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Mon, 20 Sep 2010

Herbert Dreiseitl wird Loeb Fellow an der Harvard University

Bedeutender Wasserforscher findet Anerkennung auf höchster Ebene

Von NNA-Korrespondent Walter Siegfried Hahn

CAMBRIDGE, MA (NNA). Der Überlinger Künstler, Wasserforscher und Unternehmer Herbert Dreiseitl nahm zum Ende August seine Tätigkeit als „Loeb Fellow“ in der berühmten Harvard University an der amerikanischen Ostküste auf. Dreiseitl wurde damit als einer der wenigen Nicht-US-Bürger überhaupt in dieses renommierte Programm aufgenommen.

Es gibt jährlich zehn bedeutenden Persönlichkeiten, die sich einen Ruf als Gestalter in Architektur, Landschafts- oder Stadtplanung erworben haben, die Möglichkeit, an der Harvard University forschend und lehrend ihre schon herausragenden Leistungen auf einen noch höheren Stand zu bringen und in Zukunft in noch größerem Rahmen zur Verfügung zu stellen.

Dreiseitl, ehemaliger Ulmer Waldorfschüler, hat nach dem Zivildienst in der Drogenhilfeeinrichtung „Sieben Zwerge“ am Bodensee und frühen künstlerischen Arbeiten vor allem am Institut für Strömungsforschung in Herrischried Inspiration gefunden.

Schon in jungen Jahren gründete er 1979 sein eigenes Unternehmen, das heute in Fachkreisen einen hervorragenden Ruf besitzt und neben Überlingen mit Büros in Beijing, Portland/Oregon und Singapur weltweit Aufgaben wahrnimmt. Mit gut 60 Mitarbeitern werden künstlerische und landschaftsplanerische Arbeiten, vor allem aber Planung und Durchführungskontrolle im Wasserbereich durchgeführt. Das reicht von Brunnen- oder Platzgestaltungen in schwäbischen Kleinstädten über den vielleicht bedeutendsten Platz Deutschlands, den Potsdamer Platz in Berlin, bis zur Ergreifung und Durchgestaltung des kompletten Wassermanagements eines Stadtstaats wie Singapur.

Seine besondere Leistung ist die Verbindung künstlerischen Handelns und umweltrelevanter Planung und Durchführung im urbanen Umgang mit Wasser. Seine Arbeiten setzen Maßstäbe in urbaner Hydrologie, Behandlung von Ab-, Brauch- und Sturmwasser. Seine esoterische Zugangsweise wird in der Fachwelt wahrgenommen und durch ihre sinnlich wahrnehmbaren Folgen akzeptiert.

Auf Kongressen und Symposien wie dem World Cities Summit Ende Juni in Singapur ist Herbert Dreiseitl regelmäßig mit Vorträgen und Seminaren vertreten. Unter seinen Veröffentlichungen sind die „Waterscapes“ und „New Waterscapes“ eher einem Fachpublikum bekannt, dagegen ist das in Zusammenarbeit mit anderen Autoren soeben erschienene „Wasser bewegt“ als Lektüre mit vielen praktischen Experimenten allen Menschen und vor allem Lehrern und Erziehern zu empfehlen.

Dreiseitl arbeitet ganz aus dem Wesen des Wassers heraus und bringt damit für viele seiner Kollegen und Auftraggeber aus Ingenieurs-, Architektur-, Stadtplanungs- und Regierungskreisen vollkommen neuartige Perspektiven ein, die vielerorts dankbar aufgenommen werden. Reinigung und Reinhaltung des Wassers entstehen dabei wie Nebenwirkungen einer respektvollen Haltung dem Wasser gegenüber. Auch seine Einbeziehung der Bevölkerung bei Planungen ist nicht nur erfolgreich im Sinne einer nachhaltigen und sozialverträglichen Gestaltung, sie findet auch von ihrem künstlerischen Ansatz der Sozialen Skulptur her großes Interesse.

Es gehört heute zu den großen menschheitlichen Aufgaben, die Süßwasserquellen zu schützen, zu reinigen, ihre Verwendung zu managen und für genügend sauberes Trinkwasser zu sorgen. Herbert Dreiseitls Vorgehensweisen bieten für diese Probleme machbare, gute und schöne Lösungen, die nachvollziehbar und damit an anderen Orten umsetzbar sind.

Mit der Berufung als Loeb Fellow wird ihm nun eine erste große Ehrung zuteil, die zugleich unterstreicht, welche Bedeutung seiner Arbeit in Nordamerika zugemessen wird. Mit der Fellowship, einem Art Forschungs- und Lehr-Stipendium, erschließen sich ihm zugleich Möglichkeiten, ein Jahr lang Studenten nicht nur außubilden, sondern mit ihnen an konkreten Projekten zu forschen und zu arbeiten. Konkret will er die gemeinsame Geschichte von Wasser und Gesellschaft erforschen, sowie Handwerkßeug erarbeiten für die Kontrolle Wasser-relevanter Gefahren.

Die Loeb Fellowshop wurde vor 40 Jahren durch eine Stiftung von John L. Loeb ermöglicht und ist an die Designhochschule an der Harvard University angebunden. Sie soll die Führungsqualitäten hervorragender Persönlichkeiten stärken, die in der Gestaltung unserer Umwelt tätig sind. Zugleich sollen Studenten von Harvard früh in Austausch mit diesen Persönlichkeiten und in praktische Tätigkeiten involviert werden. Bisher sind über 300 Menschen in den Genuss dieses einzigartigen Programms gekommen.

END/nna/wsh

Links: www.dreiseitl.com, www.dreiseitl.de, www.gsd.harvard.edu/professional/loeb_fellowship/

Bericht-Nr.: 100920-05DE Datum: 20. September 2010

© 2010 News Network Anthroposophy Limited (NNA). Alle Rechte vorbehalten. Siehe: www.nna-news.org/copyright/

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Perspektive der Demenzkranken stärker einbeziehen

Forschungstagung an der Universität Witten/Herdecke – Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankung zog Bilanz – Ärztehotline eingerichtet

Von NNA-Korrespondentin Edith Willer-Kurtz

WITTEN/HERDECKE (NNA). Die Wünsche und Perspektiven der Betroffenen sollten in die Demenzforschung stärker einbezogen werden. Diese Forderung erhoben Wissenschaftler auf der Jahrestagung des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankung (DZNE) in der Helmholtz-Gemeinschaft in Witten/Herdecke. Die Tagung fand in der Privaten Universität Witten/Herdecke statt, anwesend waren etwa 150 Teilnehmer aus Verbänden, Pflegeeinrichtungen und aus der Forschung.

Durch die zunehmende Lebenserwartung in Deutschland bei gleichzeitig rückläufiger Geburtenrate werden in den überschaubaren nächsten Jahrzehnten zu wenige junge Menschen zu viel alte Menschen pflegen, unterstützen und begleiten. Gleichzeitig sinkt die Attraktivität des Krankenpflegerberufs in der Gesellschaft, massive Probleme im Bereich der Pflege sind von daher zu erwarten. Um hier Perspektiven zu schaffen, hatte das Bundesministerium für Bildung und Forschung vor einem Jahr das Deutsche Zentrum für Neurodegenerierte Erkrankungen (DZNE) eingerichtet mit dem Hauptsitz in Bonn und mehreren Standorten in ganz Deutschland.

Pierluigi Nicotera als wissenschaftlicher Vorstand des DZNE in Bonn berichtete den Teilnehmern der Tagung von der enormen Aufbauarbeit: Kooperationsverträge seien abgeschlossen oder endverhandelt zwischen Universitäten, Instituten, Kliniken und Stiftungen in Witten/Herdecke, München, Magdeburg, Bonn, Göttingen, Rostock/Greifswald und Tübingen. Grundlagenforschung und klinische Forschung sollten optimal verknüpft werden. Ziel sei eine Verbesserung des öffentlichen Gesundheitswesens durch die Identifizierung derjenigen Faktoren, die sowohl den Umgang mit den Patienten als auch die Information von Pflegender und Angehöriger optimieren, so Nicotera.

Im Jahr 2009 publizierte das DZNE 21 wissenschaftliche Veröffentlichungen, weitere wurden für 2010 angekündigt. Eine Hotline für Ärzte wurde eingerichtet, an die sich Ärzte bei Fragen zur Alzheimer Erkrankung richten können.

Zwischen dem DZNE und dem WIDO, dem Forschungsinstitut der AOK konnte eine Zusammenarbeit etabliert werden. Neue Programme zur Erforschung seltener neurodegenerativer und pädiatrischer neurodegenerativer Erkrankungen wurden in Zusammenarbeit mit verschiedenen Universitäten (Ulm, Bonn, Göttingen) geschaffen. Das waren nur einige Beispiele aus dem Vernetzungsprogramm.

Prof. Dr.  Sabine Bartholomeyczik als Sprecherin des DZNE-Standorts Witten/Herdecke unterstrich die Bedeutung der guten Zusammenarbeit der verschiedenen Teilnehmer des Gesundheitswesens bei der Versorgung der Demenzkranken.

Bei der ärztlichen und pflegerischen Versorgung forderte Bartholomeyczik die verstärkte Einbeziehung der Perspektive der Menschen mit Demenz, so dass eine Versorgung für ein Alltagsleben in Normalität – unter Berücksichtigung der jeweiligen Beeinträchtigung entstehe. Denn der Wunsch der Erkrankten nach Normalität sei groß, soziale Kontakte sollten aufrecht erhalten bleiben und Partnerbeziehungen sollten nicht zu Pflegebeziehungen mutieren. Um die Gefühle der Erkrankten von Verlust und Ausgeschlossenheit zu verringern, wirke Gewissheit des Behütetseins, auch emotionale und materielle Sicherheit. So könne eine Autonomie möglichst lange erhalten bleiben.

Mehrmals wurde die Bedeutung der Betroffenenperspektive auch für die Versorgungsforschung betont, so von Elisabeth Stechl von der Charité Berlin.

Heike von Lützau-Hohlbein von der Alzheimer Gesellschaft berichtete von unhaltbaren Zuständen in der Pflege Demenkranker, sie belegte dies mit einer Befragung, nach der die meisten in der Altenpflege tätigen nicht in der Einrichtung alt werden wollten, in der sie arbeiten. Es sei wichtig, dass die Forschungsergebnisse des DZNE auch an der Basis ankommen.

Bei der Sensibilisierung der Öffentlichkeit zum Thema degenerative Erkrankung müsse zunächst der Schrecken vor der Krankheit genommen werden. Schon Kindergarten und Schulen sollten über den Umgang mit Erkrankten aufgeklärt werden. Wohnungsgesellschaften müssten sich des Themas annehmen, um Multimobilität zu ermöglichen.

So sei die Erscheinung der degenerativen Demenz eine Herausforderung und eine gemeinsame Aufgabe, eine in Würde gehaltene Lebensqualität müsse ihr Ziel sein.

Umzugehen sei mit der fehlenden Krankheitseinsicht der Erkrankten und deren Widerstand, Hilfe anzunehmen. Bei fortschreitendem Abbauprozess ließen die Fähigkeiten nach, die eigene Leistungsfähigkeit würde nicht aktualisiert und so komme es zu Fehleinschätzungen der eigenen Kompetenz. Aggressionen entstünden, weil keiner seine Verantwortung abgeben wolle, denn das sei ja ein Grundbedürfnis jeden Menschen, auch des Alten.

Die Wissenschaftlerin vertrat außerdem die These, dass durch ein Verdrängen der Zukunft die Gestaltung derselben bei den Versorgungsstrategien vernachlässigt werde. Ziel müsse es sein, ein soziales Klima mit möglichst wenig Angst und damit auch die Lebensqualität zu erhalten.

Die große Sorge der anwesenden Wissenschaftler galt der Umsetzung ihrer Forschungsergebnisse an der Basis der Pflege. Bisher sei es so, dass die umfassende Sicht der Forschung nicht schnell genug zum Pflegepersonal gelange.

Die Weiterentwicklung der Pflegewissenschaft, sowie vernetzte Versorgung wurden als der stärkste Wirtschaftßweig der Zukunft eingeschätzt.

END/nna/wil

Kontakt: DZNE Deutsches Zentrum für Neurodegenerierte Erkrankungen e. V., Standort Witten Stockumer Straße 12, 58453 Witten.

Masterstudiengang Pflegewissenschaft an der Privaten Universität Witten/Herdecke gGmbH, Fakultät für Pflegewissenschaft, Stockumer Straße 12, 58453 Witten www.uni-wh.de/pflege

Bericht-Nr.: 100920-04DE Datum: 20. September 2010

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Vom Grandhotel zum Kraftort für gestresste Zeitgenossen

Casa di Salute Raphæl in Roncegno knüpft mit modernem Konzept an alte Badetradition an – Wasser der Levico-Quelle wurde schon von Steiner empfohlen

Von NNA-Korrespondentin Cornelie Unger-Leistner

RONCEGNO/ITALIEN (NNA). „Dieser Platz hatte eine ganz starke Ausstrahlung – mir war gleich klar, dass das ein wunderbarer Ort für eine Kur ist.“ Als Dr.  Vincenzo Bertozzi 1989 das alte Grandhotel in Roncegno in der Nähe von Trento zum ersten Mal betrat, sprach alles eher gegen die Vision des Arztes: Nur zwei Monate im Jahr war das Hotel geöffnet, die Thermalquelle sprudelte seit einem Erdbeben im Friaul nicht mehr und das prächtige Gebäude im Stil der Belle Epoque begann bereits zu verfallen.

Wenig erinnerte an die Zeit um die Jahrhundertwende, als sich die feine Gesellschaft Europas in Roncegno zur Kur versammelte. Anziehungspunkt für die High Society war das berühmte Thermalwasser der Levico-Quelle, das – in Flaschen abgefüllt – bis in den Orient oder in die USA vertrieben wurde. Das Wasser galt mit seinen Bestandteilen Kupfer, Eisen und Arsen als besonders heilkräftig und im Gegensatz zu anderen Thermalquellen, mit deren Hilfe man spezielle Leiden kurieren kann, entfaltet das Wasser der Levico-Quelle seine Wirkung im gesamten Organismus. Schon um die Jahrhundertwende konnten damit Krankheiten bekämpft werden, gegen die es sonst keine Heilmittel gab. Heute ist es besonders nützlich z.B. bei der Bekämpfung von Burnout oder Immunschwächen.

Und so trifft man in Roncegno heute wieder Kurgäste aus mehreren Ländern Europas und das ehemalige Grandhotel erstrahlt als „Casa di Salute Raphæl“ in neuem Glanz. Wo allerdings früher die langen Seidenroben der Damen durch die Hallen raschelten, erklingt jetzt das rhythmische Geräusch der Flip-Flops, man trifft sich im lockeren Leinen- oder Urlaubslook. Allenthalten laufen auch Gäste in Bademäntel durch die Flure oder sitzen in den von Glyzinien umrankten alten Laubengängen und warten, bis sie mit dem Wannenbad im orangefarbenen Levico-Wasser oder mit dem Inhalieren des Thermalwasserdampfs an der Reihe sind.

Denn Dr.  Bertozzi und seinen Kollegen ist innerhalb von 21 Jahren eine besondere Metamorphose gelungen: Aus dem alten Grandhotel wurde ein moderner Kurbetrieb auf der Basis der anthroposophisch erweiterten Medizin. „ Eines Tages besuchte mich mein Kollege Guiseppe Leonelli,“ berichtet Dr.  Bertozzi. „Dieser Kollege hatte die Idee, etwas wie die Ita-Wegmann-Klinik in Italien zu gründen, da dort seiner Frau sehr geholfen worden war. Ich war damals Hausarzt in einem kleinen Ort bei Trento.“ Die Levico-Quelle hatte Dr.  Bertozzi durch einen Hinweis im medizinischen Kurs von Rudolf Steiner entdeckt. Bereits 1920 hatte Steiner auf die besondere Bedeutung der Heilkräfte des Levico-Wassers für die Menschen im 21.Jahrhundert hingewiesen.

So kam das Projekt der Ärzte in Gang. Die Ärzte überzeugten die örtlichen Behörden, denen das alte Hotel auch heute noch gehört, von ihrem Konzept und nahmen mit ihrer Unterstützung den Kurbetrieb wieder auf. Sie erreichten die Belieferung der Casa di Salute mit dem Thermalwasser der Levico-Quelle. Die Badeabteilung wurde zum Teil neu errichtet, ansonsten zog der Kurbetrieb in die alten Gemäuer ein, die vor allem im Südflügel den Charme und die Großzügigkeit der Zeit um die Jahrhundertwende bewahrt haben. Stilgetreu wurde alles wieder hergerichtet. „Das war ein harter Kampf“, berichtet Dr.  Bertozzi,“ die Architekten der Gegend hier davon abzuhalten, das Gebäude völlig zu verderben“. Wichtig sei es den Gründern der Casa di Salute gewesen, die besondere Ausstrahlung des Ortes zu erhalten.

Daher wird im gründerzeitlichen Speisesaal jetzt eine moderne Gemüse-Getreideküche mit einem immensen Salatbüffet aufgetischt und in der American Bar im Art Deco Stil gehen Wasser und Kräutertee über die Theke. Küchenchef Gianni Aste hat sich zum Ziel gesetzt, gesunde Ernährung mit Prinzipien der Gourmetküche zusammenzubringen. Dazu gibt es in der Casa die Salute auch Kochkurse.

In einem Saal zum Kurpark hin wird Heileurythmie angeboten und in einem Raum mit hohen Bogenfenstern kann man sich bei der Kunsttherapie von der Aussicht auf den malerischen Ort Roncegno inspirieren lassen. Das Kaminzimmer wird für den Patientenchor und für Vorträge genutzt, die interessierten Gästen auch anthroposophische Inhalte nahebringen. Welche Rolle spielt die Anthroposophie Rudolf Steiners insgesamt in der Casa de Salute? Dr.  Bertozzi: „Das ist unsere Linie und unser Leben und wir sind sehr dankbar dafür.“

Das medizinische Konzept der Casa bezieht darüber hinaus andere alternative Heilmethoden der europäischen Tradition mit ein wie Kneipp-Anwendungen, Öldispersionsbäder und Kräuterkunde. „Eigentlich eine altbewährte Linie, aber sie ist aus unserer Sicht hochmodern“, betont Dr.  Bertozzi. Die Ärzte im Trento haben sie noch mit dem Levico-Wasser kombiniert, das die Dolomiten rund um Roncegno in unerschöpflichen Mengen für gestressten Zeitgenossen bereithalten.

Wie schafft man es nun, einen Aufenthalt in der Casa zu finanzieren oder Mittel dafür zu bekommen? Wenn man den deutschen Gästen zuhört, drehen sich ihre Gespräche oft genau darum. Nicht wenige von ihnen sind ältere Lehrer, die sich im Bad im Wasser der Levico-Quelle die Kraft für die restliche Zeit in der Schule holen. So erfährt man, dass die Waldorflehrer unter den Gästen bei den naturheilkundlich orientierten Kassen angeklopft haben wegen einer Kur oder auch bei ihrer betrieblichen Altersvorsorge. Lehrer der staatlichen Schulen haben sie der Beihilfestelle abgerungen, manchmal auch durch einen Gang vor Gericht. „Eine ambulante Badekur in der Casa die Salute müsste eigentlich jede Kasse zahlen“, meint Dr.  Bertozzi dazu.

Bisher stellen die Italiener noch die Mehrzahl der Gäste – was für die anderen ein großer Vorteil ist. Denn so ist der Genius Loci der Casa die Salute vollkommen italienisch. Von daher ist es auch nicht verwunderlich, dass Musik und Gesang einen wichtigen Teil des Kulturangebots bilden, pro Woche gibt es ein Konzert im prachtvollen Festsaal. Auch der Patientenchor singt auf Italienisch - eine Gelegenheit für die deutschen Gäste, sich ihrerseits einmal zu integrieren und mitzusingen. Aus dem Aufenthalt in der Casa di Salute bringt man so auch italienische Lieder mit nach Hause. Sie helfen mit, die heilkräftige Stimmung des Südens noch ein bisschen länger durch den grauen Alltag jenseits der Alpen zu retten.

End/nna/ung

Link: www.casaraphæl.com

Bericht-Nr.: 100920-03DE Datum: 20. September 2010

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GLS Bank erhält Innovationspreis für Internetplatform

BOCHUM/MÜNSTER (NNA). Für ihre zentrale und richtungsweisende Internetplattform zur Vergabe und Verwaltung von Mikrokrediten ist die GLS-Bank von der GAD, dem Rechenzentrum der Volks- und Raiffeisenbanken, mit dem “Bank21 Innovationspreis” ausgezeichnet worden.

“Es galt einen Weg zu finden, wie wir effizient mit über 50 kooperierenden Mikrofinanzinstituten im gesamten Bundesgebiet mehr als 4.000 Kredite jährlich vergeben können”, erläuterte GLS Vorstand Andreas Neukirch bei der Preisverleihung. Die neue Plattform wird “GLS Mikro” heißen und zum erfolgreichen Ausbau des Mikrofinanzgeschäfts beitragen. Sie wird als Portal von den Mikrofinanzinstituten, deren Mikrokreditbetreuern und der GLS Bank eingesetzt. Sie wird Anfang 2011 eingeführt.

Die GLS Bank war im Dezember 2009 von der Bundesregierung beauftragt worden, das Mikrokreditgeschäft in Deutschland flächendeckend zu etablieren. Im Juni war die Bank in einer bundesweiten Kundenumfrage von Börse Online und n-tv zur “Bank des Jahres 2010” gewählt worden.

Spitzenwerte erreichte die Bank u. a. bei der Bewertung der Qualität und Transparenz der Angebote, bei der Kundenberatung sowie der Einlagensicherheit. Auch in den Einzelkategorien “Beste Sparbank” sowie “Beste Bank im Bereich Girokonto” erreichte die Bank den ersten Platz. Nominiert ist sie zudem für den “Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2010”, der im November verliehen wird.

END/nna/ung

Bericht-Nr.: 100920-02DE Datum: 20. September 2010

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Orientierung und Information für Patienten

„gesundheit aktiv“ will mit neuer Zeitschrift den mündigen Bürger ansprechen – Therapiefreiheit und Komplementärmedizin als Themen

BAD LIEBENZELL (NNA). Ihre neue Zeitschrift mit dem Titel „point“ hat die Patientenvereinigung „gesundheit aktiv - anthroposophische heilkunst e.v.“ jetzt vorgestellt. Sie erscheint viermal jährlich und wendet sich an Menschen, die sich „als mündige Bürger mit Themen wie Selbstbestimmung und Therapiefreiheit“ d.h. den Bedingungen eines pluralistischen Gesundheitswesens beschäftigen wollen, betont Hans-Jürgen Schumacher, der Geschäftsführer von „gesundheit aktiv“ im Editorial.

„point“ ist eine Abkürzung für die Anfangsbuchstaben der Worte „Patient“, „orientiert“ und „informiert“. Unabhängig, ausschließlich den Interessen des Patienten verpflichtet, kritisch und informativ sei das Magazin und spreche damit eine Zielgruppe an, die weit über die anthroposophische Bewegung hinausgehe, heißt es weiter in einer Pressemitteilung des Vereins. Die Probleme im Gesundheitswesen beträfen immer mehr Menschen und mache sie offen für neue Konzepte.

Die neue Zeitschrift bietet Informationen zu gesundheitspolitischen Fragen und zu komplementärmedizinischen Ansätzen, insbesondere der Anthroposophischen Medizin. Selbstbestimmung des Patienten ist ein Schwerpunktthema der ersten Ausgabe, die nächste widmet sich Ende November der Therapiefreiheit. Das Magazin steht auch auf der Homepage des Vereins zum Lesen oder zum Download zur Verfügung.

„point“ wird an alle Mitglieder von „gesundheit aktiv“ versandt und liegt bundesweit in Kliniken, Praxen, Einrichtungen aus. Es kann zu diesem Zweck auch bei der Patientenvereinigung bestellt werden.

END/nna/ung   Link: http://www.gesundheitaktiv-heilkunst.de/top.php?ref=r1

Bericht-Nr.: 100920-01DE Datum: 20. September 2010

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