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„Orkan der Nachhaltigkeit“ soll alle Menschen erreichen
BioFach in Nürnberg feierte 20.Geburtstag – Textilien jetzt mit eigenem Bereich - Biologisch-dynamische Wirtschaftsweise besonders erfolgreich im Weinbau NÜRNBERG (NNA). „Wie der Flügelschlag eines Vogels einen Orkan auslösen kann, möge die BioFach einen Orkan der Nachhaltigkeit auslösen, an dem alle Menschen teilhaben können.“ Mit diesen Worten eröffnete Jürgen Reis, einer der drei Gründer der Messe, Ende Februar die BioFach in Nürnberg, die in diesem Jahr ganz im Zeichen ihres 20.Geburtstags stand. Dass zunehmend mehr Menschen auf verschiedenen Kontinenten ebenfalls Messen der Biobranche besuchen können, zeigen die Tochtermessen der BioFach, die in diesem Jahr noch in Mumbai, Indien, Shanghai, China, Tokyo, Japan, Boston, USA und Sao Paulo, Brasilien, stattfinden werden. In Nürnberg informierten in diesem Jahr mehr als 2.700 Aussteller über neueste Trends bei Bio-Produkten, Naturkosmetik und Wellness, zwei Drittel davon kamen aus dem Ausland. Am stärksten vertreten war wieder Deutschland mit 941 Ausstellern, gefolgt von Italien (394), Spanien (205), Frankreich (181) und Österreich (104). Die große Mehrheit der Aussteller, etwa 80 Prozent, bewerteten laut Befragung eines unabhängigen Instituts die BioFach positiv, die meisten trafen ihre wichtigste Zielgruppe und konnten erfolgreich neue Geschäftskontakte knüpfen. Wie schon 2008 wurde auch diesmal Dänemark zum Land des Jahres gewählt. In der EU verzeichnen die Dänen den höchsten Pro-Kopf-Verbrauch an Bioprodukten. Dänemark produziert nicht nur für den einheimischen Markt, sondern exportiert u.a. zunehmend mehr in die gut erreichbaren Absatzgebiete im Hamburger und Berliner Raum. Rund 90 Prozent des Umsatzes mit Bioprodukten in Dänemark werden im konventionellen Handel erzielt. Zum zweiten Mal wurde die BioFach zum Branchentreff für Weinkenner. Über 300 Aussteller präsentierten Bio-Weine von hoher Qualität, 521 Weine aus 13 Ländern stellten sich dem Wettbewerb um den internationalen Bio-Weinpreis. Für Weine aus Demeter-Anbau gab es 23mal Außeichnungen in Gold und Silber sowie Empfehlungen der Jury. Prämiert wurden Weine der Demeter-Weingüter Christ, Fuchs-Jacobus, Harteneck und Im Zwölberich. Auch ausländische Demeter-Winzer waren erfolgreich: Meinklang aus Österreich und Vinedos Emiliana aus Chile konnten nach Angaben von Demeter e.V. bei den Experten ebenfalls punkten. Gerade im Weinbau erfreut sich die bio-dynamische Wirtschaftsweise inzwischen einer großen Nachfrage. Durch die selbst hergestellten feinstofflich wirkenden Präparate werde die Verbindung zum Terroir intensiviert und die Bodenfruchtbarkeit nachhaltig gesteigert, heißt es dazu in der Pressemitteilung von Demeter. Der französische Begriff Terroir beschreibt Boden, Hangneigung, Gestein, die Mineralien, geographische, kosmische, und klimatische Exposition und damit alles, was einen Platz auf der Erde absolut einmalig macht. So ist er umfassender als die deutsche Bezeichnung Lage. Damit dies erlebbar werde im Erzeugnis, müsse der Erzeuger die Kunst beherrschen, seinen Saft oder Wein möglichst nur aus dem zu bereiten, was am Standort vorhanden sei. Dies erkläre auch den besonderen Erfolg der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise im Weinbau, da sie heute dafür die besten und wahrhaftigsten Voraussetzungen liefere. Eine Premiere gab es bei der diesjährigen BioFach auch im Textilbereich. Insgesamt präsentierten sich erstmals 47 Aussteller von Naturtextilien und Öko-Fashion. Claudia Lanius, Geschäftsführerin von Lanius (D) fasste zusammen: „Wir spürten eine echte Aufbruchsstimmung hier, die Atmosphäre war absolut positiv.“ Und Marco Speknijder vom niederländischen Lable Fair & Co (NL) betonte: „Wir freuen uns, dass Textilien ihren eigenen Platz bekommen haben, da Nachhaltigkeit nicht nur Lebensmittel oder Kosmetik betrifft, sondern auch das Thema Kleidung.“ Auf der Vivaness, der Messe für Naturkosmetik, konnten die Besucher diesmal rund 70 Neuheiten erkunden. Sowohl Weltmarktführer als auch Newcomer waren bei den 207 Naturkosmetik-Ausstellern aus 24 Nationen dabei. Deutschland führte die Zahl der Aussteller an (101), gefolgt von Frankreich (31), Italien (14), Österreich (10) und der Schweiz (8). Zum ersten Mal stellten Kosmetikhersteller aus Brasilien, Kolumbien, Mazedonien, Polen, Swasiland und Tschechien aus. Litauen präsentierte sich schon zum zweiten Mal. An dem BioFach Kongressprogramm 2009 nahmen ungefähr 8.000 Fachbesucher teil und verteilten sich auf 149 Kongressveranstaltungen. Erstmals fand ein Fachhandelstag statt, auf dem über aktuelle Trends und Themen diskutiert wurde wie z.B. über Nachhaltigkeit und Werte in der Bio Branche. Auch die Vivaness hatte ein eigenes Kongressprogramm und bot im Vivaness Forum zahlreiche Vorträge zur Naturkosmetik an. Insgesamt wurde die BioFach von 46.771 Fachinteressierten besucht, das war ein leichter Anstieg gegenüber 2008 (46.484), etwa die Hälfte informierte sich auch auf der Vivaness. Zu 98 Prozent waren die Fachbesucher mit dem Angebot und dem Service der großen internationalen Messe zufrieden und ca. 86 Prozent wollen im nächsten Jahr wieder dabei sein, wenn das Messezentrum Nürnberg vom 17. bis 20. Februar 2010 seine Pforten zur 21.Bio-Fach öffnet. End/nna/cmb Link: www.biofach.de Bericht-Nr.: 090408-01DE Datum: 8. April 2009 © 2009 News Network Anthroposophy Limited (NNA). 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