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Sat, 26 Apr 2008

Vom Abenteuer, sich selbst zu engagieren

Wirtschafts-Studenten der Universität Witten-Herdecke veranstalteten eine ungewöhnliche Weltreise: Interviews mit 33 nachhaltig arbeitenden Unternehmern

WITTEN/HERDECKE (NNA). “Es liegt an jedem Einzelnen von uns zu entscheiden, welchen Weg wir einschlagen wollen und wie es in den nächsten 50 Jahren auf unserer Erde aussehen wird. Denn wir sind nicht passive Mitreisende, sondern die Piloten und Navigatoren auf unserem Planeten. Darüber einmal nachzudenken, dazu will dieses Buch anregen, vor allem die junge Generation.”

Das schreibt Muhammad Yunus, Friedensnobelpreisträger des Jahres 2006, in seiner Widmung für das Buch „Expedition Welt – Vom Abenteuer, sich zu engagieren“, das drei Wirtschaftsstudenten der Universität Witten-Herdecke jetzt im oekonom verlag herausgebracht haben.

Jan Holzapfel, Tim Lehmann und Matti Spiecker sind für das Buch achteinhalb Monate lang durch 25 Entwicklungsländer rund um den Erdball gereist. Sie haben dabei 85.000 Kilometer zurückgelegt - in Flugzeugen, Bussen und Jeeps, durch Regenwälder, Wüsten, Dörfer und Millionenmetropolen. Ziel ihrer Expedition war es, die Arbeit von Unternehmerpersönlichkeiten zu erforschen, die sich für soziale Gerechtigkeit und verträgliche wirtschaftliche Entwicklung stark machen. 33 solche „Social Entrepreneurs“ haben die drei Studenten auf ihrer Reise getroffen.

Muhammed Yunus hatten die drei Studenten im März 2006 in Bangladesch besucht. Damals konnte noch niemand wissen, dass er bald den Nobelpreis bekommt. Die von dem Wirtschaftsprofessor gegründete Grameen Bank hilft der Landbevölkerung mit Kleinkrediten bei der Existenzgründung.

Andere Sozialunternehmer, mit denen sich die Wittener Studenten trafen, entwickelten innovative Konzepte für die Unterstützung von Straßenkindern, für den Erhalt von Küstenökosystemen oder auch für die Lösung von Abfall- und Abwasserproblemen. Allen Social Entrepreneurs gemeinsam ist: sie agieren unternehmerisch, um mit den vorhandenen Ressourcen einen möglichst hohen gesellschaftlichen Mehrwert zu erzielen. Und sie beginnen dabei meist mit einfachen, nachvollziehbaren Schritten an der Basis, bei den konkreten Problemen der Menschen.

Die Interviews mit den Sozialunternehmern haben Jan Holzapfel, Tim Lehmann und Matti Spiecker auf Tonband und Video aufgenommen. Schon während ihrer Weltreise berichteten sie auf ihrer Internetseite über ihre Erlebnisse, und es gab auch Live-Schaltungen per Satellit mit deutschen Schulen, um auch auf diesem Weg junge Menschen für das Thema nachhaltige Entwicklung zu sensibilisieren und zu eigenem zivilgesellschaftlichem Engagement anzuspornen.

Die Gliederung des Buches orientiert sich an den besuchten Weltregionen - vom indischen Subkontinent und Südostasien über Zentralamerika und Südamerika bis Afrika. Die Kapitel enthalten Außüge aus den Interviews, Beschreibungen der besuchten Projekte und Info-Boxen mit Anregungen, wie man selbst aktiv werden kann - etwa als freiwilliger Helfer vor Ort.

Was in dem Buch ebenfalls nicht fehlt, sind Tagebucheintragungen und kurze Reisereportagen. Hier wird's zuweilen dann richtig abenteuerlich, zum Beispiel bei einem Busunfall in Nepal oder beim Brand eines Gästehauses in Laos. Aber zum Schluss ging alles glimpflich ab und drei Studenten von Deutschlands erster Privatuniversität kamen gut wieder nach Hause und konnten ihr spektakuläres Buch vollenden.

END/nna/ung

Jan Holzapfel, Tim Lehmann, Matti Spiecker, „Expedition Welt - Vom Abenteuer, sich zu engagieren“, oekom verlag: München 2008, ISBN 978-3-86581-089-2, 304 Seiten, 16,90 Euro

www.expedition-welt.de

Bericht-Nr.: 080426-04DE Datum: 26. April 2008

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Mitarbeiter als wichtigster Erfolgsfaktor

Unternehmertag der Alanus Hochschule widmete sich der Personalarbeit

 ALFTER (NNA). Erfolge sind zu einem wesentlichen Teil motivierten und engagierten Mitarbeitern zu verdanken. Deswegen gehen erfolgreiche Unternehmen wie dm, Globus oder auch Rewe bei der Personalentwicklung neue Wege und setzen auf die ganzheitliche Förderung der Persönlichkeit ihrer Mitarbeiter, unter anderem durch Kunst und Kultur. Dies wurde beim Unternehmertag der Alanus-Hochschule deutlich, bei dem 80 Teilnehmer aus 30 Unternehmen in Alfter einen Tag lang über Personalentwicklung und Mitarbeiterführung diskutierten.

Anregungen gaben Götz Werner, Gründer der Drogeriekette dm, Thomas Bruch, geschäftsführender Gesellschafter der Globus Holding, und die Personalleiterin des Handelskonzerns Rewe, Ursula Schütze-Kreilkamp. Sie stellten ihre Ansätze dar und berichteten aus der Praxis der Personalarbeit. „Die drei Referenten bringen zusammen mehr als 50 Millarden Euro Umsatz aufs Podium“, scherzte Markus Mau, Leiter des Fachbereichs Wirtschaft an der Alanus Hochschule und Organisator der Veranstaltung.

Thomas Bruch betonte: „Wir wollen das unternehmerischste Unternehmen werden, indem wir jedem Mitarbeiter seine Bedeutung für das ganze Unternehmen bewusst machen.“ Ursula Schütze-Kreilkamp verwies darauf, dass durch die individuellen Biografien Mitarbeiter heutzutage ein ganzes Bündel unterschiedlicher Kompetenzen mitbringen, die es zu erkennen und zu fördern gelte. „Weg vom Know-how, hin zum Know-why“, müsse bei der Mitarbeiterentwicklung die Perspektive sein, so Götz Werner.   Die rege Teilnahme zeige deutlich das Interesse der Wirtschaft am einzigartigen BWL-Studiengang, den die Hochschule seit rund eineinhalb Jahren anbietet, betont die Hochschule. Er verbindet ein klassisches betriebswirtschaftliches Studium mit Inhalten aus Kunst und Kultur sowie umfangreichen Praxisphasen bei den Partnerfirmen der Hochschule. Zu den Förderern zählen bisher rund zwanzig Unternehmen, neben der Drogeriemarktkette dm auch Rewe und Globus und die Bio-Supermarktkette Alnatura, die Naturkosmetikhersteller Weleda und Laverana, die GLS-Bank sowie das Handelsunternehmen Tegut.

Zukünftig soll sich die Veranstaltung jährlich stattfinden und sich zu einer festen Diskussionsplattform für aktuelle Fachthemen entwickeln, betont die Alanus Hochschule in ihrer Pressemitteilung.

END/nna/ung

Bericht-Nr.: 080426-03DE Datum: 26. April 2008

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Einladung zu Freiwiligem Sozialen Jahr nach Deutschland

KARLSRUHE (NNA). Die in Deutschland ansässige Organisation „Freunde der Erziehungskunst“ hat eine Einladung an junge Leute in anderen Ländern ausgesprochen, ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in Deutschland zu verbringen.

Die Verteilung der Freiwilligen wird von den „Freunden der Erziehungskunst“ organisiert, meist arbeiten sie in Einrichtungen im Bereich der Sozialtherapie, der Heilpädagogik oder in der Altenpflege, heißt es in der Veröffentlichung der „Freunde“. Alle Gastgeber-Einrichtungen arbeiten auf der Basis der Anthroposophie.

Das Freiwillige Soziale Jahr ist als Mischung von Hilfe und von Lernprozess gedacht: „Für die Freiwilligen bedeutet es, innerhalb eines neuen Kultur- und Arbeitßusammenhangs zu lernen. So ist der Freiwilligendienst eine Form des interkulturellen Austauschs und des Kontakts mit dem Fremden. Gleichzeitig bringen die Freiwilligen etwas ganz Wertvolles durch ihre Persönlichkeit und ihre Freiwilligenarbeit in die betreffenden Einrichtungen ein“, schreibt die Organisation.

Seit 2003 besteht die Möglichkeit, Freiwilligendienste in Deutschland zu leisten und die „Freunde der Erziehungskunst“ betreiben seit 1993 Freiwilligenprogramme für junge Menschen aus Deutschland, die in anderen Ländern arbeiten wollen.

Die Organisation wurde 1971 gegründet, um Initiativen für eine freie Pädagogik weltweit zu unterstützen. Seither haben die „Freunde der Erziehungskunst“ viele Millionen Euro zusammengetragen, um die Waldorfpädagogik in Form von Kindergärten, Waldorfschulen, anderen pädagogischen Initiativen, Heilpädagogik oder sozialtherapeutischen Einrichtungen in der ganzen Welt zu fördern.

Pro Jahr übergibt die Organisation mehr als drei Millionen Euro Spenden an 200 Projekte.

END/nna/cva/ung

Link: www.freunde-waldorf.de/freiwilligendienste/

Kontakt: incoming@freunde-waldorf.de, Tel. +49 (0) 721 35 48 06 17

Bericht-Nr.: 080426-01DE Datum: 26 April 2008

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Alanus ernennt drei neue Hochschullehrer

Management von Non-Profit-Organisationen, Kunstpädagogik und -didaktik, Bildhauerei und Neue Medien als Schwerpunkte – Erstmals Juniorprofessur

ALFTER (NNA). An der Alanus-Hochschule in Alfter ist letzten Monat die Urkunde für die erste Juniorprofessur verliehen worden, sie befasst sich mit dem Management von Non-Profit-Organisationen. Insgesamt wurden drei neue Professoren ernannt.

Die Junior-Professur für NfPO (Non-Profit-Organisationen) im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften und Kunst erhielt Steffen Koolmann. Er hat Volkswirtschaftslehre an der Johann-Wolfgang-Goethe Universität in Frankfurt/Main studiert, war anschließend dort als Wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig und hat über Leitbilder in der Technikentwicklung promoviert.

Mehrere Jahre war er in leitenden Managementpositionen in gemeinnützigen und nicht gemeinnützigen Einrichtungen tätig. 2005 hat er das „Institut für Sozialwirtschaftliche Unternehmensführung“ (ISU) in Bochum gegründet und als freier Unternehmensberater mit speziellem Fokus auf Non-Profit-Organisationen gearbeitet. Zu Beginn dieses Jahres übernahm er zudem die Leitung des Instituts für Bildungsökonomie an der Freien Hochschule für anthroposophische Pädagogik in Mannheim.

Zielrichtung seiner Junior-Professur an der Alanus Hochschule wird die Ermittlung der Leistungsfähigkeit von Non-Profit-Organisationen im Rahmen bürgergesellschaftlichen Engagements sein. Darüber hinaus soll auch praktische Unterstützung für die Organisationen geleistet werden, zum Beispiel durch Fort- und Ausbildungsangebote zu Managementkompetenzen.

Im Fachbereich Bildende Künste wurde Andrea Sunder-Plasmann zur Professorin für die Fachgebiete Bildhauerei und Neue Medien ernannt. Sie hat an der Universität der Künste Berlin Kunst und Kunsterziehung studiert und stellt seit über zwanzig Jahren ihre Arbeiten national und international aus.

Die Schwerpunkte ihrer künstlerischen Tätigkeit liegen in den Bereichen Installation, Fotographie und neue Medien. Ihr besonderes Interesse gilt der Veränderung von Bewusstsein und sinnlicher Wahrnehmung im medialen, globalen Zeitalter. Sie hat verschiedene internationale Ausstellungen kuratiert und hatte vor ihrer Ernennung eine Professur an der Fachhochschule Bielefeld sowie der norwegischen Kunsthochschule in Bergen inne.

Im Fachbereich Bildungswissenschaften erhielt Jochen Krautz seine Ernennungsurkunde. Er übernimmt eine Professur für Kunstpädagogik und Kunstdidaktik. Krautz hat in Kunstpädagogik über John Bergers Ästhetik und Ethik als Impuls für die Kunstpädagogik promoviert. Bisher war er als Akademischer Oberrat im Lehramtsstudiengang Kunst der Bergischen Universität Wuppertal tätig. Seine Schwerpunkte liegen in der Kunstdidaktik, der Kunstwissenschaft und der künstlerischen Fotografie.

END/nna/ung

Bericht-Nr.: 080426-01DE Datum: 26. April 2008

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