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Waldorflehrerin als Miss Marple....
Krimi „Fallender Schatten“ spielt in einer Waldorfschule – Liebevolle und faire Schilderung des Milieus Buchbesprechung Von NNA-Korrespondent Ernst Ullrich Schultz HAMBURG (NNA). Ein Krimi, der in der Waldorfßene spielt - geht das? Heiger Ostertags Buch „Fallender Schatten“ zeigt: es klappt. In der heilen Welt einer fiktiven Stuttgarter Waldorfschule geschehen allerhand mysteriöse Dinge. Intrigen, Doppelleben und zahlreiche Verdächtigungen: Die Schatten der Vergangenheit sind lang und die Geschichte nimmt verschlungene Wege. Der zuständige Kommissar versagt schließlich völlig über diesem komplexen Fall und stellt die Nachforschungen ein. So begeben sich seine Polizeikollegin und eine inzwischen mit ihr befreundete Waldorflehrerin auf die Spur des Mörders - ein gefährliches Unterfangen, wie sich herausstellt. Der Autor verschafft auch Lesern, die sich mit der Anthroposophie nicht auskennen, einen detailreichen und liebevollen Einblick in die Welt von Anthroposophie und Waldorfpädagogik und zeigt zudem auf, wie menschlich es dort zugeht. Und: auch wenn die Eurythmiestäbe als Tatwerkzeug herhalten müssen – der Autor beschreibt das Waldorfmilieu stets positiv. Einer Lehrerin gelingt es sogar, die mit dem Fall betraute Polizistin für die Bewegungskunst Eurythmie zu begeistern. Alles in allem ein spannender Krimi und am Schluss, mehr sei hier nicht verraten, spielt auch ein Abschnitt aus dem Lebens von Rudolf Steiner eine besondere Rolle. Auch wer sich in der Anthroposophie zu Hause fühlt und gerne Krimis liest, dem sei das Buch „Fallender Schatten“ wärmstens empfohlen. Der Leser braucht das Umfeld nicht zu verlassen und kommt trotzdem in den Genuss einer spannenden Kriminalgeschichte – sicher ein Novum unter den Publikationen. Dr. Heiger Ostertag, Historiker und eine Zeitlang Waldorflehrer, ist eigentlich Sachbuchautor. Nach zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen wollte er zur Abwechslung einmal etwas Unterhaltsames schreiben. Der große Erfolg seines Erstlings zeigt, dass ihm das gelungen ist. „Fallender Schatten“ ist das erste Buch einer Trilogie in der die Waldorflehrerin und die befreundete Polizeikommissarin weitere kniffliche Fälle lösen End/nna/eus Literaturhinweis: Heiger Ostertag, Fallender Schatten, SWB-Verlag, Stuttgart, ISBN 3-938719-02-8, Euro 11,90 Bericht-Nr.: 080829-02DE Datum: 29. August 2008 © 2008 News Network Anthroposophy Limited (NNA). Alle Rechte vorbehalten. Siehe: www.nna-news.org/copyright/ Weitere NNA-Berichterstattung unter: www.nna-news.org/de/ INFO3 Verlag bringt „Frankfurter Memorandum“ zum Rassismus-Vorwurf gegen Rudolf Steiner neu heraus
FRANKFURT (NNA). Redaktion und Herausgeber der auflagenstärksten anthroposophisch orientierten Zeitschrift INFO3, Dr. Jens Heisterkamp und Ramon Brüll, haben sich jetzt erneut in die Diskussion um die Rassismusvorwürfe gegen Rudolf Steiner eingeschaltet und dazu das von ihnen erarbeitete „Frankfurter Memorandum“ als Einzeldruck herausgegeben. Im Memorandum wird die Auffassung vertreten, es gebe im Werk Rudolf Steiners „vereinzelte diskriminierende sowie einige wenige rassistische Äußerungen, die heute klar als historisch überholt beurteilt werden müssen“. Eine systematische Rassenlehre oder gar ein vom Kampf der Rassen geprägtes Geschichtsbild wie bei anderen Autoren seiner Zeit fänden sich jedoch bei Steiner nicht, betont die Erklärung des INFO3 Verlags zum Memorandum. Die Publikation, die über den INFO3 Verlag zu beziehen ist, basiert auf dem Gutachten des niederländischen Menschenrechtsexperten Ted A. van Baarda, das bereits 1998 erarbeitet worden war, in Deutschland in der Öffentlichkeit aber wenig zur Kenntnis genommen worden ist. Bei der Endfassung des Memorandums seien darüber hinaus zahlreiche inzwischen eingegangene Anregungen sowie Kriterien der historischen Rassismusforschung eingegangen. Bei der Analyse der von Kritikern immer wieder angeführten Zitate aus dem Vortragswerk von Rudolf Steiner gelangt das Frankfurter Memorandum zu fünf Kategorien, die von „sprachgeschichtlich erklärbaren Missverständnissen über Diskriminierende Stereotypisierungen bis hin zu rassistischen Äußerungen“ reichen. In zwei Dutzend Zitaten würden traditionelle Kulturen als „dekadent“ bezeichnet und er äußere sich in abschätziger Weise über Menschen mit schwarzer Hautfarbe. Hier zeige sich Rudolf Steiner als „Angehöriger einer spätkolonial und eurozentristisch geprägten Epoche“. Dies stehe in Widerspruch zu Kernaussagen seines philosophischen Hauptwerks, der „Philosophie der Freiheit“. Ähnliche Ambivalenzen entdecken die Autoren des Memorandums auch in der Frage der Stellung Steiners zum Judentum, wo er einerseits als Publizist aktiv gegen den Antisemitismus seiner Zeit aufgetreten sei, andererseits ließen sich aber auch danach antijudaistische Tendenzen in seinem Werk finden. Die „Ambivalenz einer geistigen Größe“, die „historischer Autor und aktuell wirksamer Impulsgeber“ sei, gelte es nüchtern festzustellen und das eine vom andern zu unterscheiden. Gleichzeitig betonen die Herausgeber des Memorandums, dass das Thema „Rassen“ für das Ideengebäude Anthroposophie insgesamt „keinerlei Rolle“ spiele. Es komme auf „Tausenden von Buchseiten und in Hunderten von Vorträgen“ von Rudolf Steiner überhaupt nicht vor. Auch in der anthroposophischen Literatur der Gegenwart oder in den Lehrplänen der Waldorfschulen fände sich keine der Äußerungen Steiners, die im Memorandum zur Diskussion ständen. End/nna/ung Bericht-Nr.: 080829-01DE Datum: 29. August 2008 © 2008 News Network Anthroposophy Limited (NNA). Alle Rechte vorbehalten. Siehe: www.nna-news.org/copyright/ Weitere NNA-Berichterstattung unter: www.nna-news.org/de/ |
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