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Tue, 14 Jul 2009

Schweizer anthroposophische Pensionskasse mit nachhaltiger Anlagestrategie an führender Stelle

CoOpera erwirtschaftete letztes Jahr positives Anlageresultat als einzige unabhängige Sammelstiftung – Gute Anlageergebnisse über langen Anlagezeitraum

ITTIGEN (NNA). Die Anlagestrategie der anthroposophischen Pensionskasse CoOpera hat sich auf lange Sicht als die tragfähigste erwiesen. Dies ist das Ergebnis eines von Weibel Hess & Partner AG im Mai durchgeführten und in der SonntagsZeitung veröffentlichten Vergleichs der Performance von schweizer Pensionskassen, in dem die CoOpera am besten abgeschnitten hat.

Im Jahr 2008, in dem für die Schweizer Pensionskassen laut Vergleich “das weitaus schlechteste Anlageresultat seit der Einführung des BVG-Obligatoriums im Jahre 1985” resultierte, mit einem durchschnittlichen Anlageergebnis von -13.5 Prozent, erwirtschaftet die CoOpera ein positives Anlage Resultat von +2.8 Prozent. (Das BVG-Gesetz trat am 01.01.1985 in Kraft und regelt die gesetzliche berufliche Vorsorge (Mindestvorschriften für das Obligatorium) und enthält zudem verschiedene Bestimmungen über die weitergehende (über- und ausserobligatorische) Vorsorge.)

Der Grund für das gute Abschneiden der anthroposophischen Pensionskasse wird in dem Verzicht auf die Anlage in Aktien gesehen. Anstatt an der Börse, investiert die Sammelstiftung ihre Gelder von etwa 300 Millionen Franken in auf Nachhaltigkeit orientierte kulturelle Einrichtungen, Unternehmen und Immobilien. „Die Anlagestrategie der CoOpera, die weitgehend auf Aktien verzichtet, hat sich im letzten Jahr als richtig erwiesen,“ stellt der Performancevergleich fest.

Dazu kommt, wie sich herausgestellt hat, die lange Sicht: „Was für die Pensionskassen wirklich zählt, sind nachhaltig gute Anlageergebnisse über einen langen Anlagezeitraum,” erklärt der Vergleich. Dies zeige sich am Beispiel von CoOpera. Im Jahr 2006 wurde mit 2.6 Prozent eine klar unterdurchschnittliche Rendite erzielt. Ein vergleichbares Anlageresultat für 2007 mit 3 Prozent und 2008 mit 2.8 Prozent entpuppten sich plötzlich als Spitzenwert.

„Über die letzten neun Jahre hinweg erreichte die CoOpera mit einer sehr risikoarmen Anlagepolitik mit 3.48 Prozent die beste Performance aller am Vergleich teilnehmenden Sammelstiftungen,“ so die Analyse. Es lohne sich, in nachhaltige Anlagen zu investieren. Kassen mit hohem Aktienanteil konnten in guten Anlagejahren wie 2005 und 2006 zweistellige Anlagerendite realisieren und den Versicherten eine erhöhte Verzinsung ausschütten. Trotzdem zeige sich über die letzten neun Jahre 2000 bis 2008 ein ernüchterndes Bild. „Höhere Risiken und ein überdurchschnittlicher Aktienanteil haben sich nicht ausgezahlt,“ so das Fazit des Performancevergleichs.

„Wir freuen uns über das Ergebnis, das den Erfolg unserer langfristigen Strategie belegt,“ erklärte Marc Desaules, Mitbegründer und Stiftungsrat-Mitglied der CoOpera PUK, NNA gegenüber. „Aber wir wollen das Resultat eines solchen Vergleichs nicht überbewerten,“ so Desaules weiter.

END/nna/cva

Bericht-Nr.: 090714-03DE Datum: 14. Juli 2009

© 2009 News Network Anthroposophy Limited (NNA). Alle Rechte vorbehalten. Siehe: www.nna-news.org/copyright/

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Witten-Herdecke: Schweizer Prof. Heusser jetzt auf traditionsreichem Lehrstuhl für Komplementärmedizin

WITTEN/HERDECKE (NNA). Der traditionsreiche Stiftungslehrstuhl für Komplementärmedizin an der Privatuni Witten/Herdecke ist jetzt neu besetzt worden: der Schweizer Arzt Dr.  Peter Heusser wird Nachfolger von Prof. Dr.  Peter Matthiessen, der aus Altersgründen ausscheidet.

Der „Gerhard-Kienle-Lehrstuhl“ ist von der Darmstädter Software AG Stiftung gestiftet worden, er trägt den Namen des Gründers des Gemeinschaftskrankenhauses Herdecke und ist auch dort angesiedelt. Er ist einer der ältesten Lehrstühle für Komplementärmedizin in Deutschland.

Aus Anlass seiner Berufung unterstrich Prof. Heusser den „ausgezeichneten Ruf“, den die Privatuni Witten/Herdecke auch in der Schweiz habe.“ Hier hat man es von Anfang an verstanden, traditionelle Schulmedizin mit komplementären Heilverfahren zum Wohle des Patienten zusammen zu führen und in der medizinischen Ausbildung ganz neue Wege zu gehen“, sagte Heusser. Auch die anderen Universitäten hätten diese Ideen als fortschrittlich anerkannt.

Mit der Neubesetzung des Lehrstuhls will die Universität Witten-Herdecke ihr Profil im Fach Medizin weiter schärfen. Nach Aussage der kommissarischen Dekanin der Fakultät für Medizin, Prof. Dr.  Susanne Schwalen, strebt die Universität mit der Besetzung des Lehrstuhls durch Dr.  Heusser „eine Akademisierung der komplementärmedizinischen Heilverfahren“ an.

Auch die Lehre soll in dem neu besetzten Lehrstuhl künftig eine Weiterentwicklung erfahren hin zu einer Integration klassisch schulmedizinischer Ansätze mit Erweiterungen aus der Komplementärmedizin.

Um den Lehrstuhl herum soll ein zukunftsweisendes Zentrum für Integrative Medizin aufgebaut werden. Dazu wird die gesamte Forschung und Lehre der Universität in der Komplementärmedizin in Zukunft in einem Zentrum für Integrative Medizin (ZIM) gebündelt.

Der Lehrstuhl übernimmt dabei nach Angaben der Universität die Führungsrolle und wird tragfähige Lehr- und Forschungsprojekte zur Komplementärmedizin entwickeln. Ein Schwerpunkt dabei soll die Anthroposophische Medizin sein. Therapien der anthroposophischen Medizin und der gesamten Komplementärmedizin sollen mit adäquaten wissenschaftlichen Methoden auf ihre Wirksamkeit, Unbedenklichkeit und ihren Nutzen hin umfänglich untersucht werden.

Ein zentraler Bereich ist auch die Ausbildungsforschung mit dem Fokus auf die integrativen Lehrangebote, unter anderem des Begleitstudiums Anthroposophische Medizin.

Für Prof.Heusser bedeutet anthroposophische Medizin, die seelisch geistige Individualität des Patienten genauso wissenschaftlich ernst zu nehmen wie sein körperliches Sein. Hier werde das Zusammenspiel von Leib, Seele und Geist in Gesundheit und Krankheit auf den unterschiedlichen Ebenen forschend erfasst.

Heusser hat in Bern Medizin studiert, in Basel promoviert und ist mit einem Master of medical education auch in der Didaktik der Medizin besonders profiliert. Er arbeitete zuletzt am Universitätsklinikum Bern, wo er die Kollegiale Instanz für Komplementärmedizin mit aufbaute und den Bereich der Anthroposophischen Medizin vertrat.

Neben regelmäßiger Patientenversorgung mit einem Schwerpunkt in der komplementärmedizinisch ergänzten Krebstherapie hat der neue Lehrstuhlinhaber ein breites Feld wissenschaftlicher Forschungsaktivitäten vorzuweisen, von Therapiestudien bis hin zu forschungsmethodischen Arbeiten.

End/nna/ung

Bericht-Nr.: 090714-02DE Datum: 14. Juli 2009

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Myome können auch ohne Operation entfernt werden

WITTEN/HERDECKE (NNA). Operative Entfernungen von Myomen, die ein Drittel aller Frauen über 30 Jahren entwickeln, stellen einen Risikofaktor für Schwangerschaften dar. Mit einer neuen Methode, die bisher an drei Krankenhäusern in Deutschland angeboten wird, lassen sich Myome schonend entfernen. Unter den drei Kliniken ist neben Krankenhäusern in Berlin und München auch das Marienhospital in Witten/Ruhr.

„Eine Operation bringt immer die Gefahr mit sich, dass die Gebärmutter geschädigt wird und bei einer späteren Schwangerschaft quasi eine Sollbruchstelle entsteht. Daher konnten wir jungen Frauen mit Kinderwunsch nicht wirklich gut dazu raten“, betont Prof. Dr.  Wolfgang Hatzmann, Lehrstuhlinhaber für Gynäkologie an der Universität Witten/Herdecke (UWH). So entsteht für die jungen Frauen eine Zwangslage durch das Myom. Hier schafft die neue Methode Abhilfe.

Sie arbeitet auf der Basis von Ultraschall, der gebündelt und gezielt auf das Myom gerichtet wird. Dadurch erhitzt sich dieses gutartige Gewächs aus Muskulatur und Bindegewebe so stark, dass es schrumpft oder sogar abstirbt.

Bei der Behandlung kooperiert die Klinik mit einer radiologischen Gemeinschaftspraxis. Die Behandlung müsse „quasi in der Röhre des MRT erfolgen, um den Ultraschall genau auf das Myom zu richten”, erläutert Hatzmann das Verfahren. Der Magnet-Resonanz-Tomograf sei dabei „so etwas wie unser Zielfernrohr, mit dem wir die Schallwellen mit der Genauigkeit von unter einem Millimeter lenken können. Denn wir beschießen das Myom ungefähr 50 Mal für 10 bis 15 Sekunden. Das schädigt den Kern so sehr, dass die Wucherung im Idealfall ganz abstirbt." Zumindest aber verkleinere sich das Myom so sehr, dass es kein Hindernis mehr für eine Schwangerschaft darstellt.

End/nna/ung

Link: http://www.marien-hospital-witten.de/kliniken/frauenheilkunde/myome.html

Bericht-Nr.: 090714-01DE Datum: 14. Juli 2009

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