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Hess Natur expandiert auf den US-amerikanischen Markt – New Yorker Modedisigner Miguel Adrover neuer Kreativdirektor
BUTZBACH (NNA). Die deutsche Firma Hess Natur, die nachhaltige und umweltverträgliche Textilien herstellt, hat ihre Geschäftstätigkeit jetzt auch auf die USA ausgedehnt. Nachdem im vergangenen Monat bereits ein Online-Shop in den USA eröffnet worden ist, wird im September der Modehersteller, der „wundervolle Kleidung entwirft“ seinen Katalog herausbringen. Gleichzeitig hat die Firma den international bekannten in Spanien geborenen Avantgarde-Designer Miguel Adrover als Kreativdirektor gewinnen können. „Wir freuen uns sehr darauf, Hess Natur in den amerikanischen Markt einzuführen. Wir sind der festen Überzeugung, dass die Amerikaner einer Kleiderkultur offen gegenüberstehen, die besser für unsere Erde und die auf ihr lebenden Menschen ist“, so Wolf Lüdge, Geschäftsführer von Hess Natur. „Miguel Adrover ist ein einzigartiges Talent, dessen Umweltengagement über seine Mode hinaus auch in seiner Lebensweise zum Ausdruck kommt. Miguel bereichert unser Unternehmen um ein spannendes Element der Kreativität und Inspiration“, fügte Luedge hinzu. Hess Natur wurde 1976 von Heinz Hess gegründet, um Kleidung aus organisch produzierten und nicht-synthetischen oder chemiefreien Naturfasern herzustellen, weil Hess solche Kleidung für sein Baby nirgends gefunden hatte. Die Probleme, geeignete Lieferanten zu finden, führten dazu, dass Heinz Hess, der sich von den Gedanken der Anthroposophie inspirieren ließ, Projekte zum Anbau biologischer Baumwolle in Sekem in Ägypten initiierte, gefolgte von weiteren ähnlichen Projekten in Peru, Senegal, Burkina Faso und in der Türkei. Hess Natur ist auch an einem weltweit einzigartigen Projekt zur Erzeugung von biologisch hergestellter Seide beteiligt. Die Firma arbeitet auch mit der Clean Clothes Campaign und der Fair Wear Foundation zusammen, um eine faire Behandlung der Produzenten zu gewährleisten. Im Jahr 1991 wurde die Firma auf dem World Economic Forum in Davos für ihre vorbildlichen Aktivitäten mit dem Public Eye Positive Award ausgezeichnet. Der Modehersteller ist vor kurzem auch eine Partnerschaft mit dem Träger des Friedensnobelpreises Dr. Mohammed Yunus und seiner gemeinnützigen Grameen Stiftung eingegangen, um deren Kampf gegen die Armut zu unterstützen. Hess Natur hat in das Grameen Strickwaren-Projekt ökologische Produktionsmethoden eingebracht und zahlt außerdem einen Bonus, der direkt an die Grameen Stiftung geht, um faire Preise für die Güter zu garantieren. Heinz Hess, der 2006 starb, verkaufte seine Firma 2000 an die Warenhauskette Karstadt-Quelle, um seiner Gründung ein weiteres Wachstum zu ermöglichen. Im vergangenen Jahr überschritt der Umsatz von Januar bis September die 42 Millionen Euro Grenze. Hess blieb der von ihm gegründeten Firma stets eng verbunden. Jetzt heißt es in den Worten der Firma: „Wir bringen den Traum von Heinz Hess nach Amerika: wundervolle, natürliche und biologische Kleidung von einer Firma, die ein Gewissen hat.“ End/nna/cva/ung Bericht-Nr.: 080825-02DE Datum: 25. August 2008 © 2008 News Network Anthroposophy Limited (NNA). Alle Rechte vorbehalten. Siehe: www.nna-news.org/copyright/ Weitere NNA-Berichterstattung unter: www.nna-news.org/de/ Erneut Wirbel um Finanzen der Privatuni Witten-HerdeckeZusammenarbeit mit Droege International beendet – Kritik an Verhalten des Partners WITTEN/HERDECKE (NNA). Zwischen der Universität Witten/Herdecke (UWH) und einem ihrer maßgeblichen Förderer, der Droege International Group ist es zu einem Zerwürfnis gekommen, das zu einem Ausstieg von Droege International aus der finanziellen Förderung der UWH geführt hat. Dies teilten sowohl die Universität als auch Dröge International, eine Düsseldorfer Unternehmerfamilie, jetzt mit. Die Zusammenarbeit mit der Familie Droege und Droege International sei „vollständig eingestellt“, heißt es in einer Pressemitteilung der ersten deutschen Privatuniversität. Die Universität gerate durch den Rückzug von Droege International in keine finanzielle Schieflage, versichert die UWH. Genaue Zahlen zu den Folgen der Beendigung der Zusammenarbeit wurden allerdings nicht genannt. Das Mitglied des Stiftungskuratoriums Dr. August Oetker, warf der Familie Droege vor, sich in den letzten Monaten gegenüber der UWH „nicht korrekt“ verhalten zu haben. Neben Differenzen über die Verbindlichkeit von Förderzusagen sei auch versucht worden, „massiven Einfluss auf die Freiheit von Forschung und Lehre zu nehmen“, schreibt die UWH. Die schon länger von Finanzproblemen bedrohte Privathochschule Witten-Herdecke war 2007 in eine Stiftungsuniversität nach dem Vorbild englischer Privatunis umgewandelt worden. Möglich wurde diese Lösung durch das finanzielle Engagement der Droege International Group, die den Weiterbetrieb der ersten deutschen Privatuniversität mit einer Förderung in Höhe von 12 Millionen Euro sicherstellte. Zuvor hatte die Privatuni versucht, ihre Probleme durch andere finanzkräftige Partner zu lösen. So hatte der Gesundheitskonzern SRH mit Sitz in Heidelberg ein Engagement in Witten-Herdecke geprüft und nach Angaben der Universität auch ein entsprechendes Angebot gemacht. Auch die Darmstädter Software AG Stiftung war als Finanzpartner im Gespräch gewesen. Die Software AG Stiftung hatte ein Engagement in Witten-Herdecke mit Rücksicht auf ihre anderen Förderschwerpunkte abgelehnt. Von Anfang an hatte die Universität mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Dies verschärfte sich noch durch das kritische Gutachten des Wissenschaftsrats, das 2005 die Medizinerausbildung der Universität und damit ihr innovatives Herzstück in Frage gestellt hatte. Durch strukturelle Veränderungen war es der Hochschule im Jahr 2006 gelungen, die Bedenken des Wissenschaftsrats außuräumen. In internationalen Rankings belegt die UWH stets vordere Plätze und wird für ihre Innovationsfähigkeit gewürdigt. Vor allem bei einer Übernahme der Privatuni durch den Gesundheitskonzern SRH war von Kritikern befürchtet worden, dass die ursprüngliche innovative Ausrichtung der Universität nicht weiterverfolgt werden könne. Der Gründer von Witten-Herdecke, Konrad Schily, hatte in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung seinen Rückzug aus den Leitungsgremien Ende 2006 bereits mit der zunehmend ökonomischen Ausrichtung der Universität begründet. Schily, der als FDP-Abgeordneter dem Deutschen Bundestag angehört, hatte zusammen mit dem damaligen Chef der Deutschen Bank, Alfred Herrnhausen, die erste deutsche Privatuniversität vor 25 Jahren ins Leben gerufen. End/nna/ung Bericht-Nr.: 080825-01DE Datum: 25. August 2008 © 2008 News Network Anthroposophy Limited (NNA). Alle Rechte vorbehalten. Siehe: www.nna-news.org/copyright/ Weitere NNA-Berichterstattung unter: www.nna-news.org/de/ |
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