. . . Nachrichten für eine andere Welt
|
Suche Nachrichtenarchiv |
NNA ist eine internationale Nachrichtenagentur, die Nachrichten und Ereignisse verbreitet und kommentiert aus einer Perspektive des Geistes und die sich um ein spirituelles Verständnis bemüht, das mit der Entwicklung neuer Paradigmen auf allen Lebensgebieten verbunden ist – sei es im Aktuellen, in Politik und Gesellschaft, in der Zivilgesellschaft, in Ökologie, Erziehung, Wirtschaft, Landwirtschaft, Kunst und Wissenschaft. |
Extremes Übergewicht möglicherweise genetisch bedingt
„Tag der Forschung“ an der Universität Witten-Herdecke sollte Zielrichtung der integrativen und personalisierten Gesundheitsversorgung deutlich machen WITTEN-HERDECKE (NNA). Extrem übergewichtige Menschen können möglicherweise durch Besonderheiten im Stoffwechsel nicht abnehmen. Diese These verfolgt das Forschungsteam von Prof. Thomas Reinehr an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik in Datteln, Kinderklinik der Universität Witten/Herdecke. Dazu wurden in einer Studie rund 1.000 Kinder und Jugendliche, die an extremem Übergewicht leiden, behandelt. Sie bekamen Ernährungs- und Verhaltenshinweise, die Eltern wurden einbezogen und Bewegung gehörte dazu. Erste Auswertungen ergaben, dass nur bei 70% der Kinder positive Auswirkungen der Therapie festzustellen waren. „Wir wissen nicht warum, aber wir suchen nach den Gründen“, erläutert Prof. Reinehr dazu. Marburger Forscher äußerten den ersten Verdacht, Veränderungen in einem bestimmten Gen, dem sog. MC4R, könnten eine Vorhersage ermöglichen. Genau diese Mutation führe auch dazu, dass diese Kinder zwar mit einer Lebensstil-Intervention abnehmen könnten, dann aber im Gegensatz zu den Kindern ohne Mutation wieder zunehmen. Im letzten Jahr konnten die Dattelner Forscher einen weiteren Schritt tun: „Es gab den Verdacht, dass die Wirksamkeit des Botenstoffs Leptin, der das Hungergefühl hemmt, gestört ist. In einer Studie haben wir nachweisen können, dass die Leptin-Konzentration bei übergewichtigen Kindern ohne Gewichtsreduktion am höchsten war“, beschreibt Reinehr das Ergebnis. Das bedeute, dass Übergewichtige möglicherweise die Nachricht des Botenstoffes nicht aufnehmen, weil die notwendigen Rezeptoren fehlen oder nicht funktionieren. Mit diesem und anderen Vorträgen präsentierte die Fakultät für Gesundheit der Universität Witten/Herdecke (UWH) auf einem „Tag der Forschung“ Anfang Oktober ihre Zielrichtung der integrativen und personalisierten Gesundheitsversorgung. Integrativ bedeutet, dass alle Dißiplinen und Formen der Medizin genutzt werden, die dem Patienten helfen können, Schulmedizin ebenso wie chinesische Medizin oder anthroposophische. Und um das heraußufinden, müsse die gesamte Persönlichkeit des Patienten ebenso berücksichtigt werden wie neuesten Forschungsergebnisse. „Mit personalisierter Medizin meinen wir einerseits die Tatsache, dass immer mehr Medikamente und Behandlungen die jeweils individuellen genetischen Besonderheiten des einzelnen Patienten berücksichtigen. Und das möchten wir andererseits erweitern, indem wir den angehenden Ärzten vermitteln, nicht nur die körperliche Seite der Patienten, sondern auch die psychologische, geistige, ökonomische oder spirituelle Dimension in der Krankengeschichte zu sehen“, erläuterte Prof.Eckhart Hahn als Dekan der Fakultät für Gesundheit der UWH. End/nna/ung Bericht-Nr.: 101026-01DE Datum: 26. Oktober 2010 © 2010 News Network Anthroposophy Limited (NNA). Alle Rechte vorbehalten. Siehe: www.nna-news.org/copyright/ Weitere NNA-Berichterstattung unter: www.nna-news.org/de/ |
|
|
Nachrichtenarchiv
|
|||||||||||||||