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Sat, 24 Dec 2011

Waldorfklasse aus Witten entging knapp Amokläufer in Lüttich

WITTEN (NNA). Eine zehnte Klasse der Rudolf-Steiner-Schule aus Witten/ Nordrhein-Westfalen ist nur knapp dem Anschlag entgangen, den ein Waffennarr vor Weihnachten in der Stadt Lüttich in Belgien verübt hat und bei dem fünf Menschen getötet und über 100 verletzt worden sind. Am Morgen des Anschlags waren die 26 Schüler mit zwei Lehrerinnen zum Weihnachtsmarkt nach Lüttich aufgebrochen. Der Ausflug sollte das Ziel haben, die französischen Sprachkenntnisse in der Praxis zu erproben.

Eine Stunde lang war die Schulleitung in Witten im Ungewissen, als sie von dem Anschlag erfahren hatte. Erst dann war klar, dass den Schülern nichts passiert war, berichtete Oberstufenleiterin Gerti Strothmann-Rath der online-Ausgabe der WAZ. Sie wurden mit dem Bus zurück nach Witten gebracht. Die Schüler mussten am nächsten Tag nicht zum Unterricht kommen und die Lehrer boten Gespräche an, um das Erlebte zu bewältigen.

Die Waldorfschüler waren um 12.30 Uhr in der Lütticher Innenstadt unterwegs, als sie Explosionen und Schüsse hörten. Am Platz St. Lamberg rannten ihnen Menschen entgegen, die weinten und schrieen. Sie riefen den Schülern auf Französisch zu, sich in Sicherheit zu bringen. Polizei und Krankenwagen rasten durch die Stadt. Die Schüler flüchteten und suchten Schutz bei der belgischen Polizei. Erst in einem Café begriffen sie, was geschehen war, als sie die Bilder des belgischen Fernsehens sahen. Gegen 15 Uhr meldete die Polizei, sie habe die Lage in der abgeriegelten Lütticher Innenstadt unter Kontrolle.

Der Amokläufer, ein vorbestrafter Waffennarr, hatte am Platz St.Lambert Augenzeugenberichten zufolge eine Handgranate gezündet und dann aus einem Maschinengewehr das Feuer auf die Menschenmenge eröffnet, die an einer Bushaltestelle in der Nähe des Weihnachtsmarkt stand. Im Anschluss an das Massaker beging er Selbstmord.

END/nna/ung

Bericht-Nr.: 111224-01DE Datum: 24. Dezember 2011

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