Hunger und Krieg zu helfen. Darüber hinaus sollten aber auch die Ursachen der Missstände bekämpft werden. Dabei unterliege das philanthropische Handeln von Vermögenden und Stiftungen weder einer breiten demokratischen Willensbildung noch einer wirkungsvollen institutionalisierten Kontrolle, wurde auf der Tagung erklärt. Stiftungen haben langfristige Perspektiven, nur die Erträge werden eingesetzt und der Grundsatz bestimmt das Vorgehen. Ein Beispiel: Die Stiftung Trias setzt sich ein für Boden, das Allgemeingut aller Menschen dieser Erde, für Sicherung von Lebensgrundlagen, insbesondere bedürftiger Menschen. Ökologie als Bewahrung der Schöpfung im Alltäglichen wird als weiterer Wert benannt. Vermächtnisse festsetzen, anteilig vererben und die Verwendung von Erlösen vereinbaren, dabei werden unter dem Dach der Stiftung mit fachlicher Beratung die Intentionen der Stifter unterstützt als Hilfestellung für bürgerschaftliches Engagement. Vieles dazu war auch im Rahmenprogramm in Arbeitsgruppen zu erfahren. Wie finde ich das Förderprojekt, das zu mir passt? Aber auch: Wie fördern Stiftungen? Warum ist nachhaltige Vermögensanlage sinnvoll? Dies waren die Fragen, die in den Arbeitsgruppen unter anderem diskutiert wurden. Stiftung als „ewige“ Rechtsform ist durch ihre Gemeinnützigkeit verpflichtet, ihre Vermögenserträge unmittelbar gemeinnützigen Zwecken zukommen zu lassen, erklärte Rolf Novy Huy von der Stiftung Trias. Die Besucher wurden näher an die Entscheidungsfindung heran geführt. Zustiftungen zwischen 1.000 und 5.000 Euro sind willkommen, erfuhr der Zuhörer und fühlte sich erleichtert, da es nicht gleich ums Ganze ging. Thomas Gebauer von der Stiftung medico international verstand unter Wandel gesellschaftliche Auseinandersetzung, gefragt seien dazu tragfähige Strategien, um Bestehendes zu überwinden. An einem Stand fanden sich kleine Linda-Kartoffelsäckchen von der nichtkommerziellen Landwirtschaft „Lokomotive Karlshof“. Auf einem grünen Einlegblatt war dazu zu lesen: „Diese Kartoffeln unterliegen dem Recht zur freien und unentgeltlichen Weitergabe, zur Weiterverarbeitung und zum Verzehr. Als Zutaten sind angeführt: Solidarität, Selbstbestimmte Mitarbeit, Organisation, Pflanzgut, Maschinen, Land. Weitere Informationen beschrieben Produktions- und Anbaubedingungen und alles endete mit den Worten: „…dabei lernen wir uns kennen, haben Spaß, diskutieren und sind immer wieder gefordert, uns gemeinsam zu organisieren.“ Mit dem Beiblatt wollte die Karlshof-Initiative Anregung zur Diskussion bieten und Lust machen auf Aneignung von Wissen und Möglichkeiten zur Gestaltung der eigenen Lebensgrundlagen. Stiftungen können nicht soziale Politik ersetzen, der Staat habe dazu etliche Aufgaben, hieß es weiter auf der Tagung. Mut und Eigenverantwortung sollten in Zeiten, wo mancherorts die Vorraussetzungen geringer würden, gefördert werden. Einsatzmöglichkeiten gibt es viele, an diesem Stiftungstag konnte der Besucher Einzelheiten kennen lernen. Zum Beispiel von der Jugendbegegnungsstätte Afacan 80 km nördlich von Izmir, wo junge Menschen sich treffen, austauschen, gemeinsam gestalten, feiern und voneinander lernen. Unterstützt wird diese interkulturelle Begegnung durch „UMVERTEILEN“ , einer Stiftung für eine solidarische Welt mit deutsch-türkische Projekten. Die Vorstellung der Stiftung Interkultur nimmt neue Perspektiven aus Theorie und Praxis der weltweiten Migration auf. Ihr Ziel ist, interkulturelle Gartenprojekte zu fördern, zu vernetzen und zu beraten. Verlorengegangene Bindungen und Zusammenhänge behutsam wiederherstellen und den MigrantInnen die Möglichkeit geben, ähnlich wie beim Wurzelschlagen von Pflanzen, „neuen Boden unter den Füßen zu gewinnen“. Die Soziologin Christa Müller berichtete von diesen Interkulturellen Gärten, sie hat darüber auch ein Buch geschrieben mit dem Titel „Wurzeln schlagen in der Fremde“. Bei der „Anstiftung“, der gemeinnützigen Forschungsgesellschaft geht es darum, „wovon Menschen leben“, Schwerpunkte liegen auf Gestaltung der Arbeit, auf Engagement und auf Muse jenseits des Marktes, denn: „Wir benötigen die Wertschätzung der anderen Ökonomie, wir benötigen die Wertschätzung der Subsistenz, wenn nicht allein das Marktgeschehen die Gesellschaft bestimmen soll.“ So zeigte sich, dass es nicht nur den Reichen überlassen bleiben kann, für die Behebung gesellschaftlicher Missstände zu geben, sondern dass es auch für den Normalbürger eine innere Einstellung sein kann, sich mit Bewusstsein verantwortlich zu fühlen für das Leben auf diesem Planeten und auch danach zu handeln. Filia fördert Projekte und Organisationen, die Frauen und Mädchen unmittelbar darin stärken, ihre Lebensbedingungen zu verbessern und ihre Rechte durchzusetzen. Filia fördert gezielt und nachhaltig. Die Hälfte ihrer Fördermittel setzt sie in Mittel- und Osteuropa ein, ein Viertel in Deutschland und ein Viertel in wirtschaftlich benachteiligten Ländern außerhalb Europas. Der Beitrag kann sein: eine Spende, die direkt an die Frauenarbeit fließt, mit einer Zustiftung, die filia nachhaltig wachsen lässt, mit einem Beitritt zum Förderkreis, der die professionelle Arbeit des Büros absichert oder mit ehrenamtlichen Engagement, so steht es im Infoblatt von filia. Eine Tagungsbesucherin fasste ihre Erfahrungen so zusammen, jetzt habe sie die Handlungsinhalte der Stiftungen kennengelernt und könne durch ihre Zustiftung fördern, was ihr am Herzen liege, ohne dass sie eine eigene Stiftung für ihre Erbschaft verwalten müsse. „Stiftungen haben neben der privilegierten Situation im Vergleich zu anderen Institutionen die selbst gewählte Verpflichtung, über die Vergabe von Förderungen auch innovative Problemlösungen auf gleicher Augenhöhe mit anderen gesellschaftlichen Gruppen zu entwickeln“, betonte Thomas Gebauer. Prof. Friedhelm Hengsbach vom Nell-Breuning-Institut hatte in seinem Impulsvortrag die Eingangsfrage zur Tagung gestellt: „Eigentum verpflichtet - weshalb und wozu?“ und erläuterte im christlichen, sozialkritischen Sinn das Thema. Aber auch die Befriedigung, die darin liegt, wurde deutlich „…ein Hauch alltäglicher Siege – ohne Triumphgeschrei, läßt die Hoffnung auf eine gerechte, friedliche und umweltverträgliche Gesellschaft nicht sterben". Der Lebenssinn „für andere zu sorgen“ wurde in Frankfurt plausibel, anregend und verlockte zum Anstiften und Zustiften. End/nna/wil Links: www.amadeu-Antonio-Stiftung.de, www.bewegungsstiftung.de, www.filia-frauenstiftung.de, www.tdh-stiftung.de, www.hms-stiftung.de, www.gegenseitig.de, www.stiftung-do.org, www.stiftung-medico.de, www.proasyl.de, www.stiftung-trias.de, www.stiftungzukunft.de, www.umverteilen.de, www.stiftung-zurückgeben.de, www.anstiften-ertomis.de, www.taz.de/zeitung/taznews-verlag/panterpreis, www.frauenrechte.de, www.greenpeace.de/ueber_uns/umweltstiftung_greenpeace Bericht-Nr.: 080421-01DE Datum: 21. April 2008 © 2008 News Network Anthroposophy Limited (NNA). Alle Rechte vorbehalten. Siehe: www.nna-news.org/copyright/ Weitere NNA-Berichterstattung unter: www.nna-news.org/de/ |
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